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    Fachgerechter Fassadenbau: Fassadendämmung beim WDVS

    Ob vorgehängte hinterlüftete Fassade oder Wärmedämmverbundsystem – die Hausfassade wird ihre Rolle nur erfüllen können, wenn sie fachgerecht ausgeführt wurde. Pfusch am Fassadenbau zieht aufwändige Sanierungsmaßnahmen nach sich, die den Hausbesitzer teuer zu stehen kommen. Sehr deutlich wird das am Beispiel des beliebten Wärmedämmverbundsystems (WDVS), dessen mehrschichtiger Aufbau den Ausführenden viel Fachwissen und handwerkliches Geschick abverlangt. Die Verwendung hochwertiger Baustoffe ist nämlich noch lange kein Garant für die Qualität der Fassade.
    Fachartikel 484
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    1. Fassadenbau: Auftragnehmer für das WDVS

    Das Wärmedämmverbundsystem gilt als höchst effiziente Gebäudedämmung und wird daher auch als Vollwärmeschutz für Gebäude bezeichnet. Doch fehlerhafte Ausführung kann die Vorteile des Systems schnell zunichtemachen. Die Herstellung eines WDVS ist sehr anspruchsvoll, da bei der Wahl der Baustoffe auf die Materialverträglichkeit zu achten ist und die einzelnen Schichten richtig ausgeführt werden müssen.

    Um sicherzustellen, dass Ihre Fassade fachgerecht ausgeführt wird, müssen Sie mit dieser Arbeit ein zuverlässiges Fassadenbauunternehmen beauftragen. Die Verwendung hochwertiger Materialien ist an sich nämlich noch lange kein Garant für die Qualität der Fassade, da diese weitaus mehr ist, als nur die Summe ihrer Bestandteile. Gute Auftragnehmer kennen nicht nur die Produkte, sondern auch die Art, wie diese zu verarbeiten sind. Bei der Herstellung einer Fassade sind auch etliche externe Faktoren zu beachten, wie etwa die Wetterbedingungen.

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    Die Schlussbeschichtung besteht aus Oberputz, der auf ein Armierungsgewebe aufgetragen wird.

    2. Fassadenbau – was ist zu beachten?

    2.1 Geeignete Wetterbedingungen

    Für ein hochwertiges Endergebnis ist es unerlässlich, dass die Fassadenarbeiten immer bei Außenlufttemperaturen von mehr als 5 °C ausgeführt werden. Auch nachts darf die Temperatur nicht unter diese Grenze fallen. Neben der Lufttemperatur selbst sind auch andere äußere Faktoren wichtig. Während der Fassadenbauarbeiten muss die Fassade mit einer Gerüstplane vor direkter Sonneneinstrahlung, Schlagregen und starkem Wind geschützt werden.

    2.2 Richtige Untergrundvorbereitung

    Beim Anbringen eines Wärmedämmverbundsystems ist es wichtig, dass der Untergrund (Wand) möglichst eben ist. Bevor der Klebmörtel bzw. Klebspachtel aufgetragen wird, ist sicherzustellen, dass die Oberfläche glatt ist. Der Untergrund muss aber nicht nur eben und glatt, sondern auch trocken sein, damit die Fassadendämmung gut darauf haftet.

    Bei Neubauten muss der Betonuntergrund mindestens 30 Tage lang abbinden (unter normalen Witterungsbedingungen), damit man sicher sein kann, dass er ausreichend getrocknet und ausgehärtet ist. Die Winterzeit ist deshalb für Fassadenbauarbeiten ungeeignet.

    Eventuelle Ausbuchtungen im Untergrund brauchen zum Trocknen und Aushärten länger als der Rest der Oberfläche und können auch zu Farbabweichungen in der fertigen Fassade führen. Ist der Untergrund nicht trocken genug, können Risse in der Fassade entstehen. Deshalb ist eine glatte und trockene Oberfläche für ein zufriedenstellendes Endergebnis äußerst wichtig.

    2.3 Auftragen des Klebemörtels

    Der Klebemörtel zum Verkleben der Dämmplatten aus Styropor oder Mineralwolle wird nicht vollflächig, sondern mit der sog. Wulst-Punkt-Methode auf die Dämmplatten aufgetragen. Dabei wird als Erstes eine umlaufende Klebewulst mit einer Breite von 5 bis 7 cm aufgetragen. Anschließend werden noch 2 bis 3 Mörtelbatzen gleichmäßig auf die Plattenfläche aufgetragen. Zusammengenommen sollte die Klebefläche nach dem Andrücken an den Untergrund mindestens 40 % der Plattenfläche einnehmen. Auf diese Weise wird verhindert, dass Luft zwischen die Dämmplatte und den Untergrund gelangt, was die Dämmwirkung beeinträchtigen würde.

    Falls der Untergrund jedoch sehr glatt ist, kann der Klebemörtel auch vollflächig auf die Dämmplatten aufgetragen werden. Diese als „Pressspachtelung“ bekannten Methode wird in der Regel auf Putzträger-Dämmplatten aus Steinwolle ohne Zusatzbeschichtung angewandt. Dabei wird die zu verklebende (nach innen gewandte) Seite mit Klebemörtel und die zu armierende (nach außen gewandte) Seite mit Armierungsmörtel bestrichen. Die Pressspachtelung muss vor dem eigentlichen Auftragen des Klebemörtels und des Armierungsmörtels durchgeführt werden.

    Nach dem Auftragen des Klebemörtels müssen die Mineralwoll- oder EPS-Dämmplatten umgehend an den Untergrund angedrückt werden, damit der Kleber nicht austrocknet und seine Klebewirkung verliert. Auch wenn der Klebemörtel nur teilweise ausgetrocknet ist, büßt er seine Kraft ein, was eine schlechte Haftung der Dämmplatten zur Folge hat. Dies wiederum wirkt sich negativ auf die Dämmwirkung, die Optik und die Lebensdauer der Fassade aus.

    2.4 Andrücken der Dämmplatten

    Beim Andrücken der Dämmplatten ist sorgfältig darauf zu achten, dass kein Klebemörtel in die Lager- und Stoßfugen gerät. Dies würde nämlich die Bildung von Wärmebrücken begünstigen. Die Platten sollten nicht mit der Hand angeschlagen werden, weil dabei Dellen in der Plattenoberfläche zurückbleiben könnten. Stattdessen sollten sie mit einem Reibebrett in Position gebracht werden. Es ist auch darauf zu achten, dass die Dämmplatten nicht höhenversetzt am Untergrund angebracht werden – die lotgerechte Position der Platten lässt sich leicht mit einer Wasserwaage überprüfen.

    2.5 Fensterbänke und Plattenstöße abdichten

    Nun müssen die Anschlüsse des Wärmedämmverbundsystems an Fensterbänke, Fensterrahmen und Rollläden abgedichtet werden, damit später keine Feuchtigkeit eindringt und keine Wärmebrücken entstehen. Zu diesem Zweck werden die Dämmplatten L-förmig ausgeschnitten, sodass sie zu den Eckbereichen der Fenster und Türen passen (man spricht vom sog. Pistolenschnitt). Vor dem Ankleben wird an beiden Seiten der zugeschnittenen Dämmplatten eine abdichtende Anputzleiste angelegt und in die Fugen wird ein Dichtband eingelegt.

    2.6 Fassade verputzen

    Der letzte Schritt besteht im Aufbringen der Schlussbeschichtung (Oberputz). Dazu wird zunächst ein Armierungsmörtel aufgebracht und direkt darauf ein Armierungsgewebe in die frische Armierungsspachtelung eingedrückt (dies geht am besten mit der Zahnseite einer Zahnkelle). Im letzten Schritt werden der Putzgrund und der Oberputz aufgebracht und der Sockel verputzt.

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    Qualität, einwandfreies Funktionieren und ein schönes Erscheinungsbild der Fassade lassen sich nur durch fachgerechte Ausführung garantieren.

    3. Fehler in der Fassadenherstellung

    Die größten Fehler beim Fassadenbau passieren bei der Abdichtung von Balkonen und anderen auskragenden Bauteilen. In der Folge bilden sich Wärmebrücken, über die viel Heizenergie aus dem Gebäudeinneren verloren geht. Manchmal wird der Balkon gar nicht oder nur sehr mäßig abgedichtet. In der Folge treten Wärmeverluste und eine Verschlechterung des Wohnklimas auf. Zudem kommt es in den Bereichen erhöhter Wärmeabgabe zur Kondensation von Luftfeuchtigkeit, wodurch Schimmelbefall begünstigt wird.

    Es kommt auch vor, dass infolge unsachgemäßen Fenstereinbaus im Bereich der Fensterlaibungen keine ausreichend dicke Wärmedämmung eingebaut werden kann, was zu Wärmebrücken und zum Befall durch Wandschimmel führen kann.

    4. Fachgerechter Fassadenbau – auf die Details kommt es an

    Die fertige Fassadendämmung muss allseitig geschlossen sein. Hochwertige Fachbetriebe legen großen Wert auf die Verwendung von bauaufsichtlich zugelassenem Zubehör für ihre Fassadensysteme, wozu Profile, Leisten, Dichtbänder, Dübel und andere Hilfsmittel gehören. Dieses Zubehör wird hauptsächlich für die Anschlüsse an Fensterbänke und anderen Bauelemente gebraucht.

    Die fachgerechte Verwendung des richtigen Zubehörs für das Wärmedämmverbundsystem ermöglicht unter anderem die Herstellung dichter Stoßfugen, die nicht nur dem Eindringen von Feuchtigkeit vorbeugen, sondern auch die Fassadendämmung vor Insektenbefall schützen. Werden die Stöße nicht vollkommen abgedichtet, können Ameisen zu den EPS-Dämmplatten gelangen und sich dort einnisten. In diesem Fall wird die Dämmung nach und nach durch Ameisensäure aufgelöst.

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    Fachartikel 484
    Autor: Daibau Magazin

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