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    Haus aus Fichte | MWArchitekten

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    Das Haus aus Fichte im vorarlbergischen Bludenz ist ein Ersatzneubau für ein altes Haus, der auf einem bestehenden, sanierten Kellergeschoss errichtet wurde. Der Ersatzneubau orientiert sich am Bestand, wobei Fassade und Innenraum neu interpretiert wurden. Im Innenraum wurden ausschließlich unbehandelte Holzwerkstoffe verwendet, sodass deren Nutzspuren die Geschichte des bewegten Hauses weiterschreiben werden.

    1. Das Projekt: Sanierung mit teilweisem Ersatzneubau

    Das Haus aus Fichte ist eines der aktuellsten Projekte des Architekturbüros MWArchitekten, das auf eine mehr als 10-jährige Erfahrung in der Planung und Ausführung von privaten Wohnbauten sowie öffentlichen und genossenschaftlichen Großprojekten zurückblickt. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Sanierung mit teilweisem Ersatzneubau für ein altes Haus in der Stadt Bludenz in Vorarlberg. Das ursprüngliche Haus wurde in zwei Etappen erstellt. Die erste Etappe fand noch vor dem Zweiten Weltkrieg statt, als – in entsprechendem Wohlstand – der für ein großes Haus ausgelegte und solide gebaute Keller errichtet wurde. In der zweiten Etappe wurden dann nach Kriegsende die Obergeschosse errichtet. Diese wurden unter veränderten Bedingungen aus Holz und wesentlich kleiner und einfacher als ursprünglich geplant errichtet. Allerdings war die Bausubstanz dieses Holzbaus nach mehreren Jahrzehnten bereits in einem derart schlechten Zustand, dass der Bauherr beschloss, ihn abreißen und einen Ersatzneubau errichten zu lassen. Lediglich das alte Kellergeschoss wurde beibehalten und saniert. Das neue Haus aus Fichte wurde nur ein Jahr nach dem Erstgespräch fertiggestellt.

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    Der aus Holz errichtete Bestandsbau wurde durch einen Neubau ersetzt. (Quelle: MWArchitekten)
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    Die dunkle Fassade, die hellen Fensterrahmen und die roten Fensterläden wurden neu interpretiert. (Foto: Adolf Bereuter)

    2. Der Neubau: Orientierung am Bestand und Neuinterpretation

    Der Ersatzneubau orientiert sich formal an den Qualitäten seines des Bestandes. Die innere Struktur und statische Konstruktion (Lastabtragung) des neuen Gebäudes sind vom Vorgängerbau übernommen. Dasselbe gilt – bedingt durch städtebauliche Vorgaben – auch für das äußere Volumen. Die schlichte Bauweise des Bestandes gab den Grundgedanken für eine einfache, wirtschaftliche und ökonomische Bauweise. Der Wandaufbau besteht aus einer hinterlüfteten Deckleistenfassade aus Fichte, gefolgt von einer mit Zellulose gefüllten Holzrahmenkonstruktion. Darauf folgt schon die innere, konstruktive wie architektonische Haut bestehend aus Fichtenplatten. Die Böden bestehen aus einer Balkenlage mit Schüttung und sind ebenfalls mit Fichtenplatten beplankt. Alle Holzoberflächen, inklusive der Fenster, wurden unbehandelt ausgeführt.

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    Die Holzwerkstoffe, inklusive der Fenster, sind allesamt aus Fichte und unbehandelt. (Foto: Adolf Bereuter)

    Die dunkle Fassade, die hellen Fensterrahmen und die roten Fensterläden wurden neu interpretiert. Die robuste, schwarze Fassade und die Fenster, die Blicke in den warmen Innenraum zulassen, stehen in einem interessanten Wechselspiel. Der mit viel Holz getäfelte Innenraum des Altbaus wurde ebenfalls sinngemäß übersetzt und in ein modernes Wohninterieur umgewandelt. Dank der einheitlichen Oberflächengestaltung und der von den mitwirkenden Unternehmern mit größter Sorgfalt gefügten Werkstoffe weist der Innenraum des Hauses aus Fichte ein übereinstimmendes Erscheinungsbild auf. Der mit Kontrasten zurückhaltende Innenraum bildet eine ideale Leinwand für die Bespielung und Benutzung durch seine Bewohner. Nutzungsspuren auf den unbehandelten Hölzern sind hierbei durchaus erwünscht und schreiben die Geschichte des bewegten Hauses weiter.

    Projekt:

    Name des Projektes: Haus aus Fichte
    Architektur, Interieur, Außengestaltung: MWArchitekten
    Fotografie: Adolf Bereuter
    Planungsjahr: 2020
    Ausführungsjahr: 2021
    Gebäudegröße: 110 qm
    Stockwerke: 2
    Grundstücksgröße: 650 qm

    Pläne

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    Grundriss Erdgeschoss.
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    Grundriss Dachgeschoss.
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    Schnitt A.
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    Schnitt B.

     

    Galerie

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    Die qualitativ hochwerigen Dachflächenfenster, die am Haus verwendet worden sind, stammen von der Firma Roto Frank DST Vetriebs-GmbH. 

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    * Titelfoto: Haus aus Fichte. Quelle: Adolf Bereuter

    1931
    Autor: Daibau Magazin

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