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    Holzfassade, Preis von Holzfassaden

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    Wir sind uns alle darüber im Klaren, dass die Fassade den ersten Eindruck von einem Gebäude vermittelt. Doch trotz unseres Holzreichtums werden Holzfassaden in Österreich weniger häufig ausgeführt als verputzte Fassaden. Eine gut geplante und ausgeführte Holzfassade lässt das Gebäude schöner und natürlicher aussehen, darüber hinaus trägt sie zu seiner Nachhaltigkeit bei.
    Fachartikel 1228
    holzfassade
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    1. Herstellung einer Holzfassade

    Die Konstruktion einer Holzfassade setzt sich aus drei Hauptkomponenten zusammen. Die Hauswand, an welcher die Fassade befestigt wird, kann aus Holz, Beton oder Ziegelsteinen bestehen – die Anker für die Fassade müssen mit Hinblick auf das Material ausgewählt werden. Die erste Schicht bildet die (1) Dämmung. In der Regel wird Steinwolle verwendet, weil sie sich leicht zwischen den Aluminium-Ankern platzieren lässt. Die Länge der Anker wird an die Dämmstärke angepasst, die zwischen 5 und 20 cm betragen kann. Dann werden auf L oder T (2) Profilen Holzlatten befestigt, zwischen denen eine Luftbrücke besteht. Diese Unterlattung dient als Stütze für die finale Schicht der Holzfassade, die an die Wünsche des Bauherrn und die Pläne des Architekten angepasst wird.

    Sehr wichtig sind die Abstände zwischen den Latten und ihre Ausrichtung. Während vertikale Unterlattung keine Probleme verursacht, ist bei der horizontalen Anbringung der Latten darauf zu achten, dass das Niederschlagswasser nicht hinter die Fassade gelangen kann.

    Expertenrat des Unternehmens Jakob Moser

    Welche Vorteile von Holzfassaden würden Sie hervorheben?

    Einer der vielen Vorteile von Holzfassaden ist die Verwendung von Holz, da es ein nachhaltiger Baustoff ist, der CO2 speichert. Das Holz der Fassade kann von nachfolgenden Generationen recycelt und verheizt werden. Eine Holzfassade ist üblicherweise wartungsfrei und hat eine Lebenszeit von 50 Jahren. Bei einer Lärchenfassade, die nicht gewittert wird, ist die Lebenszeit noch länger.

    Für die Dämmung einer Holzfassade ist als Unterkonstruktion Mineral- oder Steinwolle zu empfehlen. Beide sind atmungsaktiv und haben einen hohen Dämmwert. 

    Was ist bei Holzfassaden wichtig?

    Wenn sich jemand für eine Holzfassade entscheidet, sollte schon darauf geachtet werden, dass heimische Hölzer verwendet werden, die in heimischen Betrieben verarbeitet werden und nicht von irgendwo hierher importiert werden, wie es zum Beispiel oft mit Sibirischer und Kanadischer Lärche der Fall ist.

    Herr Moser, Jakob Moser

    2. Geeignete Holzarten

    2.1 Sibirische Lärche

    Eine Holzfassade aus Lärche besitzt eine sehr gute natürliche Witterungsbeständigkeit, weshalb sie eigentlich keinen zusätzlichen chemischen Schutz benötigt. Lärche setzt unter dem Einfluss von UV-Strahlung eine silbergraue Alterspatina an, die ihr Aussehen veredelt. Je älter das Holz, desto schöner und beständiger ist seine Farbe. Die Veränderung der natürlichen Farbe der Holzfassade ist nämlich ein natürlicher Prozess, der auch bei allen anderen Holzarten einsetzt.

    Wer jedoch die Farbe von frischem Holz dauerhaft erhalten möchte, muss das Holz mindestens zweimal mit einer farblosen Dünnschicht-Lasur streichen. Der Anstrich muss alle zwei bis drei Jahre erneuert werden. Lärche gehört der mittleren oder niedrigen Preisklasse an und ihre Widerstandsfähigkeit ist mit der von Kiefernholz vergleichbar. Fassaden aus Lärchenholz sind hart bis mittelhart.

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    Holzfassaden aus Lärche sind sehr widerstandsfähig und benötigen daher keinen zusätzlichen chemischen Schutz.

    2.2 Fichte

    Fichtenholz ist weniger witterungsbeständig, weshalb es an Holzfassaden immer mit einem chemischen Schutzmittel behandelt werden muss. Zuerst muss das Holz imprägniert werden, um seine Beständigkeit zu verbessern und es vor Witterungseinflüssen zu schützen. Abschließend muss die Holzfassade aus Fichtenholz mit mehreren Schichten einer farblosen dünnschichtigen Lasur behandelt werden. Fichtenholz gilt als sehr weiches Holz, das empfindlich auf mechanische Beschädigungen reagiert.

    3. Sonnenschutz

    Eine traditionelle Lösung, welche das Aussehen der Fassade abrundet, sind Fensterläden. Diese bieten zugleich effektiven Sonnenschutz und schützen das Fensterglas vor äußeren Einflüssen. Allerdings setzen sich in der modernen Architektur zunehmend Schiebeelemente als alternativer Sonnenschutz durch. Diese Brise-Soleil (Brisesoleil) genannten schienengeführten Abschirmvorrichtungen aus Holz bieten wirksamen Sonnenschutz und tragen zugleich zum modernen Aussehen der Holz- oder Putzfassade bei.

    Das Gerüst für diesen verschiebbaren Sonnenschutz bilden pulverbeschichtete Metallprofile oder Holzprofile, in welche gemäß dem Architektenplan Holzleisten in beliebigen Abständen eingesetzt werden. Die Führungen bestehen aus Metall, meistens werden sie aus Aluminium gefertigt. Räder ermöglichen das Gleiten der Sonnenschutzelemente auf den Aluminium-Schienen.

    4. Wartung von Holzfassaden

    Fachgerecht ausgeführte Holzfassaden und Sonnenschutzelemente sind ausgesprochen haltbar. Wenn Sie Gefallen am natürlichen Alterungsprozess des Holzes und seiner silbergrauen Patina finden, wird Ihre Fassade ohne besondere Wartungsmaßnahmen mehrere Jahrzehnte überdauern. Falls Sie aber das Aussehen von frischem Holz auf ihrer Fassade erhalten möchten, ist Imprägnierung notwendig. Öle, die etwa 16 €/Liter kosten, müssen bereits im nächsten Jahr erneut aufgetragen werden. Hochwertigere Öle, die an die 40 €/Liter kosten, müssen dagegen alle 3 bis 4 Jahre aufgetragen werden.

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    Fachgerecht montierte Holzfassaden sind äußerst langlebig. Wenn Ihnen die natürliche, graue Alterspatina des Holzes gefällt, müssen Sie an der Fassade jahrzehntelang keine besonderen Pflegemaßnahmen durchführen.

    5. Preis von Holzfassaden

    Der Preis von Holzfassaden hängt natürlich von der Qualität des Holzes, der Dämmstärke und der Ausführungsweise ab. Der Preis einer Holzfassade aus sibirischer Lärche inkl. Unterlattung und Steinwolle-Dämmung mit einer Dämmstärke von 15 cm beträgt 100 bis 150 €/m2.

    Fachartikel 1228
    Autor: Daibau Magazin

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