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    Schichtholz und Sperrholzplatten

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    In der Forstwirtschaft werden mit dem Begriff Schichtholz Rohholzstapel bezeichnet, in der Bau- und Möbelindustrie hingegen Holzprodukte wie etwa Brettschichtholz oder auch Sperrholzplatten. Brettschichtholz und Brettsperrholz unterscheiden sich nicht nur im Aufbau, im Verwendungszweck und im Preis.
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    Schichtholz, Quelle: lh4.com
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    1. Was ist Schichtholz?

    Der Begriff „Schichtholz“ hat zwei Bedeutungen: In der Forstwirtschaft versteht man darunter zu Stapeln aufgeschichtetes Rohholz, während in der Bau- und Möbelindustrie mit diesem Begriff meistens zu Schnittholz und Holzwerkstoff verarbeitete Holzprodukte bezeichnet werden (z. B. Brettschichtholz, Balkenschichtholz und Furnierschichtholz).

    1.1 Schichtholz in der Forstwirtschaft

    Jeder Spaziergänger oder Wanderer kennt sie: die am Wegesrand im Wald aufgeschichteten Rohholzstapel. Frisch gefällte und entastete Baumstämme werden seit Jahrhunderten auf diese Weise gestapelt, weil dadurch das Abtransportieren wesentlich erleichtert wird. Zudem muss für den Verkauf nicht jeder Stamm einzeln vermessen werden, da die Holzmenge leicht nach Raummetern berechnet werden kann.

    1.2 Schichtholz in der Bau- und Möbelindustrie

    In der Bau- und Möbelindustrie versteht man unter Schichtholz Holzprodukte aus Schichtholz oder auch Sperrholz aus mindestens 3 Schichten.

    2. Sperrholz und Sperrholzplatten

    Sperrhölzer sind plattenförmige Holzwerkstoffe aus mindestens drei miteinander verleimten und verpressten Holzlagen. Sie werden aus Laub- und/oder Nadelholzfurnieren hergestellt, wobei der Faserverlauf von zwei übereinanderliegenden Lagen jeweils im Winkel von 90° steht (die Holzlagen sind „gesperrt“). Zu den bekanntesten Sperrholzplatten gehören Platten aus Brettsperrholz, welches auch als BSP oder CLT (abgeleitet von englischen cross laminated timber) bekannt ist. Platten oder Tafeln aus Brettsperrholz bestehen meist aus 3, 5 oder 7 Brettlagen und werden in Stärken von bis zu 1 m und Längen von bis zu 25 m hergestellt. Infolge transportbedingter Einschränkungen beträgt die durchschnittliche Tafelgröße jedoch nur gut 4 × 10 m. Die zweite, im Möbelbau und im Innenausbau häufig zur Anwendung kommende Art von Sperrholzplatten ist Furniersperrholz, das aus mehreren Schälfurnierschichten hergestellt wird. Und auch bei der berühmten Tischlerplatte handelt es sich um Sperrholz (Stabsperrholz).

    3. Brettschichtholz, Balkenschichtholz und Furnierschichtholz

    Anders als bei Sperrholzplatten sind bei Schichtholzplatten die Brettlagen nicht rechteckig zueinander, sondern in gleicher Faserrichtung angeordnet. Die bekannteste Variante ist Brettschichtholz (BSH). Wenn statt Brettern Balken mit größeren Einzelquerschnitten verwendet werden, spricht man von Balkenschichtholz. Furnierschichtholz bzw. FSH oder LVL (abgeleitet von englischen laminated veneer lumber) besteht dagegen aus Schälfurnieren, die in der Regel aus Nadelholz hergestellt sind.

    3. Unterschiede im Verwendungszweck

    Brettschichtholz und Brettsperrholz unterscheiden sich nicht nur im Aufbau, sondern auch im Verwendungszweck. Mit Brettsperrholz werden großflächige Bauteile wie Wände, Böden und Bodentrennung hergestellt. Brettschichtholz wird dagegen typischerweise für das tragende Skelett eines Gebäudes (Sparren, Balken, Säulen usw.) verwendet. Da es auch in jeder beliebigen Form hergestellt werden kann, eignet sich Brettsperrholz hervorragend für Terrassenüberdachungen und Carports aus Holz.

    4. Sperrholzplatten und Brettschichtholz – Preis

    Die Quadratmeterpreise von Sperrholzplatten hängen am meisten von der Plattenstärke und der verwendeten Holzart ab. Sperrholzplatten aus Birke oder Fichte kosten zwischen 14 und 23 €/m². Platten aus Pappelholz kosten 12 €/m² oder sogar weniger. Die Preise für Brettschichtholz werden entweder in Kubik- oder in Laufmetern angegeben und liegen je nach Dimensionen (Länge, Breite, Stärke) und Holzart bei 7 bis 33 €/lfm.

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    Autor: Daibau Magazin

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