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    Stützmauer: Fundament, Schalung und Drainagerohr einer Winkelstützmauer

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    Eine Stützmauer ist eine zwischen zwei Geländeebenen stehende Stütze, deren Hauptaufgabe darin besteht, das Abrutschen des Hangs bzw. das Absacken des Bodens zu verhindern. Eine nicht fachgerecht gebaute Stützmauer mit unpassendem Fundament ist eine potenzielle Gefahrenquelle, da sie dem Erddruck des Hangs auf lange Sicht nicht standhalten kann. Neben dem Fundament sind auch die beim Bau verwendete Schalung und die Drainage für das Funktionieren der Mauer von entscheidender Bedeutung. Eine sehr häufige Bauweise der Stützmauer ist die Winkelstützmauer.
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    1. Das Fundament der Stützmauer

    Obwohl es sich bei einer Stützmauer um ein vergleichsweise kleines Bauwerk handelt, zählt Stützmauerbau dennoch zu den anspruchsvollen Bauarbeiten, nicht zuletzt deshalb, weil Stützmauern funktionell und ästhetisch zugleich sein müssen. Deshalb sollte vor Baubeginn das Gelände genau analysiert und eine statische Berechnung durchgeführt werden. Dies gilt insbesondere für Stützmauern, die mehr als 1,5 m hoch werden sollen.

    Beim Bau einer Winkelstützmauer kommt es ganz besonders darauf an, mithilfe einer Bewehrung entlang der gesamten Länge der Stützmauer eine feste Verbindung zwischen Fundament und Mauer herzustellen. Zugleich ist auch eine gute Entwässerung enorm wichtig, damit sich hinter der Mauer kein Wasser staut. Auch die Art und Weise, wie die Stützmauer gemauert wird, muss wohlüberlegt sein.

    Beim Bau einer Stützmauer sind also mehrere Faktoren zu berücksichtigen, darunter der auf die Stützmauer einwirkende Erddruck des Hangs, die Dimension des Fundaments, die passende Art des Bewehrungsstahls und letztendlich die erforderliche Betongüte. Wichtige Faktoren sind auch die Wahl des Materials und des Verlegemusters für die Verkleidung – schließlich soll die Stützmauer nicht nur ihre primäre Funktion erfüllen, sondern auch optisch etwas hermachen.

    1.1 Vorbereitung des Fundaments

    Damit die Stützmauer ausreichend stabil ist und auch hohem Erddruck standhalten kann, braucht sie ein entsprechend starkes Fundament – Stützmauern stehen oft auf einem Streifenfundament, Winkelstützmauern hingegen auf einem sog. Fundamentsporn. Beim Bau einer Stützmauer wird zuerst eine Baugrube bzw. ein Baugraben für das Fundament ausgehoben und darin eine Schicht Schotter bzw. Kleinschlag aufgeschüttet und verdichtet. Die Aufschüttung muss aus frostbeständigem Material mit einer angemessenen Körnung bestehen. Die Höhe der Aufschüttung hängt von den Dimensionen der Stützmauer ab, in der Regel beträgt sie 10 - 20 cm, manchmal auch mehr. Nachdem die Aufschüttung verdichtet worden ist, wird das Fundament betoniert und bei Bedarf auch bewehrt. Die Abmessungen des Fundaments richten sich nach der Höhe bzw. fen Dimensionen der Stützmauer, die darauf errichtet werden soll.

    1.2 Abmessungen der Fundamente

    Für die Breite und Tiefe des Stützmauerfundaments gibt es allgemeine Empfehlungen. Die Breite des Fundamentsporns sollte 50 - 70 cm betragen, seine Tiefe hängt hingegen von der Frosttiefe des Untergrunds ab (meistens reichen 80 - 100 cm). Ein zu schmales Fundament kann eine Setzung der Stützmauer zur Folge haben und wenn das Fundament nicht tief genug ist, kann gefrierendes Wasser im Winter zu Rissbildung führen. Deshalb ist es äußerst wichtig, das Fundament richtig zu dimensionieren.

    2. Die Schalung für das Fundament

    2.1 Wieso ist die Schalung so wichtig?

    Das Betonstreifenfundament wird auf der Baustelle in einer Schalung gegossen. Ab und zu trifft man auf einen Auftragnehmer, der den Aufwand für eine Schalung für überflüssig hält und den Beton einfach in die Baugrube gießen möchte, doch vom Bau eines Betonfundaments ohne Schalung ist dringend abzuraten. Obwohl die Schalung einen zusätzlichen Arbeits- und Kostenaufwand darstellt, den man gerne vermeiden möchte, ist sie für eine qualitativ hochwertige Ausführung des Projekts unverzichtbar. Gegebenenfalls wird vor dem Einfüllen der Betonmischung in die Schalung eine Bewehrung eingelegt, welche die auftretenden Zugspannungen aufnimmt und so für eine höhere Stabilität der Stützmauer sorgt. Die Schalung wird im Regelfall aus Holz angefertigt, alternativ kommt auch eine Metallschalung infrage, doch weil diese teurer ist, wird sie nur in Ausnahmefällen verwendet.

    2.2 Muss eine Bewehrung eingelegt werden?

    Falls dies erforderlich ist, wird vor dem Einbringen der Betonmischung eine Bewehrung in die Schalung eingelegt. Diese nimmt die auftretenden Zugspannungen auf und erhöht damit die Stabilität der Stützmauer. Das fachgerechte Einlegen der Bewehrung erfordert einiges an Fachwissen und Erfahrung. Die Bewehrung muss möglichst schnell mit Beton zugegossen werden, damit sie unter dem Einfluss von Regen und Luft nicht korrodiert.

    3. Drainagerohr im Fundament

    Das Drainagerohr bzw. Dränrohr ist ein sehr wichtiges, aber oft übersehenes Element jeder Stützmauer. Versickerndes Regenwasser erhöht nämlich den auf die Stützmauer einwirkenden Erddruck, weshalb deren Beständigkeit nur durch eine ordentliche Entwässerung sichergestellt werden kann. Außerdem muss die Stützmauer auch massiver gebaut werden, als es unter normalen Bedingungen notwendig wäre, weil sie anderenfalls bei starken Regenfällen und Schneeschmelze ihre Aufgabe nicht zuverlässig erfüllen könnte. Aber das ist noch nicht alles: Sehr wichtig ist es, in angemessenen Abständen Dränrohre nach außen zu führen, durch die Wasser, das sich in der Hinterfüllung staut, abgeleitet wird. Beim Bau einer Stützmauer aus Beton lässt sich gute Entwässerung am einfachsten erreichen, indem Dränrohre aus Kunststoff vor dem Betonieren quer in die Schalung gelegt und dann einfach mit Beton umgeben werden. Hier zeigt sich erneut, wieso eine gute Schalung so wichtig ist und wieso keinesfalls darauf verzichtet werden sollte. Eine so ausgeführte Drainage leitet Wasser aus der Hinterfüllung ab, wodurch sich der Druck des Sickerwassers auf die Stützmauer erheblich verringert.

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    Das Drainagerohr ist beim Bau des Stützmauerfundaments unverzichtbar.

    Genau wie die Drainage darf auch die Hinterfüllung bei keiner Stützmauer fehlen. Sie muss aus einem durchlässigen und frostsicheren Material bestehen (im Regelfall ein Sand-Kies-Gemisch oder Splitt). Bevor diese Schicht mit Mutterboden bedeckt wird, sollte sie noch möglichst mit einem Gartenvlies abgedeckt werden, damit keine Erde in den Kies einsickert.

    4. Stützmauer – Preis

    An dieser Stelle möchten wir zuerst darauf hinweisen, dass Ihre Stützmauer bewilligungspflichtig sein kann. Oft sind Stützmauern mit bis zu 0,5 m Höhe nur mitteilungspflichtig, Stützmauern mit einer Höhe von 0,5 bis 1,5 m anzeigepflichtig und Stützmauern mit einer Höhe von mehr als 1,50 m bewilligungspflichtig. Da sich aber die baulichen Vorschriften je nach Bundesland und Gemeinde unterscheiden, fragen Sie vor dem Bau Ihrer Stützmauer auf jeden Fall bei Ihrem zuständigen Bauamt nach.

    Bei einer hohen Stützmauer sind also die Kosten des Bewilligungsverfahrens hinzuzurechnen, zudem braucht eine solche Stützmauer ein sehr breites und massives Fundament, wodurch dich der Bau zusätzlich verteuert. Der Bau einer Stützmauer inkl. Baugrube, Fundamrnt, Bewehrung und Betonierung kostet je nach Art der Stützmauer zwischen 200 und 420 €/m2.

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    Autor: DaiBau Magazin
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