Blechdach: robuste Dacheindeckung auch für den privaten Hausbau

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    Blechdächer wurden lange Zeit vorwiegend als Dacheindeckungen für Industriegebäude, Garagen und Lauben, später auch für Flach- und Pultdächer eingesetzt. Doch in den letzten Jahren erfreut sich diese langlebige und pflegeleichte Dacheindeckung auch im privaten Wohnungsbau (vor allem bei Sanierungen) wachsender Beliebtheit. Der Grund dafür liegt in den Vorteilen dieses Dacheindeckungsmaterials, denn Blechdächer sind kostengünstig, haben ein geringes Gewicht und eine vergleichsweise lange Lebensdauer (korrekte Verarbeitung vorausgesetzt). Außerdem lassen sie sich auch als architektonisches Gestaltungselement einsetzen.
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    1. Materialien für Blechdächer

    Als Blechdächer werden alle Dächer bezeichnet, die mit einer Eindeckung aus Metall ausgestattet sind. Die Bezeichnung „Blech“ meint kein bestimmtes Material, sondern ein Herstellungsverfahren, bei dem ein Metall zu einer Tafel ausgewalzt wird, deren Breite und Länge deutlich größer ist als ihre Dicke. Deswegen kommen für Blechdächer unterschiedliche Metalle infrage.

    1.1 Verzinktes Stahlblech

    Blechdächer aus verzinktem Stahlblech stellen die einfachste, günstigste und am häufigsten anzutreffende Variante des Blechdaches dar. Verzinktes Stahlblech gilt als Standardmaterial für Trapezblechdächer. Es ist in vielen verschiedenen Profilen und Farbvarianten erhältlich, weshalb es zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Verzinkte Bleche sind sehr tragfähig, kompakt und mechanisch stabil.Stahlprofilbleche.jpg

    Gegenüber Aluminium hat Stahlblech den Vorteil, dass es einfach gelötet werden kann. Der Nachteil dieses Materials besteht darin, dass ein zuverlässiger Korrosionsschutz an schlecht zugänglichen Stellen schwer zu gewährleisten ist. Nach einer Beschädigung der Zinkschicht kann die korrosionsbedingte Zerstörung des Materials kaum verhindert werden und eine Erneuerung des Korrosionsschutzes ist mit hohen Wartungskosten verbunden. Dieses Problem besteht auch bei der Montage, weil dabei ein Trapezblech durchbohrt werden muss. Die Gefahr vergrößert sich, wenn Schrauben verwendet werden, die nicht zum Metall des Daches passen. Die Verwendung von Stahlblech ist vor allem dann zu empfehlen, wenn auf niedrige Anschaffungskosten Wert gelegt wird.

    1.2 Titanzink

    Das sehr langlebige und robuste Titanzink zählt zu den am weitesten verbreiteten Metallen für Blechdächer. Es kommt auch vor, dass es nur für die Traufbleche verwendet wird, denn es ist nicht nur besonders haltbar und stabil, sondern auch doppelt so teuer wie normal galvanisiertes Stahlblech. Blechdächer aus Titanzink setzen bei Bewitterung eine Patina an, die nicht nur optisch ansprechend ist, sondern auch einen optimalen Korrosionsschutz darstellt. Außerdem verbessert Bewitterung die Haftung von Anstrichen (auf frischem Zink haften diese nicht so gut).

    Titanzink kann problemlos in Kombination mit Aluminium, verzinktem Stahl, nicht rostendem Stahl und Blei verbaut werden. Von der Kombination mit Kupfer ist allerdings abzuraten, weil es dadurch zu Elektrokorrosion kommen könnte. Titanzinkbleche lassen sich sehr gut löten und sind vollständig wiederverwertbar. Die Verarbeitung von Titanzink erfordert Temperaturen von mehr als 10 °C, denn bei niedrigeren Temperaturen ist das Material spröde. Titanzink ist sehr anfällig auf Verlege- und Konstruktionsfehler, bei Temperaturschwankungen kann es zu großen Längenänderungen kommen.

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    1.3 Aluminium

    Aluminium ist robust und besitzt eine lange Lebensdauer. Das Material ist zwar leicht verarbeitbar, doch seine Weichheit ist der Hauptgrund dafür, dass es wesentlich seltener verwendet wird als verzinktes Stahlblech. Gewalztes Aluminium ist extrem empfindlich gegen Kratzer und Schläge. Aluminium rostet nicht und weist daher eine sehr hohe Korrosionsbeständigkeit auf. Bei Aluminium besteht auch an seinen Befestigungsstellen und bei Schwitzwasserbildung keine Korrosionsgefahr.

    Blechdächer aus Aluminium sind in eloxierter oder beschichteter Form erhältlich und die zur Auswahl stehende Farbpalette ist sehr breit. Das neben den herkömmlichen Beschichtungen aus Lack oder Kunststoff-Pulver zur Verfügung stehende Verfahren des Eloxierens erzeugt einen besonders ästhetischen, edlen Schimmer, welcher das gesamte Gebäude optisch aufwertet. Das Verfahren hat jedoch auch eine Kehrseite: eloxierten Flächen sind besonders kratzeranfällig und können anschließend auch kaum nachgebessert werden. Weil Aluminium extrem leicht ist, können damit auch statisch anspruchsvolle Konstruktionen umgesetzt werden. Bei der Kombination mit anderen Metallen wie Blei, nicht rostendem Stahl, verzinktem Stahl oder Titanzink entstehen keine Probleme.

    1.4 Kupferblech

    Kupferbleche sind seit Jahrhunderten als Dacheindeckung von Kirchtürmen und anderen historischen Gebäuden im Gebrauch, aber auch in der modernen Architektur sind sie recht beliebt. Kupfer ist das traditionellste Material für Blechdächer, doch es ist auch teuer und exklusiv (der hohe Preis wird allerdings durch geringere Wartungskosten relativiert). Dabei ist es sehr langlebig und überzeugt durch seine optisch ansprechende Alterspatina. Kupfer weist auch bei niedrigen Temperaturen eine gute Verformbarkeit auf und kann deswegen problemlos auch im Winter verarbeitet werden. Mit Kupfer lassen sich auch komplizierte Bauanschlüsse ausführen und die Anfälligkeit des Materials für Verlege- und Konstruktionsfehler ist gering. Das Problem der Unterseitenkorrosion tritt beim Kupferdach so gut wie gar nicht auf. Der Nachteil von Kupfer besteht in seiner Unverträglichkeit mit anderen Metallen (vor allem mit Zink).

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    1.5 Edelstahl

    Dächer aus Edelstahl sind sehr dauerhaft und gleichbleibend ästhetisch. Allerdings sind Dacheindeckungen aus Edelstahl extrem teuer und kommen daher nur selten zum Einsatz. Edelstahl eignet sich vor allem für Dächer mit höchsten Anforderungen an die Lebensdauer und die Korrosionsbeständigkeit. Edelstahl ist gegen viele Säuren und Laugen sowie gegen Kalk, Zement, Bitumen und die Abgase von Ölheizungen beständig. Vor allem gebürsteter Edelstahl ist sehr unempfindlich gegen Kratzer. Überdies ist Edelstahl sehr tragfähig und auch für die Aufnahme von Dachaufbauten wie Solarthermischen oder Fotovoltaik-Modulen besonders gut geeignet. Wenn es mit Zink oder Kupfer kombiniert wird, tritt keine Kontaktkorrosion auf. Zu den Nachteilen von Edelstahldächern gehören der höhere Verarbeitungsaufwand und die erhöhten Montage- und Herstellungskosten. Edelstahlbleche können nicht farblichen gestaltet werden und an den Oberflächen kann es ggf. zu farblichen Auffälligkeiten kommen.

    2. Vorteile von Blechdächern

    Neben den oben aufgezählten Vor- und Nachteilen der einzelnen Metalle gibt es auch allgemeine Vorteile von Blechdächern.

    Der erste zu erwähnende Vorteil besteht darin, dass Blechdächer grundsätzlich für fast jede Dachform geeignet sind. Zwar wird Blech hauptsächlich für Flachdächer und Pultdächer verwendet, doch auch andere Dachformen, wie Satteldächer oder Walmdächer sind problemlos umsetzbar. Je nach architektonischer Planung sind selbsttragende und nicht selbsttragende Dachkonstruktionen realisierbar. Hierbei ist zu erwähnen, dass Blechdächer aus Zink, Kupfer, Aluminium oder Edelstahl in vielfältiger Optik und diversen Modellen und Farben erhältlich sind, weshalb sie optisch an das Erscheinungsbild eines Hauses angepasst werden können.

    Der zweite Vorteil besteht in der Stabilität. Blechdächer zeichnen sich durch hohe Festigkeit und Strapazierfähigkeit aus. Durch eine Kunststoffbeschichtung lässt sich das Dach vor hitzebedingten Ausdehnungen schützen, was insbesondere bei Zinkdächern wichtig ist.

    Kappenmetalldach

    Der dritte Vorteil liegt im geringen Wartungsaufwand. Blechdächer sind viel robuster als Faserzement- oder Ziegeldächer. Deswegen ist weder mit laufenden Reparaturen noch mit einem Austausch kaputter Ziegel oder Dachsteine zu rechnen.

    Blechdächer sich auch nachhaltig, da Metalle wie Titanzink vollständig und kostengünstig recycelbar sind.

    Ein wichtiger Vorteil ist die Witterungs-, Feuer- und Blitzfestigkeit vom Blechdächern. Vor allem in Gebieten mit häufigen Wetterumschwüngen und hohen Temperaturschwankungen ist eine Dachdeckung aus Metall eine deutlich bessere Wahl als etwa Holzschindeln oder Tonziegel. Bei einem Sturm können einzelne Teile eines Metalldachs nicht vom Dach fliegen. Wenn das Dach geerdet ist (dies wird meist Regel über eine metallische Regenrinne gewährleistet), bietet es hervorragenden Blitzschutz. Auch die Brandwiderstandseigenschaften von Blechdächern sind ausgezeichnet, weshalb im Falle eines Hausbrandes das Dach selbst nicht brennt und es stürzt auch nicht so schnell ein.

    Ein weiterer Vorteil ist das geringe Gewicht, weshalb Blechdächer auch für ältere Dachkonstruktionen verwendet werden können, ohne den Dachstuhl austauschen zu müssen. Aus diesem Grund werden Blechdächer oft bei Sanierungen ausgeführt.

    Expertenrat des Unternehmens Spenglerei Postica e.U.

    Welche Vorteile bietet Blech im Vergleich zu anderen Dacheindeckungen?

    Ein großer Vorteil beim Metalldach ist seine Stabilität. Weitere Vorteile sind sein geringes Gewicht und Langlebigkeit. Dächer aus Metall verfügen über eine hohe Festigkeit und sind strapazierfähig.

    Metalldächer brauchen im Vergleich zu Dächern mit Ziegeln oder anderen Varianten eine sehr lange Zeit lang keine Reparaturen oder Wartung.

    Im Gegensatz zu Dächern aus Holz oder einer Dacheindeckung mit Tonziegeln sind Metalldächer weniger witterungsanfällig. Dadurch eignen sie sich vor allem in Gebieten, in denen es häufig zu Wetterumschwüngen und hohen Temperaturschwankungen kommt. Anders wie bei einem mit Ziegel gedeckten Dach können einzelne Teile bei einem Sturm nicht davon fliegen.

    Dächer aus Metall stellen einen idealen Blitzschutz dar. Dieser ist mit dem Blitzschutz eines Autos zu vergleichen. Die einzige Voraussetzung ist, dass das Dach geerdet ist. Dies übernimmt in der Regel eine metallische Regenrinne.

    Welche Aufgaben übernimmt ein Spengler beim Blechdach?

    Spengler werden auf jedem Dach benötigt und ein Dach hat jedes Haus!

    Der Spengler ist für die vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten von Blech zuständig. Spengler statten Gebäude mit den Bauteilen aus, die ein Haus wetterfest machen: Mettaleindeckungen, Dachrinne, Ablaufrohr, Fassaden, Kamineinfassung, Fensterbänke, Mettalanstriche & vieles mehr ...... Spengler übertragen die Abmessungen auf das Blech und schneiden es zu, sie biegen in der Werkstatt Bauteile in die gewünschte Form und verbinden einzelne Teile durch Falzen, Löten, Nieten und Schweißen die sie später am Gebäude montieren.

    Auf der Baustelle sind Spengler körperlich gefordert. Sie arbeiten bei jeder Witterung im Freien und bewegen sich schwindelfrei auf Dächer und Gerüsten. Dabei schützen sie sich mit der geeigneten Sicherheitsausrüstung gegen Absturz und andere Gefahren. Sie beachten stets die Sicherheitsvorschriften, treffen Maßnahmen zur Unfallverhütung und tragen die persönliche Schutzausrüstung.

    Könnten Sie uns sagen, wie lange die Montage eines Blechdaches dauert? Und wie sieht es mit den Kosten aus?

    Die Dauer der Montage eines Blechdachs ist abhängig von der Dachneigung, Gaupen, Fenster, Kaminen und anderen Faktoren. Die Montage eines einfachen Satteldachs bei einer Neigung von 20 Grad dauert ca. 20 Minuten und bei einer Neigung von 45 Grad 45 Minuten pro Quadratmeter.

    Den Preis eines Blechdaches kann man pauschal nicht angeben. Er wird sowohl von der Art des Dachs als auch von der Art des verwendeten Blechs beeinflusst.

    Herr Postica, Spenglerei Postica e.U.

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    Autor: DaiBau Magazin
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