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    Kühldecke und Heizdecke – Flächenkühlung und Flächenheizung an der Decke

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    Flächenheizung und Flächenkühlung sind modern und beliebt. Die bekannteste Variante ist die Fußbodenheizung, in den letzten Jahren setzen sich aber zunehmend auch Wand- und Deckenheizung bzw. –kühlung durch. Solche Systeme sind nämlich wirtschaftlich, energieeffizient und behaglich. Sie sind eine gesunde, raumklimafreundliche und im Einbau und Betrieb kostengünstigere Alternative zu Klimaanlagen.
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    1. Was ist eine Kühldecke?

    Eine Kühldecke ist eine Raumdecke, deren Temperatur unterhalb der Raumlufttemperatur gebracht und gehalten wird, erklärt man uns im Unternehmen Systembau Roitner GmbH. Bei der Kühldecke handelt es sich um eine Variante der Flächenheizung, zu der auch Fußbodenheizung, Wandheizung und Bauteilheizung gehören. Weil bei diesen Systemen Eignung und Auslegungsweise der Komponenten sowohl für Heizung als auch für Kühlung verwendbar sind, wird oft von Flächenheizung und –kühlung bzw. Deckenheizung und -kühlung usw. gesprochen.

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    2. Funktionsprinzip

    Anders als bei herkömmlichen Klimaanlagen, die die Wärme konvektiv mit Hilfe des Luftaustausches aus dem Raum entziehen, führen Kühldecken die Kühllast überwiegend mittels Strahlung aus dem Raum ab. Sie bestehen aus einem unter der Rohdecke angebrachten bzw. verlegten wasserführenden Rohrsystem. Die wasserführenden Kühl- bzw. Heizrohre werden an der Oberfläche vollflächig mit einem Deckenputz versehen, welcher die Kälte bzw. die Wärme im Raum verteilt. Es handelt sich hier also um ein ähnliches Funktionsprinzip wir bei einer Fußbodenheizung. Sehr beliebt ist auch die Verlegung von Kühl- bzw. Heizdecken im Trockenbau. Dabei kommen aus faserverstärktem und kernimprägniertem Gipskarton bestehende Deckenelemente mit bereits eingebauten Kühlrohren zur Anwendung. Das Funktionsprinzip ist bei beiden Ausführungsweisen ähnlich. Das Wasser in den Rohren einer Kühldecke hat eine Temperatur von ungefähr 16 °C, weshalb die Oberflächentemperatur der Decke ein paar Grad unter der Raumlufttemperatur liegt. Die Wärme in der Raumluft wird vom Wasser, das durch das Rohrsystem in der Decke fließt, aufgenommen und abgeleitet.

    Die oben genannte Temperatur von etwa 16 °C im Kühlwasser-Kreislauf darf nicht unterschritten werden, da sonst die Bildung von Tauwasser droht.

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    3. Bauweisen

    3.1 Bauteilintegrierte und abgehängte Systeme

     
    Kühl- und Heizdecken können als bauteilintegrierte (eingeputzte) oder abgehängte Systeme ausgeführt werden. Bei bauteilintegrierten Systemen werden Kapillarrohrmatten aus Kunststoff in den Deckenputz eingelegt und überputzt. Anstatt Kunststoff können auch dünnwandige Kupferrohre verwendet werden. Abgehängte Kühldecken können ähnlich wie gewöhnliche abgehängte Decken ausgeführt werden (Unterkonstruktion und Decklage). Kaltwasserführende Kupfer- oder Kunststoffrohre geben die Kälte an aufgepresste Wärmeleitprofile (meist aus Aluminium) ab. Die zweite Möglichkeit ist die Verwendung von Kapillarrohrmatten aus Kunststoff (hier wird auf Wärmeleitbleche verzichtet). Den Abschluss zum Raum bilden höherverdichtete Gipskartonplatten (GK-Klimaplatten), graphitmodifizierte Gipsplatten oder beschichtete Metallflächen.

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    3.2 Geschlossene und offene Systeme

     
    Geschlossene Kühldeckensysteme haben eine homogene Deckenunterschicht, wobei der Deckenhohlraum für verschiedene Installationen genutzt werden kann, erläutern uns die Experten des Unternehmens Systembau Roitner GmbH. Es gibt fugenlose Kühldecken mit einer glatten Unterseite ohne sichtbare Tragprofile bzw. Deckenelemente und geschlossen von der Rohbetondecke abgehängte Metallkühldecken.

    Offene Kühldeckensysteme gibt es entweder als Lamellen-Kühldecken (mit von der Decke abgehängten Lamellenmodulen) oder als Kühldeckensegel (hierbei werden Teile der Deckenfläche abgehängt und als Kühldecke ausgeführt).

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    4 . Der Einsatzbereich

    Im Gegensatz zu Klimaanlagen wirbeln Flächenheizungen und Flächenkühlungen keine Luft auf und es kommt nicht zu allergischen Reaktionen oder Überbeanspruchung der Atemwege und sind dazu noch geräuschlos.

    Kühldecken und Heizdecken sind daher sehr beliebt in Büroräumen, Krankenhäusern und warmen Industriearbeitsplätzen, werden aber immer öfter auch im Wohnbereich verwendet.Heutzutage gibt es sogar Paneele, die mit LED-Lampen integriert sind und somit für Beleuchtung im Raum sorgen. Solchen Paneelen sieht man gar nicht an, dass sie für das Klima im Raum verantwortlich sind. Die spürbare Verbesserung des Wohlbefindens und die nachgewiesene Unterstützung der geistigen Leistungsfähigkeit sowie das Fehlen unangenehmer Zugluft Dank der Wärmeübertragung durch Strahlung sprechen für ein Deckenheiz- und -kühlsystem. Eine Berechnung bei der Sanierung und Neuauslegung der Heizanlage lohnt also für jeden Eigentümer und Betreiber, der den Wohnkomfort seiner Immobilie nachhaltig verbessern möchte.

     

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    Autor: DaiBau Magazin
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