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Holzterrasse Preise

Was kostet eine Holzterrasse? Der Preis hängt von den Dimensionen der Holzterrasse (mindestens 3 × 3 m), dem Material (Holz, Stein, Keramik), der Montageart, dem Gelände (eben oder geneigt) und nicht zuletzt vom Anbieter ab. Der Preis für die komplette Ausführung einer Holzterrasse mit einer Unterkonstruktion von bis zu 20 cm beträgt 90 bis 150 EUR/m².

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Holzterrassen Kosten

Holzterrasse bauen - Preis & Kosten

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Holzterrassen - Alles, was Sie wissen müssen

Der Bau einer Holzterrasse ist ein wundervolles Projekt, das Sie in den Sommermonaten in Angriff nehmen können. Eine Terrasse ist der perfekte Ort, um Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen, Picknicks und Spiele zu veranstalten, sich zu sonnen oder anderen angenehmen Aktivitäten im Freien nachzugehen. Wir haben für Sie einige Tipps vorbereitet, die Ihnen dabei helfen werden, Ihre Holzterrasse leichter zu planen und auszuführen.

Holzterrasse
Eine Holzterrasse ist der ideelle Platz für Zusammenkünfte, Picknicks, Spiele, Sonnenbäder uns andere Freizeitvergnügungen.

1. Holzterrasse – alles, was Sie wissen müssen

1.1 Unterschiedliche Stile von Holzterrassen

Sie können zwischen unterschiedlichen Stilen von Holzterrassen wählen. Zuerst müssen Sie sich entscheiden, ob Sie sich eine kleinere Terrasse für gemütliches Beisammensein oder eine große Terrasse für größere Picknicks und Partys wünschen. Dann müssen Sie sich entscheiden, wie Ihre Terrasse aussehen soll.

1.2 Größe der Holzterrasse

Die Terrassengröße gehört zu den wichtigsten Faktoren bei der Planung einer Holzterrasse. Soll es eine kleine Terrasse werden, auf der Sie und Ihr Partner gemütliche Abende verbringen werden? Solche Terrassen sind aufgrund des geringen Materialbedarfs kostengünstig. Vielleicht wünschen Sie sich aber eine Terrasse, auf der Sie häufig Gäste empfangen können. Die Terrasse kann sich vor oder hinter dem Haus befinden, sie kann sich aber auch um die Hausecke winden, falls genug Platz vorhanden ist. So werden Sie ausreichend Platz für den Grill, Tische, Stühle und alles andere haben. Und die Gäste werden genug Platz haben, sich auf Ihrer neuen Terrasse zu bewegen.

2. Unterschiedliche Materialien für Holzterrassen

Der Bau einer Terrasse ist eine kostengünstige Art, die Wohnfläche in Ihrem Zuhause zu vergrößern, denn sie ist eine Art äußeres Wohnzimmer. Die Kosten für den Bau einer Terrasse hängen vor allem von der Größe und den ausgewählten Materialien ab. Wenn Sie mehr über Vor- und Nachteile – und Preise – verschiedener Werkstoffe erfahren möchten (einschließlich naturbelassenem Holz, kesseldruckimprägniertem Holz und Verbundwerkstoffen) erfahren möchten, können Sie hier mehr dazu lesen.

2.1 Holz

Eine Terrasse aus naturbelassenem Holz fühlt sich angenehm an. Wenn die Lufttemperatur niedrig ist, bleibt das Holz warm und bei hoher Temperatur heizt es sich nicht so sehr auf wie andere Materialien. Kiefer ist die kostengünstigste Variante, aber auch die am wenigsten beständige. Der zweite Vorteil von Holz ist seine Saugkraft, weshalb die Terrassenoberfläche bei Regen oder in Poolnähe weniger nass und rutschig ist. Einige Holzarten – einschließlich Lärche und Sibirische Lärche, Mammutbaum und Zeder – sind weniger anfällig für Fäulnis und Insektenbefall als andere Holzarten. Damit die Holzdielen langfristig Ihr schönes Aussehen behalten, müssen sie jedes Jahr geölt oder mit einem anderen Schutzmittel behandelt werden. Teak ist eine besonders haltbare Holzart, dafür aber auch eine der teuersten. Wenn Sie es sich leisten können, tiefer in die Tasche zu greifen, ist Teakholz in Anbetracht seiner langen Lebensdauer trotzdem eine gute Wahl. Die meisten Holzarten verfärben sich unbehandelt auf natürliche Weise silbergrau. Falls Sie das Holz mit einer Lasur behandeln möchten, beachten Sie, dass Sie den Anstrich jedes Jahr werden erneuern müssen. Die Behandlung des Holzes mit schützenden Anstrichen oder Holzöl verlängert die Lebensdauer der Terrassendielen. Tropenhölzer sind dichter und fettiger, deshalb verbiegen sie sich nicht und sind beständiger. Ihre Nachteile bestehen darin, dass sie teurer sind und sich schwerer bearbeiten lassen. Außerdem ist die Verwendung von Tropenhölzern weitaus weniger umweltfreundlich als die Verwendung heimischer Hölzer. Sie sollten nur dann verwendet werden, wenn sie mit dem FSC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft ausgestattet sind. Tropenhölzer sind Ipe, Teak, Bangkirai, Jaboty (Cambara) oder Meranti. Sie stammen größtenteils aus Zentral- und Südamerika oder Südostasien.

2.2 Kesseldruckimprägniertes Holz

Was ist kesseldruckimprägniertes Holz? Kesseldruckimprägnierung ist ein Konservierungsverfahren, das dem Holz Resistenz gegen Witterungseinflüsse, Befall durch Insekten und Mikroorganismen sowie Fäulnis verleiht. Die am häufigsten zur Kesseldruckimprägnierung verwendeten Chemikalien sind quaternäres alkalisches Kupfer (ACQ), Kupferazol (CA) und mikronisiertes Kupferazol (MCA). Kesseldruckimprägniertes Terrassenholz kostet etwa um die Hälfte weniger als naturbelassene, unbearbeitete Terrassendielen.

2.3 WPC und Verbundwerkstoffe

Verbundwerkstoffe (auch WPC bzw. Wood-Plastic-Composite) für Terrassen vereinen Kunststoff und Holzfaser. In der Regel sind solche Terrassenbeläge etwas teurer als Holzdielen. Dafür müssen sie aber nicht gestrichen, geölt oder saniert werden. Verbundwerkstoffe sind sehr haltbar – Sie können damit rechnen, dass diese auf der Terrasse bis zu 25 Jahre überdauern werden, weshalb Sie weniger Kosten mit Reparaturarbeiten und Dielentausch haben und langfristig bares Geld sparen werden. Verbundwerkstoffe sind in vielen verschiedenen Farben erhältlich und Sie können diese auch selbst mit unterschiedlichen Farbanstrichen versehen.

2.4 Terrassenbelag aus Bambus

Terrassenbeläge aus Bambus sind etwas relativ Neues. Sie werden aus Bambusfasern hergestellt, die unter Druck miteinander verklebt werden. Der sehr stabile und haltbare Werkstoff hat eigentlich nur einen Nachteil, und zwar seine Anfälligkeit für Rissbildung. Rissen lässt sich vorbeugen, indem der Bambus jedes Jahr mit Öl oder einem anderen schützenden Anstrich versehen wird.

3. Holzterrasse – selber bauen oder lieber Profis beauftragen?

Wenn Sie nur eine einfache kleine Terrasse bauen, können Sie diese vielleicht in Eigenleistung ausführen. Terrassen mit nur einer Ebene lassen sich vergleichsweise leicht bauen und die Ausführung nimmt nicht zu viel Zeit in Anspruch. Prüfen Sie zuvor den Untergrund, auf dem Sie bauen, denn dieser muss fest genug sein. Auch die Unterkonstruktion muss richtig befestigt werden, damit die Terrasse auch stabil ist. Falls Sie jedoch eine Terrasse mit mehreren Ebenen planen, die auch noch Treppen, Windungen und vielleicht auch einen Whirlpool besitzt, ist es auf jeden Fall besser, ein Fachunternehmen zu beauftragen.

3.1 Vermessung und Plan der Terrasse

Zu den wichtigsten Aspekten des Terrassenbaus gehört die präzise Ausführung und mehrmalige Überprüfung der Vermessungen des für die Terrasse vorgesehenen Bereichs. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die Konstruktion auch wirklich passt. Ganz besonders wichtig ist das in Ecken und in Zaunnähe, weil es in diesen Bereichen nur wenig Platz für Fehler gibt. Außerdem ist es wichtig, beim Terrassenbau geeignete Befestigungselemente zu verwenden, weil diese einen entscheidenden Einfluss auf die Stabilität der Terrasse ausüben. Falls Sie Verbundwerkstoffe verwenden, müssen Sie die Dimensionen der einzelnen Teile gut kennen (maximale Länge der Terrassendiele usw.), was vor allem beim Bau von Stufen wichtig ist. Beim Bau einer Holzterrasse sind viele verschiedene Faktoren zu beachten. Bevor Sie mit dem Bau beginnen, müssen Sie eine genaue Vorstellung davon haben, wie Ihre Holzterrasse aussehen soll. Von der Form, der Größe, der Anzahl der Terrassenebenen und des ausgewählten Materials hängen die Ausführungsweise (in Eigenleistung oder durch ein Fachunternehmen) und die Kosten für die Terrasse ab.

3.2 Tipps für den Bau einer Holzterrasse

Nachdem Sie die zugrundeliegenden Pläne für Ihre Holzterrasse angefertigt und sich entschieden haben, wie groß die Terrasse sein soll und welchem Zweck sie dienen soll, ist es an der Zeit, das Material zu kaufen und mit dem Bau zu beginnen. Es ist wichtig zu wissen, wie eine Terrasse angelegt wird, ungeachtet dessen, ob sie aus Hartholz oder aus Verbundwerkstoffen gebaut wird. Auch dem Aussehen Ihrer Terrasse sollten Sie bereits in der Planungsphase viel Beachtung schenken. Die Optik der Terrasse sollte an das Haus und seine Umgebung angepasst werden. Bevor Sie mit dem Verlegen der Terrassendielen beginnen, sollten Sie sich vergewissern, ob das Holz auch richtig getrocknet ist. Das ist wichtig, damit das Arbeiten (Dehnen und Zusammenziehen) des Holzes gering und die Stabilität der Terrasse hoch bleibt. Unter den Trägern sollten mindestens 18 cm Freiraum vorhanden sein und die Seiten sollten offen sein, damit die Belüftung kreuz und quer erfolgen kann. Terrassendielen, die auf die passende Länge zugeschnitten werden, müssen innerhalb von 24 Stunden an der Terrassenkonstruktion befestigt werden. Wenn Sie Dielen aus Verbundwerkstoffen verwenden, müssen Sie die temperaturbedingte Dehnung berücksichtigen. Das ist eine Schwierigkeit, die bei Verbundwerkstoffen vorhanden ist, weil sie teilweise aus Kunststoff bestehen, bei natürlichem Holz tritt dies jedoch nicht auf. Temperaturbedingte Dehnung bedeutet, dass sich das Terrassendeck ständig dehnt und zusammenzieht, weil es das ganze Jahr über Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.

3.3 Terrassenschutz

Wenn die Unterkonstruktion steht und mit Holz beplankt ist, können Sie sich gratulieren, denn der schwierigste Teil liegt hinter Ihnen. Nun muss die Terrasse nur noch mit einem schützenden Anstrich versehen werden, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen, die sonst das Holz beschädigen würden. Der Schutz der Terrasse ist fast genauso wichtig wie die richtige Ausführung. Nachdem der Schutzanstrich getrocknet ist, benetzen Sie Ihre Holzterrasse, um zu prüfen, ob der Holzschutz ausreichend ist. Falls die Tropfen vom Holz aufgesaugt werden, muss eine weitere Schicht Farbe oder Lasur aufgetragen werden.

3.4 Terrassenmöbel und Terrassendekoration

Nachdem die Terrasse fertig gebaut ist, kommt der vergnügliche Teil des Projekts an die Reihe. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und beginnen Sie Ihre Terrasse auszustatten. Gehen Sie dabei mit Blick auf den Zweck Ihrer Terrasse vor. Wenn Sie auf Ihrer Terrasse häufig Gäste empfangen werden, besorgen Sie sich einen großen Tisch und bequeme Stühle, damit sich alle gut entspannen können. Wenn Sie in den warmen Monaten draußen Nahrung zubereiten möchten, brauchen Sie eine Außenküche oder einen Grill. Die Stellen, die der grellen Sonne am stärksten ausgesetzt sind, sollten Sie mit Beschattungselementen schützen (Terrassenüberdachung, Pergola, Markise … ). Wenn Sie die Terrassenränder mit Pflanzen dekorieren, können Sie Ihrer Holzterrasse einen besonderen Charme verleihen. Größere Blumenkästen können Sie selber bauen oder in Gartenmärkten kaufen. Setzen Sie Duftstoffpflanzen, Kräuter und bunte Blumen ein, um die Terrasse zu beleben. Zur Wahrung Ihrer Privatsphäre verwenden Sie Sichtschutzelemente, die zugleich auch den Wind aufhalten. Wenn Sie Ihre Holzterrasse mit Markisen und Vertikalmarkisen ausstatten, erhalten Sie Schutz vor Sonne, Insekten und schwatzhaften Nachbarn. Es ist auch immer schön, wenn durch den Stil der Ausstattung der Terrasse eine persönliche Note verliehen wird. Als Nächstes ist an Terrassenbeleuchtung zu denken: mit Lichtern, die auf der Terrasse verteilt werden, lässt sich eine zauberhafte Atmosphäre schaffen, in der Sie zusammen mit Ihren Freunden die abendliche Brise genießen können. Für ein wohliges Terrassengefühl sind natürlich auch Kissen in Ihren Lieblingsfarben ein absolutes Muss.

4. Wartung einer Holzterrasse

Eine Holzterrasse bedarf ganzjährlicher Pflege, damit sie über lange Zeit in einem guten Zustand bleibt. Falls Ihre Holzterrasse ein bisschen schmutzig aussieht, können Sie diese mit einem Holzreiniger wieder auf Vordermann bringen. Wenn sie häufig benutzt wird bzw. je nach Bedarf können Sie Ihre Terrasse mehrmals im Jahr säubern und mit einer neuen Schutzschicht versehen (Holzöl, Lasur … ). Wenn Getränke verschüttet werden oder wenn infolge der Benutzung Ihrer Terrasse sonstige Flecken auftreten, müssen diese sofort beseitigt werden, bevor sie trocknen. Falls saure oder dunkelfarbige Flüssigkeiten (z. B. Wein) verschüttet und nicht sofort entfernt werden, können dauerhaft dunkle Flecken zurückbleiben. Auf einer fachgerecht gebauten, schön dekorierten und richtig instandgehaltenen Holzterrasse können Sie die Terrassensaison so richtig genießen.

4.1 Regelmäßige Untersuchung der Holzterrasse

Für die Wartung einer Holzterrasse ist es von größter Wichtigkeit, diese regelmäßig zu untersuchen, wobei besonders auf Holzfäulnis bzw. morsches Holz und die auf die Zuverlässigkeit der Terrassenkonstruktion zu achten ist. Der Zustand einer Terrasse lässt sich am besten im Sommer inspizieren, wenn die Luft warm und trocken ist. Seien Sie bei der Inspektion Ihrer Holzterrasse besonders auf jene Stellen aufmerksam, an denen die Terrasse die Hausfassade oder den Boden berührt. Nachdem Sie diese Stellen untersucht haben, treten Sie auf jede einzelne Diele, um zu prüfen, ob sie noch immer fest mit der Unterkonstruktion verbunden ist. Falls Sie hervorstehende Metallschrauben entdecken, ersetzen Sie diese mit Holzschrauben. Löcher in den Dielen verfüllen Sie mit Spachtelmasse oder Holzfüllstoff für den Außenbereich. Auch andere Metallteile, die nach Rost aussehen, sollten ausgetauscht werden. Die Terrasse sollten Sie auch regelmäßig kehren, vor allem im Herbst, um Sie von herabfallendem Laub zu befreien.

4.2 Beschädigte Terrassendielen austauschen

Ab und zu muss eine abgebrochene oder beschädigte Terrassendiele ausgetauscht werden. Solche Dielen werden von der Unterkonstruktion gelöst und die Ersatzdielen werden auf die richtige Länge zugeschnitten. Die neuen Dielen müssen aus dem gleichen Holz hergestellt sein und mit dem gleichen Schutzanstrich behandelt werden wie die übrigen Dielen. Es ist jedoch nicht zu vermeiden, dass die Ersatzdielen anders aussehen als die alten Terrassendielen, die bereits oxidiert und vergraut sind. Unser Hinweis: Falls viele Terrassendielen beschädigt sind und ausgetauscht werden müssen, ist es ratsam, über einen Wechsel des gesamten Terrassenbelags nachzudenken, damit die Terrasse wieder frisch und einheitlich aussieht.

4.3 Wartung des Terrassenbelags nach Jahreszeiten

Zur Wartung einer Holzterrasse gehört es auch, diese einmal pro Jahr gründlich zu reinigen. Die beste Zeit dafür ist der Frühling mit seinen milden Temperaturen. Vor der Reinigung müssen Sie alle Terrassenmöbel, Spielsachen und Topfpflanzen von der Terrasse entfernen. Der Boden muss gründlich mit dem Besen gekehrt werden. Eventuelle Schmutzrückstände zwischen den Dielen, an die Sie mit dem Besen nicht herankommen, werden mit einem Messer entfernt. Die Terrasse wird dann mit einem biologisch abbaubaren Reinigungsmittel behandelt, um Schimmelrückstände zu beseitigen. Dann wird sie gebürstet und mit Wasser abgewaschen. Dazu wird der Regel ein Gartenschlauch verwendet. Alternativ kann ein Hochdruckreiniger zum Einsatz kommen, allerdings ist in diesem Fall die Anleitung genau zu befolgen, damit das Holz bei der Reinigung nicht beschädigt wird. Für Terrassen aus Verbundwerkstoffen sind Hochdruckreiniger ungeeignet, weil sie sehr leicht Schäden verursachen würden. Unser Tipp: gehen Sie beim Reinigen des Holzgeländers auf Ihrer Terrasse von unten nach oben vor, denn beim Reinigen von oben nach unten könnte das Reinigungsmittel auf dem trockenen Holz landen und Spuren hinterlassen.

4.4 Schutzanstrich oder Farbe erneuern

Der schützende Anstrich auf der Holzterrasse muss alle paar Jahre erneuert werden. Dadurch verbessern Sie das Aussehen Ihrer Terrasse und schützen diese zugleich vor Witterungseinflüssen. Einige Arten des Holzschutzes müssen jedes Jahr oder sogar mehrmals im Jahr erneuert werden. Bei anderen ist ein neuer Anstrich alle paar Jahre ausreichend. Wenn die Terrasse noch ganz neu und unbehandelt ist, sollten Sie mit dem Streichen 60 bis 90 Tage warten, damit sich das Material an die Bedingungen des Außenraums anpassen kann. Falls die Terrasse bereits behandelt worden ist, führen Sie eine Prüfung mit Wassertropfen durch. Tragen Sie einige Wassertropfen auf die Terrassendielen auf, und beobachten Sie, ob diese von den Dielen eingesaugt werden. Wenn dies der Fall sein sollte, benötigt die Terrasse ganz sicher einen neuen Schutzanstrich. Nahestehende Pflanzen und Büsche sollten während der Arbeiten mir Plastikfolie abgedeckt werden, damit sie nicht mit dem Reiniger oder dem Schutzmittel bespritzt werden. Dir Ränder, an denen Holzterrasse und Hausfassade zusammentreffen, können ganz einfach mit Malerkrepp abgeklebt werden. Farb- oder Lackreste werden abgeschabt, was mit einem Schaber oder einer Bürste durchgeführt werden kann. Vor dem Streichen muss die Terrasse gründlich gereinigt werden, wie in Kapitel 3 beschrieben. Unser Tipp: auf Weichholz sollten Sie keine Metallbürste verwenden, weil die Borsten Spuren hinterlassen könnten.

4.5 Holzterrasse schleifen

Wenn Sie Ihren Terrassenbelag färben möchten, sollten Sie diesen zuvor schleifen, damit das Holz den Anstrich besser aufnehmen kann. Durch das Schleifen wird die Holzoberfläche glatter. Mit dem Schleifer werden Altanstriche beseitigt und grobe Flächen geglättet. Der Schliff muss manchmal von Hand mit einem Schleifschwamm erledigt werden. Für Terrassen eignet sich Schleifpapier mit 60er oder 80er Körnung, der Zaun hingegen kann mit Schleifpapier mit 80er oder 100er Körnung behandelt werden. Nach dem Schleifen muss gründlich Staub gesaugt werden. Noch ein Sicherheitstipp: Tragen Sie beim Schleifen immer Schutzausrüstung (Atemmaske und Schutzbrille).

4.6 Lasur oder Schutzanstrich auftragen

Bevor ein Schutzanstrich aufgetragen werden kann, muss die Holzterrasse mindestens zwei Tage lang trocknen. Beim Streichen wird mit dem Pinsel von oben nach unten vorgegangen. Produkte auf Ölbasis werden mit einer Bürste aufgetragen, die Borsten aus Naturmaterialien besitzt. Für Produkte auf Wasserbasis werden dagegen Bürsten mit synthetischen Borsten verwendet.

Zum Verstreichen der Lasur wird in der Regel eine Rolle mit Teleskopstab verwendet. Dann wird mit einem Pinsel nachbearbeitet. Das Schutzmittel muss gut in die Oberfläche eindringen, deshalb müssen Sie die Herstelleranleitung genau befolgen. Was überflüssig ist, wird mit einem Tuch abgewischt. Das Schutzmittel braucht Zeit, um ins Holz einzudringen, doch es trocknet schnell. Deshalb sollte das Streichen nicht im grellen Sonnenlicht stattfinden. Auf porösem Holz müssen meistens zwei Schichten Schutzanstrich aufgetragen werden, um die Oberfläche gleichmäßig abzudecken. Die meisten Terrassen müssen nicht auch an der Unterseite gestrichen werden, vor allem jene nicht, die aus kesseldruckimprägniertem Holz hergestellt sind. Lassen Sie den Schutzanstrich mindestens 24 Stunden trocknen, bevor Sie den Malerkrepp entfernen und die Terrassenmöbel zurück an ihren Platz stellen. Unser Tipp: bearbeiten Sie immer nur kleine Flächen hintereinander, damit der Schutzanstrich gleichmäßig und gut deckend ausfallen wird.

4.7 Tipps zur Wartung einer Holzterrasse

Durch sorgfältige Wartung wird für eine lange Lebensdauer und ein schönes Aussehen der Holzterrasse gesorgt.

- Stellen Sie Terrassenmöbel, Topfpflanzen, Spielzeug und den Grill ab und zu um. So verhindern Sie, dass sich die Terrassenoberfläche unter dem Einfluss des Sonnenlichts farblich verändert und dass es unter den Gegenständen zur Schimmelbildung kommt.

- Legen Sie keine Teppiche aus Naturmaterialien aus, weil diese Feuchtigkeit an sich ziehen. Mit PVC- oder Synthetik-Teppichen beugen Sie solchen Schwierigkeiten vor.

- Nahestehende Büsche sollten zurückgeschnitten werden, damit sie mindestens 12 cm von der Terrasse entfernt sind, um Moos, Schimmel und Fäulnis abzuwenden.

- Falls Sie bei einer Untersuchung feststellen, dass die Dielen verbogen oder gehoben sind, schleifen Sie diese ab, damit sie wieder eine ebene Fläche mit den Nachbardielen bilden.

- Bei der Vorbereitung der Reinigungsflüssigkeit für stark verschmutztes Holz sollte der Wasseranteil kleiner und das Reinigungsmittel konzentrierter sein. Dies ist vor allem an Terrassen notwendig, die lange Zeit vernachlässigt wurden.

- Falls beim Färben der Terrasse mehrere Farbbehälter verwendet werden, sollte die Farbe zuerst im größeren Eimer gemischt und dann auf die kleineren Eimer verteilt werden. So wird sichergestellt, dass die ganze Holzterrasse mit einem gleichmäßigen Farbanstrich versehen wird.

- Manchmal ist es sinnvoll, mit einem pumpenbetriebenen Sprühgerät eine wasserisolierende Lösung aufzutragen. Die Lösung wird unmittelbar auf die trockenen Dielen aufgetragen, Für die Trocknung braucht sie 24 Stunden.

- Eventuelle Risse füllen Sie mit Spachtelmasse oder Holzfüllstoff für den Außenbereich auf und schleifen Sie diese dann so weit ab, bis Sie eine ebene Fläche erhalten.

- Die meisten Terrassendielen aus Verbundwerkstoffen benötigen keine schützenden Anstriche. Andere können mit eigens für diese Werkstoffe hergestellten Produkten behandelt werden, um ihr Aussehen aufzufrischen.

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