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    Fassade streichen – Fassadenanstrich erneuern

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    Für viele Eigenheimbesitzer ist das Streichen der Fassade etwas, was nur nach Fertigstellung der Fassade oder im Rahmen einer Komplettrenovierung ausgeführt wird. Doch bei der Erneuerung des Fassadenanstrichs geht es nicht nur um das Aussehen der Fassade. Der Anstrich schützt den Fassadenputz und die Dämmung vor äußeren Einflüssen, wodurch er zur Aufrechterhaltung des Wohnkomforts im Haus beiträgt. Darüber hinaus trägt regelmäßige Reinigung und Erneuerung des Fassadenanstrichs zum Erhalt des Marktwerts und des ästhetischen Werts des Hauses bei.
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    1. Fassade streichen – wie häufig muss der Fassadenanstrich erneuert werden?

    Der Fassadenanstrich beginnt nach etwa einem Jahrzehnt seine wasserabweisenden Eigenschaften zu verlieren, sodass es ratsam ist, ihn etwa alle fünfzehn Jahre zu erneuern. Nach vielen Jahren der Bewitterung ist die Fassade auch verschmutzt und ihr Aussehen wird zunehmend blass und verwaschen. Wird der Anstrich nicht rechtzeitig erneuert, können Schäden am Putz entstehen, was teure Sanierungsmaßnahmen erforderlich macht, welche die Kosten für eine Erneuerung des Fassadenanstrichs deutlich übersteigen.

    Expertenrat des Unternehmens Senad Mahmudi

    Wie wichtig ist die Untergrundvorbereitung bei Malerarbeiten? 

    Die Untergrundvorbereitung ermöglicht eine technisch einwandfreie und langfristige Beschichtung einer Oberfläche. Hierbei soll sichergestellt werden, dass die Farbe, die zur Schlussbeschichtung aufgetragen werden soll, die Bausubstanz langfristig schützt und gleichzeitig eine ansprechende Optik und Design ermöglicht.
     
    •    Reinigen der Fassade mittels Hochdruck oder Dampf
    •    Reinigen mit Wasser
    •    Trockenreinigen mit der Bürste oder dem Besen
    •    Schleifen
    •    Mattieren
    •    Anlaugen, usw.

    Was muss für die richtige Untergrundvorbereitung gemacht werden?

    Mit diesen und vielen weiteren Maßnahmen wird sichergestellt, dass der Untergrund die benötigte Beschaffenheit für eine "saubere" Beschichtung aufweist. Der Untergrund muss sauber und tragfähig sein.
     
    Herr Senad, Senad Mahmudi

    2. Welche Fassadenfarbe ist am geeignetsten?

    Für Fassaden steht eine große Bandbreite an unterschiedlichen Farben unterschiedlicher Art zur Auswahl. Es gibt Produkte für den Erstanstrich, Produkte zur Erneuerung und Pflege des Fassadenanstrichs, Produkte für glatte oder raue Oberflächen und vieles mehr. Die Fassadenfarbe muss im Hinblick auf die Beschaffenheit der Fassadenoberfläche (Art, Qualität, Alter) ausgewählt werden. Außerdem ist es sehr wichtig, vor Arbeitsbeginn den Untergrund auf seine Haft- und Tragfähigkeit und eventuelle Schäden zu prüfen. Fassadenfarben können wasserdampfdurchlässig (hoch und eingeschränkt) oder wasserabweisend (hoch und eingeschränkt) sein.

    2.1 Fassadenfarbe – Acryl

    Acrylfarbe für die Fassade ist wasserabweisend (nicht wasserdampfdurchlässig). Am besten eignet sie sich für glatte, fein geebnete Untergründe und Betonfassaden (letztere müssen vor dem Streichen mindestens einen Monat lang trocknen, damit das Wasser vollständig verdunstet). Für Kunstfaserfassaden gibt es eine mikroarmierte Variante von Acrylfarbe. Diese besitzt die gleichen Eigenschaften wie gewöhnliche Acrylfarbe, kann aber auch auf leicht rauen bis grob strukturierten Oberflächen verwendet werden.

    Acrylfarbe ist die günstigste Fassadenfarbe.

    2.2 Fassadenfarbe – Silikat

    Silikat-Fassadenfarbe ermöglicht die Ausführung einer antiken Optik und ist hoch wasserdampfdurchlässig, weshalb sie bei Renovierungen von Fassaden historischer und denkmalgeschützter Gebäude angewandt wird. Sie ist auch für alten oder neun Kalk- und Kalk-Zement-Feinputz geeignet. Zur Auswahl steht auch eine Variante mit synthetischen Fasern, die besonders zum Streichen von grobem Dekorputz geeignet ist.

    2.3 Fassadenfarbe – Silikonharz

    Silikon-Fassadenfarbe bzw. Silikonharzfarbe ist stark wasserabweisend und gleichzeitig wasserdampfdurchlässig. Sie wird für glatte, fein verputzte Fassadenflächen verwendet. Auch bei dieser Farbart gibt es eine mikroarmierte Variante, die verhindert, dass sich Schmutz auf der Fassadenoberfläche festsetzt. Zusätzlich sind farblose Silikonharzbeschichtungen erhältlich, welche die wasserabweisenden Eigenschaften von Fassadenfarbe und Putz verbessern. Silikonharzfarbe eignet sich auch zum Schutz von Naturstein und Steinverkleidungen.

    Silikonharzfarbe ist beständig gegen die schädlichen Auswirkungen von UV-Strahlen und Rauchgasen.

    2.4 Fassadenfarbe – Kalk

    Zum Streichen von weniger anspruchsvollem Feinputz wird Kalk-Fassadenfarbe verwendet, die zu den diffusionsoffensten Fassadenfarben zählt. Sie wird auch bei der Renovierung historischer und denkmalgeschützter Gebäude eingesetzt.

    2.5 Fassadenfarbe – selbstreinigend

    Selbstreinigende mikroarmierte Fassadenfarbe wird mithilfe von Nanotechnologie hergestellt und ist hoch wasserdampfdurchlässig. Es enthält Silikonharz, das auf der Fassade einen Schutzmantel bildet, der extrem wasserfest ist. Deshalb zählt die Silikonharzfarbe zu den hochwertigsten, aber auch teuersten Fassadenfarben.

    Selbstreinigende Silikonharzfarbe lässt Wasser einfach abperlen (Lotuseffekt). Dabei nimmt das Wasser Verschmutzungen wie Ruß oder Staub mit sich. Weil Wassertropfen nicht haften bleiben, ist die Fassade auch vor dem Befall durch Mikroorganismen (Algen, Moosen und Pilze) geschützt. Ein weiterer Vorteil dieser Fassadenfarbe liegt darin, dass an Stellen, an denen sie dicker aufgetragen wird (etwa an Rillen oder Vertiefungen), dank der dünnen synthetischen Fasern, die als Mikroverstärkung wirken, keine Risse auftreten.

    fassadenanstrich.jpg
    Der Fassadenanstrich sollte mindestens alle 15 bis 20 Jahre erneuert werden.

    3. Fassade streichen – Arbeitsablauf

    3.1 Untergrundvorbereitung

    Der erste Schritt vor dem Auftragen eines neuen Fassadenanstrichs liegt in der fachgerechten Vorbereitung des bestehenden Untergrundes. Sein Zustand muss sorgfältig geprüft werden und diverse kleinere Putzschäden müssen ausgebessert bzw. verspachtelt werden.

    3.2 Zugänglichkeit

    Das Streichen von ein- oder zweistöckigen Häusern erfolgt normalerweise mithilfe eines beweglichen Gerüsts und Aluminiumleitern, da dies der schnellste und einfachste Weg ist. Bei größeren und höheren Gebäuden ist es notwendig, ein Baugerüst aufzustellen bzw. die eine Hebebühne zu verwenden.

    3.3 Schutzmaßnahmen

    Vor Arbeitsbeginn müssen Fenster, Fensterbänke, Türen und Dachrinnen abgedeckt werden. Auch die unmittelbare Umgebung des Gebäudes wird mit Schutzfolie abgedeckt. Eingetrocknete Flecken, insbesondere Flecken von Fassadenfarben auf Silikatbasis, lassen sich nicht entfernen.

    3.4 Wetterverhältnisse

    Zum Streichen der Fassade sind günstige Wetterverhältnisse erforderlich.

    Die Lufttemperatur sollte zwischen 5 und 35 °C liegen (bei Silikat- und Kalkfarben ist diese Temperaturspanne noch kleiner: von 8 bis 30 °C), und die relative Luftfeuchtigkeit sollte weniger als 80 % betragen. An besonders sonnigen Tagen ist es notwendig, die Fassade mit Vorhängen zu schützen. Wenn es regnet, es neblig ist oder der Wind stark bläst, wird die Arbeit besser verschoben.

    3.5 Anzahl der Farbschichten

    Unabhängig davon, ob die Fassade zum ersten Mal gestrichen wird oder es sich um einen Neuanstrich handelt, muss die Fassadenfarbe in mindestens zwei Schichten aufgetragen werden. Als Erstes wird eine Grundierung aufgetragen, gefolgt von zwei Aufträgen der eigentlichen Fassadenfarbe.

    3.6 Werkzeug

    Zum Auftragen der Fassadenfarbe wird das richtige Werkzeug benötigt: Sprühgeräte sowie lang- und kurzflorige Rollen und Pinsel.

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    Autor: Daibau Magazin

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