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    Elektroinstallation: Planung, Montage und Wartung der Hausinstallation

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    Die Elektroinstallation zählt zu den Grundbestandteilen eines jeden Zuhauses. Der Wohnkomfort in einem Haus oder einer Wohnung wird maßgeblich dadurch beeinflusst, ob lediglich eine Elektro-Grundausstattung vorhanden ist, oder die Hausinstallation auch mit elektrisch gesteuertem Sonnenschutz, Smart-Home usw. ausgerüstet ist. Die Elektroinstallation im Haus muss bereits in der Phase der Ausführungsplanung gut geplant werden. Lesen Sie in diesem Beitrag, was bei der Planung, Montage und Wartung der Elektroinstallation zu beachten ist.
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    1. Elektroinstallation in Neubauten

    Mit der Planung der Elektroinstallation müssen Sie sich bereits in der Entwurfsphase der Hausplanung auseinandersetzen. Zeichnen Sie einen groben Plan der Hausinstallation (Positionen von Schaltern, Steckdosen usw.) und lassen Sie sich dabei von Ihrem Architekten beraten, der auch den Einreichplan erstellt. Beim Ausführungsplan legt der Elektroplaner Hand an, der die Stromkreise darstellt usw. Die Planung und Ausführung der Elektroinstallation dürfen aus Gründen der Sicherheit und Haftung nämlich nur von Fachleuten vorgenommen werden. Bei der Ausführung der Elektroinstallation wird zwischen Grob- und Feinmontage unterschieden. Zur Grobmontage gehören jene Arbeiten, die vor dem Verputzen der Innenwände stattfinden (Leitungsverlegung, Aufbau und Anschluss der Verteilerkästen usw.). Die Feinmontage findet dagegen nach dem Verputzen, Streichen oder Tapezieren statt und umfasst z. B. die Installation von Steckdosen, Lichtschaltern und Informationstechnik (Telefon, Fernsehen usw.).

    Für Smart-Installationen braucht man viel Platz im Verteilerkasten, deshalb ist es oftmals sinnvoll, dafür einen eigenen Verteilerkasten einzurichten.

    2. Was gehört zur Elektroinstallation?

    Zur Elektroinstallation im Haus gehören neben dem Sicherungs- bzw. Verteilerkasten auch Leitungen, Steckdosen, Lichtschalter, Lichtauslässe, Abzweigdosen (Verteilerdosen) und die Erdung. Damit die Elektroinstallation zuverlässig und sicher funktioniert, müssen diese Elemente im Verbund gut zusammenwirken. Auch der Anschluss aller fest an die Hauselektrik angeschlossenen Elektrogeräte und Maschinen wird zur Elektroinstallation gezählt.

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    Die Verlegung der Elektroinstallation erfordert einen genauen Plan mit den Positionen von Leuchten, Steckdosen, Schaltern und anderen Geräten und Anlagen.

    3. Woran erkennt man, dass mit der Elektroinstallation etwas nicht stimmt?

    Es gibt mehrere Anzeichen dafür, dass die Elektroinstallation nicht ordnungsgemäß funktioniert. So kann z. B. im ganzen Haus oder in Teilen davon plötzlich der Strom ausfallen. Wenn sich die angeschlossenen elektrischen Geräte unerwartet ausschalten, ihr Betrieb zeitweise aussetzt oder die Beleuchtung nicht mit voller Kraft leuchtet, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass die Elektroleitungen nicht ausreichend Strom führen. Wenn sich Steckdosen warm oder gar heiß anfühlen, ist das so gut wie immer ein Anzeichen dafür, dass die elektrische Leitung überlastet ist, wodurch Brandgefahr entsteht. Ständiges Herausspringen einzelner Sicherungen ist ebenfalls ein typisches Zeichen für die Überforderung der vorhandenen Leitungen und damit der betroffenen Sicherungen. Besonders häufig treten solche Probleme in unsanierten Altbeuten auf.

    Elektroinstallationen in Altbauten sind für moderne Ansprüche, wie etwa den gleichzeitigen Betrieb mehrerer moderner Haushaltsgeräte, oft nicht geeignet, weshalb eine Elektrosanierung durchgeführt werden muss.

    4. Wie wird Elektroinstallation saniert und modernisiert?

    Im Laufe der Jahre zeigen sich an der Elektroinstallation Verschleißerscheinungen und Jahrzehnte alten Leitungen und Sicherungen sind mit den vielen modernen Stromverbrauchern aus Heim- und Unterhaltungselektronik oder gar Smart-Home-Systemen überfordert. Eine Komplettsanierung der Elektroinstallation im Haus kann 3 bis 5 Tage in Anspruch nehmen. Dabei wird zunächst die gesamte Elektroinstallation von einer zugelassenen Elektrofachkraft gründlich überprüft und dann auf den neuesten Stand der Technik gebracht: die Leitungen werden neu verlegt, neue Lichtschalter und Steckdosen installiert, FI-Schutzschalter (Fehlerstromschutzschalter) gesetzt, Starkstromanschlüsse installiert (z. B. für eine Heimsauna) usw.

    Experten raten dazu, auch in Gebäuden, in denen die Elektroinstallation noch nicht sanierungsbedürftig ist, aus Sicherheitsgründen regelmäßig sog. E-Checks durchzuführen. Der E-Check ist eine anerkannte, normengerechte Prüfung von elektrischen Anlagen und Geräten durch einen Elektrofachbetrieb, durch die ein einwandfreier Zustand der Elektroinstallation gewährleistet wird.

    4.1 Neue Elektroinstallation: Alles beginnt mit der Planung

    Der Elektriker bzw. Fachplaner kann erst dann genaue Ausführungspläne für die Elektroinstallation erstellen, wenn die künftige Einrichtung der Räume bekannt ist (Positionen von Betten, Fernseher, Herd usw.). Deshalb muss der Bauherr einfache Elektroinstallationspläne anfertigen, auf deren Grundlage der Fachplaner die Elektroplanung vornehmen kann. Das ist die wichtigste Aufgabe des Bauherrn bei der Elektroplanung. Denken Sie dabei auch an die Zukunft: Dimensionieren Sie neue elektrische Anlagen und Ausstattungen großzügig und planen Sie zusätzliche Leerrohre ein.

    4.2 Eigenleistung durch den Bauherrn

    Wie gesagt dürfen Planung und Ausführung der Elektroinstallation ausschließlich von Fachleuten vorgenommen werden. Bauherren, die elektrotechnische Laien sind, dürfen nur einfachste Arbeiten durchführen wie etwa das Stemmen von Wandschlitzen oder die Reinigung elektrischer Geräte im spannungslosen Zustand. Dazwischen stehen elektrotechnisch unterwiesene Personen mit schriftlicher Aufzeichnung über die Unterweisung. Diese dürfen laut ÖVE/ÖNORM EN 50110-1 (Betrieb von elektrischen Anlagen Elektroschutzverordnung 2012 - ESV 2012) auch jene Arbeiten verrichten, in denen sie unterwiesen wurden.

    4.3 Verwendung hochwertiger Materialien

    Stromkabel, Steckdosen, Schalter, Sicherungen, Schutzschalter und andere Teile der Elektroinstallation müssen von hoher Qualität sein, schließlich geht es nicht nur darum, einwandfreies Funktionieren der Hausinstallation sicherzustellen, sondern auch darum, die Sicherheit zu gewährleisten.

    4.4 Ausbau der alten Elektroinstallation

    Bei einer Elektrosanierung müssen die alten Leitungen, Stromkabel, Steckdosen, Schalter und andere Komponenten der Elektroinstallation ausgebaut werden. Achten Sie auf Einhaltung der geltenden Vorschriften zur Abfallentsorgung.

    4.5 Einbau der neuen Elektroinstallation

    Leitungen und Stromkabel werden neu verlegt. Neue Steckdosen, Lichtschalter, Sicherungen und FI-Schutzschalter werden vorschrifts- und plangemäß eingebaut. Stromlastige Geräte in der Küche (z. B. Induktionskochfeld und Backofen) oder in der Garage (z. B. Wallbox und Kreissäge) erfordern einen Starkstromanschluss. Auch wenn Sie sich den Luxus einer heimischen Sauna gönnen, müssen Sie dazu einen Starkstromanschluss herstellen lassen.

    4.6 Baubegleitende Kontrollen bei Neubauvorhaben

    Bei komplexeren Bauvorhaben mit einem höheren Anteil an Elektroleistungen kann zusätzlich zur herkömmlichen örtlichen Bauaufsicht (ÖBA) für die Bauarbeiten auch eine eigene örtliche Bauaufsicht für den Bereich Haustechnik und Elektro bzw. maschinentechnische Ausrüstung vereinbart werden. So werden durch baubegleitende Kontrollen Ausführungsmängel in der Bauphase vermieden.

    4.7 Wiederkehrende Überprüfungen der Elektroinstallation

    Elektrische Anlagen von Endverbrauchern (Privatpersonen) unterliegen keiner gesetzlichen wiederkehrenden Überprüfungspflicht. Trotzdem wird empfohlen, sie sicherheitshalber zumindest alle 5 bis 10 Jahre überprüfen zu lassen. Wenn Sie einen E-Check durchführen lassen, versieht der Fachbetrieb die überprüften Geräte und Anlagen mit einer E-Check-Prüfplakette nach den österreichischen Prüfvorschriften (ÖNORM / OVE).

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    Obwohl elektrische Anlagen von Privatpersonen keiner gesetzlichen wiederkehrenden Überprüfungspflicht unterliegen, wird empfohlen, etwa alle 5 bis 10 Jahre einen E-Check durchführen zu lassen.

    5. Lebensdauer der Elektroinstallation

    Fachgerecht und vorschriftskonform ausgeführte und gewartete Elektroinstallationen halten mehr als 30 Jahre. Führen Sie regelmäßig eine Sichtprüfung von Steckdosen, Schaltern, Leuchten, Sicherungen, FI-Schutzschaltern und anderen Komponenten durch, um Anzeichen von Abnutzung, Beschädigung oder anderen Problemen frühzeitig erkennen zu können. Legen Sie dabei besonderes Augenmerk auf übermäßige Erwärmung, Oxidation oder Risse.

    6. Instandhaltung der Elektroinstallation

    Bei entsprechender Wartung verschleißen die Elektroleitungen nicht, abgesehen von einer möglichen Überhitzung an freiliegenden Verbindungen. Der Zustand der Hausinstallation kann von einem Elektrofachbetrieb durch Messungen überprüft werden.

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    Autor: Daibau Magazin

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