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    Pflasterung: Waschbetonplatten, Kopfsteinpflaster oder Betonpflaster?

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    Wenn Sie Außenflächen wie Hof, Gehweg, Einfahrt oder Terrasse pflastern möchten, können Sie zwischen unterschiedlichen Arten von Pflastersteinen und -platten aus Naturstein und Beton wählen. Zu den gängigsten Produkten zählen Waschbetonplatten, Kopfsteinpflaster aus Granit und Betonpflastersteine. Die Wahl eines geeigneten Pflasters hängt weitgehend vom Stil des Wohnhauses und seiner Umgebung sowie der Größe der Pflasterfläche ab.
    Fachartikel 6804
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    1. Pflastersteine

    1.1 Pflastersteine unterschiedlicher Formen

    Pflastersteine sind in der Regel quadratisch, rechteckig oder sechseckig (wabenförmig), es gibt sie aber auch in Sonderformen (Dreiecksteine, Bischofsmützen usw.). Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Verlegemuster mit unterschiedlich großen Pflastersteinen herzustellen (z. B. Römischer Verband). Einheitliche Pflastersteine regelmäßiger Formen lassen sich natürlich einfacher verlegen (niedriger Verlegepreis). Sie können auch zwischen scharfkantigen Pflastersteinen und solchen mit abgeschrägter Kante wählen. Erstere lassen sich ohne sichtbare Fugen verlegen, Letztere erfordern etwas breitere Fugen.

    1.2 Formate von Pflastersteinen

    Bei Pflastersteinen gibt es drei klassische Formate. Das Großsteinformat ist 12 bis 22 cm lang, 12 bis 16 cm breit und 13 bis 16 cm dick. Dann gibt es noch zwei würfelförmige Formate: das Kleinsteinformat mit Kantenlängen von 8 bis 10 cm und das Mosaikformat mit Kantenlängen von 4 bis 6 cm. Für Pkw-Verkehr m müssen die Pflastersteine mindestens 6 cm dick sein, meistens werden jedoch 8 cm dicke Pflastersteine verwendet. Bei Pflasterplatten betragen die Kantenlängen bis zu 60 cm.

    1.3 Pflastersteine aus verschiedenen Materialien

    Heutzutage werden am häufigsten Betonpflastersteine verlegt, Natursteinpflaster ist etwas seltener. Am seltensten (und unbekanntesten) sind Holzpflastersteine. Betonpflaster ist auch am günstigsten, doch der Preis sollte nicht das einzige Kriterium bei der Auswahl der Pflastersteine sein. Das Material der Pflastersteine sollte mit dem Stil Ihres Wohnhauses und seiner Umgebung harmonieren. Wenn Sie in einem traditionell gebauten Haus wohnen, können Sie einen der vielen heimischen Natursteine verlegen lassen (Mauthausner Granit, Aalfanger Granit usw.).Wenn ihr Zuhause jedoch von moderner Architektur geprägt ist – insbesondere, wenn Sie in einem urbanen Gebiet wohnen – sind moderne Betonpflastersteine oder Waschbetonplatten vielleicht die bessere Wahl.

    2. Vorbereitung auf die Pflasterung

    Pflasterung erfordert immer eine gründliche Untergrundvorbereitung mit Unterbau, Drainage und Pflasterbett. Als Erstes wird eine mindestens 40 cm tiefe Ausschachtung angelegt, in die eine Aufschüttung aus frostbeständigem Schotter bzw. Kleinschlag (Körnung, etwa 2 cm) eingebracht wird. Das Pflasterbett besteht in der Regel aus einer 3 bis 5 cm dicken Splittschicht mit einer größeren Körnung. Zwischen Unterbau und Pflasterbett wird eine Drainagefolie verlegt, um das Einsickern der Splittschicht ins Erdreich zu verhindern. Besonders wichtig ist gute Untergrundvorbereitung bei der Pflasterung befahrbarer Flächen, da sich Pflasterflächen auf schlechtem Untergrund unter dem Druck des Kraftwagenverkehrs schnell zu setzen beginnen. Beim Verlegen der Pflastersteine ist auf die Einhaltung einer ausreichenden Fugenbreite zu achten. Am Ende werden die Pflastersteine verfugt und mit einer Rüttelplatte abgerüttelt.

    2.1 Befahrbare Pflasterflächen

    Betonpflastersteine und -platten sind fest genug, um auch Kraftwagenverkehr aushalten zu können. Beim Pflastern befahrbarer Flächen ist es am wichtigsten, den Untergrund gründlich vorzubereiten. Für Pkw-Verkehr ist eine mindestens 20 cm dicke Kiesschicht erforderlich, und für Lkw-Verkehr muss diese mindestens 30 cm dick sein.

    2.2 Pflastersteine auf Beton verlegen

    Pflastersteine lassen sich auch auf alte Pflastersteine oder auf eine Betonplatte verlegen. Eigentlich ist ihre Verlegung auf einem Betonuntergrund ziemlich einfach. Die Betonoberfläche muss nur gründlich gereinigt werden, bevor die Pflastersteine verlegt und verfugt werden. Da es sich bei Beton um einen gebundenen Untergrund handelt, ist besondere Aufmerksamkeit auf die Einhaltung eines Gefälles von mindestens 2 % zu legen.

    3. Granitplatten und Kopfsteinpflaster

    3.1 Granitplatten verlegen

    Das Verlegen großformatiger Granitplatten ist äußerst anspruchsvoll und sollte daher ausschließlich von Fachbetrieben ausgeführt werden. Granitplatten besitzen häufig ungerade Kanten, weshalb bei der Verlegung äußerste Präzision erforderlich ist. Zunächst wird die zu pflasternde Fläche vermessen und ein Verlegeplan erstellt. Anschließend werden Unebenheiten im Untergrund ausgeglichen und eine Beschichtung für bessere Haftung aufgetragen. Steinplatten werden in ein dickes Kleberbett verlegt. Aufgrund der Wärmeausdehnung des Materials müssen in bestimmten Abständen Dehnungsfugen zwischen den Platten ausgeführt werden.

    3.2 Kopfsteinpflaster verlegen

    Kopfsteinpflaster aus Granit ist ausgesprochen widerstandsfähig, weshalb es bereits vor der Erfindung von Straßenasphalt zur Pflasterung befahrbarer Flächen verwendet wurde. Die kleinen Granitwürfel sind leichter zu verlegen als große Granitplatten. Kopfsteinpflaster erfordert die Herstellung eines gut befestigten und ebenen Sanduntergrunds. Es gibt drei klassische Verlegemuster: Reihenverband, Kreisverband und Segmentbogenverband. Unterschiedliche Verlegemuster lassen sich auch gut miteinander kombinieren. Heute wird Kopfsteinpflaster hauptsächlich zum Pflastern öffentlicher Flächen verwendet. Auf Straßen wird es nur noch in historischen Stadtzentren verwendet, da sich das Fahren darauf etwas holprig anfühlt. Für die Einfahrt ist das Kopfsteinpflaster aber trotzdem eine gute Wahl, da Sie schließlich nur einige Meter darauf fahren.

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    Kopfsteinpflaster lässt sich auch in anspruchsvollen Verlegemustern verlegen.

    3.3 Vor- und Nachteile von Granitplatten und Kopfsteinpflaster

    Sowohl das Kopfsteinpflaster als auch Granitplatten sind sehr langlebig. Beide sind sehr ästhetisch und besitzen eine ausdrucksstarke Materialität, die dem Raum eine gewisse historische Note verleiht. Außerdem passen sie zu fast jedem Haus. Der Nachteil von Kopfsteinpflaster sind seine vielen Fugen, die Fugenbewuchs begünstigen. Dieses Problem lässt sich durch das Verfugen mit Fugenmörtel lösen. Dadurch wird auch das Befahren des Pflasters angenehmer.

    3.4 Kopfsteinpflaster – Preis

    Wie viel kostet Kopfsteinpflaster aus Granit? Der Preis liegt bei 45 bis 55 EUR/m².

    4. Betonpflastersteine

    4.1 Wie werden Betonpflastersteine verlegt?

    Betonpflastersteine sind hochwertig, günstig und lassen sich schnell und einfach verlegen. Am besten ist es, sie ungebunden zu verlegen, was bedeutet, dass sowohl das Pflasterbett als auch die Fugenfüllung ohne Bindemittel hergestellt werden. Auch hier ist entsprechende Untergrundvorbereitung von grundlegender Bedeutung für das Gelingen der Pflasterung. Der Unterbau aus Kies, Sand oder Splitt wird auf einer Drainageschicht errichtet. Er muss mindestens 20 cm stark sein und frostsicher sein. Außerdem muss er gut verdichtet werden. Auf den Unterbau folgt das Pflasterbett aus feinem Sand, in das die Betonpflastersteine gesetzt werden. Verfugt wird meist mit Fugensand.

    4.2 Vor- und Nachteile von Betonpflastersteinen

    Ein großer Vorteil von Betonpflastersteinen besteht darin, dass sie jederzeit leicht entfernt oder neu verlegt werden können. Betonpflastersteine sind in unterschiedlichen Formen und Farben erhältlich: quadratisch, dreieckig, sechseckig usw. Eine optisch ansprechende und stabile Option sind Verbundsteine, wie z. B. Wellenverbundsteine oder Ankerverbundsteine. Zu den Vorteilen von Betonpflastersteinen zählen auch Frostsicherheit und Widerstandsfähigkeit gegen schwere mechanische Beanspruchung.

    Betonpflastersteine besitzen – wie alle Materialien – auch einige Nachteile. Am auffälligsten ist der häufig auftretende Befall durch Moos und Flechten. Das liegt an der Rauheit der Oberfläche, die einer schnellen Wasserableitung im Wege steht. Moos- und Flechtenbefall kann vor allem an der Nordseite des Hauses zum Problem werden. Es wird empfohlen, die Pflasterfläche jedes Frühjahr mit einem Hochdruckreiniger gut zu reinigen.

    4.3 Betonpflastersteine – Preis

    Betonpflastersteine sind vergleichsweise günstig, sie kosten nur 20 bis 35 EUR/m².

    5. Waschbetonplatten – Preis und Eigenschaften

    5.1 Eigenschaften von Waschbetonplatten

    Waschbetonplatten werden unter Einsatz eines Erstarrungsverzögerers und anschließendem Auswaschen mit einem Wasserstrahl hergestellt. Dieses Verfahren verleiht den Platten ihr typisches Aussehen mit freigelegter Gesteinskörnung. Waschbetonplatten besitzen auch alle Vorteile herkömmlicher Betonpflastersteine, einschließlich des günstigen Preises. Sie werden auch auf die gleiche Weise verlegt. Waschbetonplatten sind in unterschiedlichen Größenordnungen erhältlich, meist messen sie 40×40×3,7 cm oder 50×50×3,7 cm.

    5.1 Waschbetonplatten – Preis

    Was kosten Waschbetonplatten? Waschbetonplatten sind ein sehr günstiges Pflaster, sie kosten ab 15 EUR/m².

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    Wenn Sie auf der Suche nach einem günstigen, aber hochwertigen Pflaster sind, dann sind Waschbetonplatten die beste Wahl.

    6. Pflastersteine – Preis pro qm

      Größe Anwendungsbereich Preis
    Kopfsteinpflaster 5 - 20 cm öffentliche Plätze, Straßen, unebene Flächen 45 bis 55 EUR/m²
    Betonpflastersteine alle Größenordnungen für alle Flächen geeignet  20 bis 35 EUR/m²
    Waschbetonplatten 40 - 60 cm Gehwege, Bürgersteige, Gärten ab 15 EUR/m²

     

    Fachartikel 6804
    Autor: Daibau Magazin

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