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    Trockenbauwand: Trennwand in Trockenbauweise

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    Trennwände erfüllen keine tragende Funktion, sie dienen lediglich der Raumtrennung. Weil kein Bedarf an hoher Tragfähigkeit besteht, können solche Wände in Trockenbauweise errichtet werden. Das Gerüst für Trockenbau-Trennwände bilden Profile, die ihnen Stabilität verleihen und aus Holz oder Metall bestehen können. Die Profile sind beidseitig mit Platten (z. B. Gipskartonplatten) beplankt. Einige Heimwerker wagen sich daran, dieses Wandsystem in Eigenleistung auszuführen.
    Fachartikel 1622
    Trockenbauwand Trennwand
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    1. Was wird zum Bau einer Trennwand benötigt?

    Zum Errichten einer Trockenbauwand werden neben Trockenbauplatten und Tragprofilen auch Schrauben zur Plattenbefestigung, Schrauben mit Wanddübeln, Dämmung, Fugenmasse sowie Dichtungsbänder und Rissbrücken zum Bandagieren der Plattenstöße benötigt. Zuerst müssen Größe und Position der Trennwand genau bestimmt werden. Die Wandmaße werden mithilfe einer Wasserwaage, einer Schlagschnur oder eines Lasers auf den Boden und die bestehenden Wände übertragen.

    2. Tragprofile für die Trockenbauwand

    2.1 Tragprofile

    Nachdem die Wanddimensionen festgelegt wurden, wird mit der Vorbereitung der Profile für die Trockenbauwand (Trennwand) begonnen. Der Bau einer Trennwand erfordert eine gut ausgeführte Tragkonstruktion aus Ständern bzw. Trockenbauprofilen. Die Länge der Profile gleicht der Höhe der Wand bzw. ist um ein oder zwei Zentimeter niedriger. Falls Metallprofile zum Einsatz kommen, werden sie mit einer speziellen Blechschere zurechtgeschnitten. Die Unter- und Oberseite der Profile wird mit einem Dichtungsband beklebt. Die Profile werden am Boden und an der Decke festgeschraubt. Wenn Metallprofile verwendet werden, werden dazu U-Profile verwendet, seitlich auf die Wände werden dagegen C-Profile geschraubt. Alternativ stehen auch Holzprofile für Trockenbauwände zur Verfügung. Eine Trockenbauwand mit Metallprofilen unterscheidet sich nicht wesentlich von einer Trockenbauwand mit Metallprofilen.

    Expertenrat des Unternehmens D&B Innenausbau GmbH

    Welche Vorteile der Trockenbauweise würden Sie hervorheben?

    Gegenüber der Ziegel- oder Betonbauweise würde ich vor allem vier wichtige Vorteile der Trockenbauweise hervorheben. Beim Dachausbau zum Beispiel kann eine Aufstockung nur dank der Leichtbauweise ausgeführt werden, alles andere wäre zu schwer.

    Ein anderer wichtiger Vorteil der Trockenbauweise ist, dass es, wie es der Name schon verrät, sehr trocken ist. Die Wände müssen nicht verputzt werden, denn sie werden einfach nur aufgestellt. „Normale" Wände werden mit Mörtel gebaut und dann noch verputzt, beim Trockenbau ist demnach nur ein Hundertstel der Feuchte präsent.

    Bei der Trockenbauweise werden dem Installateur und dem Elektriker auch die Stemmarbeiten erspart, weil einfach eine Zwischenwand mit einer Unterkonstruktion aus Blech aufgestellt wird, die einfach beplankt wird und der Elektriker kann seine Kabel drinnen verlegen.  Der Elektriker macht die Kabel dorthin, wo er sie benötigt. Er bohrt die Wand durch und montiert Steckdosen und Schalter. Sobald die Elektroinstallationen verlegt sind, wird die Wand mit Wolle ausgestopft und geschlossen.

    Ein weiterer Vorteil, der hervorgehoben werden muss, ist der Zeitaufwand. Die Trockenbauweise ermöglicht schnelles Arbeiten und ist gleichzeitig auch rückbaubar, ohne dass dabei etwas beschädigt wird.

    Worauf muss beim Trockenbau besonders geachtet werden?

    Ich bemühe mich stetig, auf die Norm zu achten. Beim Knauf und Rigips kann nachgelesen werden, wie die Wand normgerecht aufgestellt sein soll, denn so ist sie auch geprüft. Arbeitet man im System, müssen sämtliche Materialien von einer Firma genommen werden, also Profile, Schrauben, Platten und so weiter. Die Firmen müssen dann dafür haften, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Demnach ist es wichtig, bei den Materialien nicht zu sparen und nicht auf den Preis achten. Hält man sich an die Norm, ist man auf der sicheren Seite.

    Herr Dichatschek, D&B Innenausbau GmbH

    2.2 Trockenbauplatten als Verkleidung der Ständerwand

    Wenn die Profile aufgestellt sind und somit die Tragkonstruktion der Trennwand steht, kommt die Verkleidung der Ständerwand an die Reihe. Auch die dazu verwendeten Trockenbauplatten müssen ein oder zwei Zentimeter unterhalb der Decke platziert werden. Meistens werden Gipskartonplatten verwendet, es gibt aber auch andere Plattenarten, wie etwa Feuchtraumplatten oder Gipsfaserplatten. Die Platten werden an die Profile geschraubt, doch solange die Trennwand nicht gedämmt ist, kann sie nicht von beiden Seiten geschlossen werden.

    Gipskarton-Trockenbauwand.jpg
    Trennwände in Trockenbauweise werden mit Tragprofilen aus Metall (Aluminium) oder Holz errichtet.

    3. Installationen in Trennwänden

    Falls Installationen in der Trennwand vorgesehen sind, ist nun deren Ausführung an der Reihe. Die Installationen werden ins Wandinnere gelegt, innerhalb der Profile, in die Platten werden dagegen Schalteröffnungen geschnitten bzw. gebohrt. Darum ist es am besten, die Positionen von Schaltern und Steckdosen bereits im Voraus zu bestimmen.

    4. Dämmung der Trennwand

    Wenn die Installationen verlegt sind, muss die Trennwand noch gut schallgedämmt werden. In der Regel wird die weiche Dämmung (meist Mineralwolle) im Inneren der Profile verlegt, sie dient zugleich als Wärme- und Schalldämmung. Weil Trennwände im Innenraum aufgestellt werden, um einzelne Zimmer voneinander abzutrennen, kommt es vor allem auf gute Schalldämmung an, während Wärmedämmung hier weniger wichtig ist.

    5. Schließen der Trennwand

    Endlich wird die Trennwand auch auf der anderen Seite mit Trockenbauplatten beplankt. Trennwände werden häufig zweilagig beplankt, wobei darauf zu achten ist, dass die Platten beider Lagen versetzt angebracht werden, damit sich die Plattenstöße nicht überlappen.

    6. Bandagieren, Verspachteln und Streichen der Trennwand

    Nun muss die Trennwand noch bandagiert, verspachtelt und gestrichen werden. Die Plattenstöße der äußeren Plattenlage werden mit Fugenmasse bearbeitet. Diese wird auf die Plattenstöße aufgetragen und verteilt, darüber wird eine Rissbrücke angebracht. Bei Bedarf werden zwei Schichten Fugenmasse aufgetragen. Nach dem Trocknen der Fugenmasse wird die Oberfläche bearbeitet und geschliffen. Auf die trockenen und bearbeiteten Plattenstöße wird noch eine dünne Schicht Spachtelmasse aufgetragen. Nun ist die Wand bereit für das Auftragen der Wandfarbe.

    Die Bearbeitung der Plattenstöße muss mit größter Sorgfalt vorgenommen werden, da sonst Risse in der Oberfläche auftreten können. Fachgerechtes Bandagieren und zweilagiges Verspachteln sind daher unverzichtbar.Für Wand- und Deckenanschlüsse wird meistens weißes Silikon zum verwendet.

    trockenbauwand-spachtel.jpg
    Am Ende werden Trockenbauwände bandagiert, verspachtelt und gestrichen.

    Nichttragende Trennwände sind zwar die bekanntesten Trockenbausysteme, doch Trockenbau ermöglicht auch die Errichtung von anderen Systemen wie Vorwandinstallationen, Bodensystemen, Raum-im-Raum-Systemen, abgehängten Decken, Deckenbekleidungen und Einbauten.

    Fachartikel 1622
    Autor: Daibau Magazin

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