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    Steinteppich: Wand- und Bodenbeleg der besonderen Art

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    Über Steinteppich oder Natursteinteppich haben wir in unserem Magazin bereits geschrieben. Dieses Mal wollen wir die Vorteile dieses einzigartigen Wand- und Bodenbelegs näher beleuchten. Frostsicherheit, Rutschfestigkeit, Pflegeleichtigkeit, hohe Belastbarkeit, Farbbeständigkeit, Bruch- und Kratzfestigkeit, geringe Aufbauhöhe, schier endlose Gestaltungsmöglichkeiten … – die Liste der Vorteile dieses Bodensystems ist lang und beeindruckend. Deshalb ist der Steinteppich für jede Anwendungssituation in Außen- und Innenbereich geeignet, für Außentreppen genauso wie für Bad oder Esszimmer.
    Fachartikel 775
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    1. Steinteppich als Wand- und Bodenbeleg

    Der Steinteppich ist ein Gussboden aus gerundeten Steinchen in einer bestimmten Körnung und einem Bindemittel. Bei den Steinchen handelt es sich meistens um Quarz- oder Marmorkiesel, weshalb auch vom „Natursteinteppich“ gesprochen wird. Das Bindemittel besteht in der Regel aus Polyurethan- oder Epoxidharz und macht nur etwa 6 bis 8 % der Steinteppichmasse aus. Verwendet wird der Steinteppich als Beschichtung für Bodenflächen, Treppen, Terrassen und sogar Wände im Innen- und Außenbereich.

    2. Steinteppich innen und außen

    2.1 Das richtige Bindemittel

    Der Steinteppich kann an jede Anwendungssituation angepasst werden. Es gibt spezielle Bindemittel für den Innen- und Außenbereich. Im Innenbereich werden geruchlose und lösemittelfreie Bindemittel verwendet, während im Außenbereich UV- und Tausalzbeständigkeit besonders wichtig sind. Der größte Unterschied besteht jedoch in der Oberflächenbehandlung, wie im Folgenden dargelegt wird.

    2.2 Pflegeleichtigkeit

    Im Innenbereich wird der Steinteppich aus hygienischen Gründen oft mit einem Porenfüller in Verbindung mit einem Epoxidharzsiegel versiegelt. Der Steinteppich erhält dadurch eine wasserabweisende Oberfläche, in die Öl, Benzin und andere Flüssigleiten nicht versickern und Flecken oder Verfärbungen hinterlassen können. So lässt sich auch gröberer Schmutz durch Nasswischen schnell und einfach entfernen. Dieses sog. geschlossene System eignet sich für alle Bereiche, in denen der Fußboden Flüssigkeiten und stärkeren Verschmutzungen ausgesetzt ist: Badezimmer, Küche, Esszimmer, Garage und Werkstatt.

    2.3 Frostsicherheit

    In Außenbereich wird der Steinteppich immer als offenes System ausgeführt (ohne Porenfüller und Versiegelung). Ein unversiegelter Steinteppich ist absolut frostsicher und rutschfest. Er ist offenporig und porös, weshalb Regenwasser problemlos hindurch sickert. Je nach System fließt das Wasser dann entweder auf einer darunterliegenden Dichtbahn (meist aus Flüssigkunststoff) ab oder es versickert. Frostschäden, wie sie etwa bei Fliesen im Außenbereich entstehen können, sind somit ausgeschlossen.

    Expertenrat des Unternehmens Muhr Daniel Bau GmbH

    Welche Vorteile von Steinteppichen würden Sie hervorheben?

    Der Steinteppich ist frostsicher und wasserdurchlässig. Das bedeutet, dass er nicht auffrieren kann. Es ist zudem rutschfest, da die Rutschklasse gewählt werden kann. Es besteht auch ein sehr angenehmes Barfußgefühl. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass der Steinteppich fugenlos, dekorativ und sehr universell einsetzbar ist, er kann sowohl im Innen- als auch im Außenbereich verwendet werden. Weiters ist der Steinteppich sehr langlebig und für Sanierungen sehr beliebt, da nur eine Aufbauhöhe von 6 – 8 mm notwendig ist.

    Kann der Steinteppich auch im Innenbereich verwendet werden?

    Ja natürlich, der Steinteppich ist auch für den Innenbereich hervorragen geeignet. Er ist beliebt für Vorhäuser, Wirtschaftsräume, Stiegen, Weinkeller, Bäder und WCs.

    Frau Muhr, Muhr Daniel Bau GmbH

    2.4 Rutschfestigkeit

    Dank seiner offenporigen Struktur entstehen auf einem offenen Steinteppich keine Pfützen, sodass er sowohl trocken als auch feucht beim Betreten hervorragenden Halt bietet. Die allgemeine Trittsicherheit von Bodenbelägen wird in fünf Rutschhemmklassen bzw. Rutschfestigkeitsklassen von R9 bis R13 angegeben. Steinteppiche weisen eine Rutschfestigkeitsklasse von mindestens R10 auf (Böden dieser Rutschfestigkeitsklasse eignen sich für sanitäre Räume, Sozialräume, gewerblich genutzte Lagerräume usw.). Es ist aber problemlos möglich, die Rutschfestigkeitsklasse auf R12 zu erhöhen (Eignung für Spülräume, Großküchen, Räume, in denen Fette verarbeitet werden usw.). An dieser Stelle sei gesagt, dass Bodenbeläge der Rutschfestigkeitsklasse R13 nur in Schlachthöfen, Ölraffinerien usw. anzutreffen sind – im privaten Bereich besteht kein Bedarf danach. Aufgrund seiner Rutschfestigkeit und Trittfestigkeit wird der Steinteppich oft als Poolumrandung oder im Bereich der Gartendusche eingesetzt.

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    Der Steinteppich besteht größtenteils aus natürlichem Kies, der auf Wunsch auch gefärbt werden kann.

    3. Widerstandsfähiges und haltbares Bodensystem

    3.1 Hohe Belastbarkeit

    Zu den Hauptvorteilen des Steinteppichs zählen seine enorme Robustheit und hohe Langlebigkeit. In seiner Oberfläche entstehen keine Druckstellen durch Möbelstücke und selbst großen Belastungen hält das Bodensystem stand. So ist der Steinteppich problemlos mit dem Pkw befahrbar. Besonders robust sind Steinteppiche mit Quarzkies, die auch für Garagen und Industriehallen geeignet sind, wo Fahrzeuge und Schwerlastregale auf dem Bodenbelag abgestellt werden.

    3.2 Farbbeständigkeit

    Der Steinteppich behält auch nach vielen Jahren seinen Original-Farbton. Im Außenbereich wird üblicherweise Marmorkies verwendet, der von Natur aus vollständig durchgefärbt ist und weder durch Sonneneinstrahlung noch durch Abrieb verblasst. Dank moderner Färbetechniken, Schutzummantelungen und lichtbeständiger (UV-stabiler) Bindemittel kann heutzutage aber auch Quarzkies im Außenbereich eingesetzt werden.

    3.3 Bruch- und Kratzfestigkeit

    Die Oberfläche eines Steinteppichs ist elastisch sowie bruch- und kratzfest. Deshalb hinterlässt das Verrücken schwerer Gegenstände (Gartenmöbel, Pflanzkübel usw.) oder starkes Bürsten keine Spuren auf dem Steinteppich. Auch Haustiere können diesen kratzfesten Fußboden nicht beschädigen. Seine Rutsch- und Kratzfestigkeit machen den Steinteppich zu einem sehr tierfreundlichen Fußboden, was einen großen Vorteil gegenüber Holzböden und insbesondere glatten Laminatböden darstellt.

    3.4 Langlebigkeit

    All die oben beschriebenen Eigenschaften machen den Steinteppich zu einem ausgesprochen langlebigen Bodensystem. Im Gegensatz zu vielen anderen Bodenbelägen ist er auch brandsicher (Brandschutzklasse schwer entflammbar) und quillt unter Wassereinwirkung nicht auf.

    3.5 Natürlichkeit und Gesundheitsfreundlichkeit

    Der Steinteppich besteht größtenteils aus Naturstein, der Anteil des auserwählten Bindemittels liegt bei nur etwa 6 %. Die gerundeten und eng aneinander liegenden Kieselsteinchen sorgen für ein angenehmes Laufgefühl. Dank seiner enormen Haltbarkeit ist der Steinteppich wartungsfrei: Er muss nicht poliert, geschliffen, gewachst oder teilsaniert werden. Falls der Wand- oder Bodenbelag aufgrund veränderter Ansprüche ausgetauscht werden muss, fällt lediglich normaler Bauschutt ohne Anteile für den Sondermüll an, denn das Bindemittel enthält keine Lösemittel oder andere gesundheitlich bedenklichen Stoffe. Der natürliche und fugenlose Bodenbelag lässt sich mit Staubsauger, Wischer, Nasssauger und wasserdruckbetriebener Reinigungsbürste sehr leicht reinigen. Der Steinteppich lädt sich nicht statisch auf und ist staubreduzierend sowie antiallergen (keine Staubaufwirbelung oder Wollmäuse). Deshalb ist der Steinteppich ein besonders hygienischer Wand- und Bodenbelag, der auch für Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Industrieküchen und sogar Labore geeignet ist.

    4. Der Steinteppich als Hingucker

    4.1 Breite Farbpalette

    Seine Beliebtheit verdankt der Steinteppich in hohem Maße auch den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten. Steinteppiche mit Marmorkieseln bleiben ungefärbt, da Marmorfarben auch in naturbelassenem Zustand optisch sehr ansprechend und lichtecht sind. Die Marmorkieselchen werden lediglich gewaschen und mit einem Gebläse getrocknet, wodurch ihre natürliche Farbe besser zum Ausdruck gebracht wird. Marmor wird überall in Europa abgebaut und jedes Abbaugebiet ist für eine andere Färbung bekannt. Beliebt sind vor allem italienische Marmorsteine, aber auch unsere heimischen Marmorsorten sind bereits seit der Römerzeit gefragt und geschätzt. In Salzburg werden der rote bis rotbunte Adneter Marmor und der in unterschiedlichen weißlichen bis gelblich-rötlichen Farben und Texturen erhältliche Untersberger Marmor abgebaut. Die Steiermark ist dagegen für den Sölker Marmor bekannt, dessen einzigartige charakteristische Färbung, Strukturen und Schattierungen von weiß über grün, bis rose- ins rötliche- und gräulichen Farbtönen reichen.

    Im Unterschied zu Marmorkies wird Quarzkies aus europäischen Flussbetten gewonnen und häufig eingefärbt, obwohl er auch in Naturfarbe verarbeitet werden kann. Quarzkies kann ein- oder zweifach gefärbt werden und die zur Verfügung stehende Farbpalette umfasst mehrere hundert Farben und Farbnuancen. Trendig sind beispielsweise anthrazitfarbene Untergründe, Treppen in natürlichen Beige- oder erdigen Brauntönen sowie spezielle Kiese mit Metallic-Effekt oder Perlglanzfarben. Sogar im Schwarzlicht leuchtende Kiesböden lassen sich herstellen.

    4.2 Optische Gestaltungsmöglichkeiten

    Durch die Kombination von Kiesen in unterschiedlichen Farben und Korngrößen stehen für die Gestaltung des Steinteppichs schier unendliche Möglichkeiten offen. Manchmal wird Kies auch mit Glas, Muschelbruch oder sogar Halbedelsteinen kombiniert. So lassen sich etwa kleine Flächen durch unterschiedliche Kontraste optisch vergrößern. Sehr schön sind beispielsweise Treppen und Fußleisten in verschiedenen Farben oder mehrfarbig melierte Bodenflächen. Zudem lassen sich mit dem Kies problemlos Muster und individuelle Designs wie Schriftzüge, Logos, Wappen, Embleme oder beliebige andere Wunschmotive umsetzen. Wer einen besonders exklusiven Look wünscht, kann (Halb-)Edelsteine wie Glimmer, Bergkristall, Tigerauge, Hämatit (Blutstein), Aventurin, Karneol, Rosenquarz, Citrin oder Jaspis in seinen Steinteppich einarbeiten lassen.

    5. Flexibel einsetzbarer Bodenbelag

    5.1 Eignung für Sanierungen

    Zu der langen Reihe der Vorteile dieses Bodensystems gehört auch seine geringe Aufbauhöhe: Steinteppich kann je nach Korngröße mit einer Aufbauhöhe von lediglich 6 bis 8 mm verlegt werden! Dies macht ihn zu einem hervorragenden Bodenbelag für Renovierungen und Sanierungen von Bestandsbauten, wo die Aufbauhöhe des Bodenbelags vorgegeben ist und etwa durch den nachträglichen Einbau einer Fußbodenheizung zusätzlich verringert wird. Mit dem Steinteppich bleiben Ihnen das Anpassen von Türen und andere Probleme erspart.

    5.2 Kombinierbarkeit mit Fußbodenheizung

    Wir haben es gerade erwähnt: Der Steinteppich lässt sich perfekt mit einer Fußbodenheizung kombinieren. Dank seiner geringen Aufbauhöhe wird der Boden sehr schnell erwärmt und weil Naturstein eine hohe Wärmekapazität besitzt, kühlt sich ein aufgewärmter Kiesboden beim Betreten kaum ab. Deshalb ist auch ein Steinteppich ohne Fußbodenheizung angenehm fußwarm.

    5.3 Verschiedene Untergründe

    Ob Estrich, Beton, Holz, Stein, Fliesen oder Metall: Nahezu jeder Untergrund kann mit einem Steinteppich beschichtet werden. Es ist lediglich dafür zu sorgen, dass der Untergrund trocken, sauber und griffig ist und ein Gefälle von mindestens 1,5 % aufweist. Falls beim Aufbringen des Steinteppichs bereits die Möglichkeit eines späteren Wechsels des Bodenbelags in Betracht gezogen wird, wird eine spezielle Gewebematte zwischen Kiesboden und Untergrund eingearbeitet, wodurch sich der Steinteppich problemlos wieder rückbauen lässt.

    5.4 Schalldämmung

    Der Steinteppich ist trittschalldämmend. Der fugenlose Boden besitzt keine Dielen, die knarren, oder andere Elemente, die durch Bewegung Geräusche erzeugen könnten. Seine Kiesstruktur bricht das Echo, was eine erhebliche Trittschallreduzierung zur Folge hat. Dies ist insbesondere in großen, offenen Räumen, Fluren, Treppenhäusern und Großraumbüros von Vorteil.

    Fachartikel 775
    Autor: Daibau Magazin

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