Holz-Carport: Dachform und Dacheindeckung

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    Das Dach eines Carports muss guten Witterungsschutz garantieren und optisch ansprechend wirken. Bei der Wahl der Dachform kommt es vor allem auf den persönlichen Geschmack der Besitzer, die Möglichkeiten auf dem Grundstück, die örtlichen Vorschriften und natürlich auf die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel an. Am häufigsten werden Carports mit Flachdächern und Pultdächern ausgestattet, aber auch das Satteldach ist sehr beliebt. Zur Dacheindeckung stehen etliche Materialien zur Wahl.
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    1. Dachformen für Carports

    Bei der Wahl der Carport-Konstruktion muss man immer daran denken, dass der Carport gut zum Wohnhaus passen und sich harmonisch in seine Umgebung einfügen sollte. Dies muss man auch bei der Wahl der Dachform und Dacheindeckung beachten. Die meisten Carports sind mit Flach- oder Pultdächern versehen, was vollkommen verständlich ist, diese Dachformen die preisgünstigste Lösung darstellen. Bei neuen Carports setzen sich jedoch immer häufiger alternativ geformte Dächer durch, wobei sich vor allem das Satteldach großer Beliebtheit erfreut. Im Folgenden sind einige Dachformen für Carports aufgelistet.

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    Es gibt frei stehende und angebaute Carports. Quelle: Zimmerei Holzbau Sägewerk Kleewein

    1.1 Flachdach und Pultdach

    Das Flachdach gilt nach wie vor als Klassiker unter den Carport-Dachformen. Von der Konstruktionsweise her ist es die einfachste Dachvariante. Allerdings muss auch ein Flachdach eine minimale Dachneigung aufweisen, damit das Niederschlagswasser abfließen kann. Um die erforderliche Steigung zu erreichen, werden häufig sog. Gefällekeile eingesetzt. Hierbei handelt es sich um schräg zugeschnittene Balken, die auf den Hauptträgern bzw. Sattelbalken aufliegen. Die Steigung lässt sich natürlich auch auf andere Weise erreichen, etwa indem der Sattelbalken auf einer Seite etwas mehr in die Höhe ragt und das Dach deshalb quer montiert wird.

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    Flach- und Pultdächer sind immer noch die häufigste Dachform. Quelle: Zimmerei Holzbau Sägewerk Kleewein

    Der Neigungswinkel des Carport-Dachs nimmt großen Einfluss auf die Fließgeschwindigkeit des Wassers. Diese wird auch durch die Art der Eindeckung beeinflusst (beschleunigt oder verlangsamt). Als empfohlenes Mindestgefälle bzw. empfohlene Mindestdachneigung gilt ein Gefälle von 2°. Dieser Dachneigungswinkel ermöglicht grundsätzlich den Ablauf von Wasser von der Dachfläche. In der Praxis weisen die meisten Flachdächer auf Carports eine Neigung zwischen 2° und 3° auf.

    Steilere Dächer sind natürlich effektiver, weshalb auch oft eine Dachneigung von etwa 10 % ausgeführt wird. Solche Dächer sind schon Pultdächer, bei denen der First dank eines steilen Gefälles weit höher liegt als die Traufe. Die optimale Dachneigung für Pultdächer liegt zwischen 7° und 15°.

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    Größere Carports bieten auch Stauraum. Quelle: Zimmerei Holzbau Sägewerk Kleewein

    1.2 Satteldach und andere Dachformen

    Bei einem Carport mit Satteldach sitzt der Dachfirst mittig und zwei gleichgroße Dachflächen erstrecken sich fallend im jeweils gleichgroßen Neigungswinkel nach beiden Seiten hin zur Traufe. Die optimale Dachneigung beträgt hier zwischen 15° und 25°. Dem Satteldach ähneln das Schleppdach und das Walmdach, die allerdings seltener auf Carports zu finden sind. Beim Schleppdach handelt es sich lediglich um eine angesetzte Dachfläche, die am Hauptdach angefügt wurde. Ein Walmdach unterscheidet sich von einem Satteldach dadurch, dass es auch zu den beiden Giebelseiten des Carports hin jeweils eine Dachfläche besitzt. Diese beiden Dachflächen werden Walm genannt. Genau wie beim Satteldach ist auch beim Walm ein Gefälle zwischen 15° und 25° üblich.

    Recht häufig findet man auf Carports auch das Bogendach, das manchmal fälschlicherweise als Tonnendach beschrieben wird. Der Unterschied besteht darin, dass ein Tonnendach wie eine halbe liegende Tonne gewölbt ist, während das Bogendach ein kleineres Kreissegment als einen Halbkreis bildet.

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    Carports werden häufig mit Eingangsüberdachungen verbunden, damit man bei Regen nicht durchnässt ins Haus gelangt. Quelle: Zimmerei Holzbau Sägewerk Kleewein

    Bei den Überlegungen zur Dachform darf man nicht vergessen, dass eine größere Dachfläche auch höhere Anforderungen an die Statik der Konstruktion sowie die Bauweise stellt. Und natürlich erfordert sie auch mehr Material und ist folglich teurer.

    Expertenrat des Unternehmens Maximilian Kleewein

    Welche Dachformen eignen sich am besten für Carports? Welche Carports sind bei Ihren Kunden beliebt?

    Flach- und Pultdächer sind für Carport am besten geeignet, da sie kostengünstiger bzw. zwecks geringer Bauhöhe auch direkt an die Grundgrenze gestellt werden können, mit immer noch akzeptabler Innenhöhe. Carports können freistehend bzw. am Haus angebaut werden – immer von vorgegebener Situation abhängig. Bei freistehenden Carports können auch Zugänge zum Haus bzw. Verbindungen mit bestehenden Eingangsüberdachungen hergestellt werden, um trockenen Fußes ins Wohnhaus zu gelangen. Auch integrierte zusätzliche Abstellräume bzw. -flächen sind sehr beliebt (offen oder verschließbar). Auch wetterseitige Verschalungen in allen Variationen werden immer wieder bestellt. Auch Lichtschächte bzw. Aussparrungen für Dachverglasungen um Licht in darunterliegende Fenster zu bringen werden besonders bei angebauten Carports eingeplant.

    Was ist Ihnen bei Carports besonders wichtig?

    Beim Fundament ist sehr wichtig, dass es frostsicher und auf die weitere Verwendung bzw. Ausführung der Bodenoberfläche (Pflaster, Asphalt etc.) ausgelegt ist. Die Konstruktion eines Carports muss sehr stabil und stark sein, da mehrere verschiedene Kräfte darauf einwirken. Hier im Raum von Villach wären die Schneeregellasten, Windlasten und auch Erdbeben zu erwähnen. Hierfür muss die Carport-Konstruktion allseitig ausgesteift sein und die Holzquerschnitte sowie die Verbindungen entsprechend bemessen werden. Natürlich muss auch der konstruktive Holzschutz hervorgehoben werden. Ausreichend Vordach sowie die Höhe der Stützschuhe von 15 bis 20cm schützen die Säulen im Stirnholzbereich vor Niederschlägen und Spritzwasser. Bei den Stützschuhen sei noch erwähnt, dass sie auch horizontale Autoanprallstöße überstehen sollen.

    Herr Kleewein, Maximilian Kleewein

    2. Dacheindeckung

    2.1 Flachdacheindeckungen

    Als Dachmaterialien für Carports mit einem klassischen Flachdach haben sich verschiedene Dachmaterialien gut bewährt: Metallblech (Trapezblech, seltener Wellblech), Kunststoff (PU-Welldach), Dachpappe und Bitumen (Bahnen und Schindeln), Glas, EPDM Folie und Begrünung (Gründach).

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    Zum Eindecken eines Carports mit Flachdach kommen unterschiedliche Materialien infrage. Quelle: Zimmerei Holzbau Sägewerk Kleewein

    Metallblech wird sehr häufig verwendet, weil es (anders als z. B. Dachpappe und Bitumen) keine Holzschalung benötigt. Trapezbleche werden meist aus Aluminiumblech oder aus verzinktem Stahlblech gefertigt. Sie sind in unterschiedlichen Farben, Formen und Größen erhältlich. Die gängigsten Farben sind grau, schwarz und rot, populär sind auch Bleche in Ziegeloptik. Der Nachteil von Blech besteht darin, dass Niederschlag recht laut auf das Dach trommelt.

    Eine interessante Alternative sind transparente Bedachungen. Diese lassen die gesamte Konstruktion hell, leicht und sehr modern wirken. Transparente Eindeckungen verlangen einen sehr offenen Aufbau, damit das Tageslicht nicht von den Konstruktionselementen blockiert wird. Infrage kommende lichtdurchlässige Materialien sind Platten aus Kunststoff (PVC und Polycarbonat) oder Glas. Lichtdurchlässiges Eindeckungsmaterial muss aber nicht unbedingt klar durchsichtig sein: satinierte Materialien wie Milchglas lassen viel Licht durch, welches aber diffus verteilt wird, weshalb es zu keiner unangenehmen Blendung kommt.

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    Transparente Bedachungen lassen den Carport hell, leicht und sehr modern erscheinen. Quelle: Zimmerei Holzbau Sägewerk Kleewein

    Auch Solarglas lässt sich als Bedachung verwenden. In diesem Fall spricht man von einem Solardach bzw. einem Solarcarport. So wird Solarstrom erzeugt, mit dem sich Elektrofahrzeuge umweltfreundlich betanken lassen. Auch auf Glas prallt Niederschlag hörbar auf.

    Die nächste Möglichkeit ist EPDM Folie (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk). Die Folie ist dicht und einfach zu verarbeiten. Regen und Hagel verursachen darauf vergleichsweise wenig Geräusche. EPDM Folie kann auch als Untergrund (Dachhaut) für ein Gründach dienen. Dieses verleiht dem Carport ein natürliches Aussehen und schützt die darunterliegende Dachhaut und Dachkonstruktion vor Sonnenlicht (UV-Strahlung), Niederschlag (Regen, Hagel) und Frost. Es bietet auch hervorragende Schalldämmung.

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    Carport Dächer müssen Schneelasten und andere Umwelteinflüsse aushalten. Quelle: Zimmerei Holzbau Sägewerk Kleewein

    Bitumendachpappe gilt als traditionelle Dacheindeckung für kleinere Dächer auf Gartenhäusern, Garagen, Schuppen oder Carports. Bitumen kann in Form von Dachbahnen, Bitumenschindeln oder Wellpappe-Dachplatten eingesetzt werden. Auf Dachpappe und Bitumen prallt Niederschlag leise auf.

    2.2 Satteldacheindeckungen

    Auch für Carports mit Satteldächern stehen unterschiedliche Eindeckungsmaterialien zur Auswahl: Dachpfannen bzw. Dachziegel (Dachziegel aus Ton, Dachsteine aus Beton, Dachschindeln aus Ton oder Holz), Blech sowie Dachpappe und Bitumen (Dachbahnen und Schindeln).

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    Carports mit Satteldächern werden häufig Dachpfannen eingedeckt. Quelle: Zimmerei Holzbau Sägewerk Kleewein

    Die am häufigsten vorkommende Dachdeckung für Carports mit Satteldächern sind klassische Tonziegel. Hier bietet sich die Möglichkeit, dieselbe Eindeckung zu wählen, die auch auf dem Hausdach verbaut ist, um so ein sehr harmonisches Gesamtbild zu erzielen. Weil Dachziegel ein signifikantes Gewicht besitzen und der Carport darüber hinaus auch Wind- und Schneelasten standhalten muss, ist ein entsprechend stabiles Gestell unverzichtbar. Carports mit Steildächern benötigen einen Dachstuhl, der meistens als einfache Variante des Sparrendachs ausgeführt wird. Zudem lässt sich unter dem Satteldach ein Dachraum mit festem Boden schaffen, den die Besitzer als Lager- und Stauraum für leichte Gegenstände nutzen können.

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    Nicht nur beim Bau, sondern auch bei der Planung Ihres Carports werden modernste Mittel eingesetzt, einschließlich 3D Visualisierung. Quelle: Zimmerei Holzbau Sägewerk Kleewein
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    Autor: DaiBau Magazin
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