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    Trockensteinmauer: Trockenmauer aus Naturstein

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    Eine Trockenmauer oder Trockensteinmauer ist eine Natursteinmauer, die ohne Mörtel oder Beton gebaut wird. Trockenmauern werden heute vorwiegend im Gartenbau als Stützmauern oder dekorative, freistehende Gestaltungselemente eingesetzt. Einfassungen für Beete lassen sich ebenso in dieser Bauweise errichten, wie Sitzbänke oder Böschungssicherungen. Als Baumaterial kommen nahezu alle Natursteinarten infrage. Das Errichten einer Mauer aus unregelmäßigen Steinen ist sehr anspruchsvoll, dafür schneiden Trockenmauern aber vor allem in Hanglagen besser ab als vermörtelte Mauern. Darüber hinaus sind Trockensteinmauern sehr ökologisch.
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    1. Trockenmauer oder Trockensteinmauer

    Eine Trockenmauer ist eine Natursteinmauer, die ohne Zuhilfenahme von Bindemittel wie Mörtel oder Beton errichtet wird. Trockenmauern oder Trockensteinmauern werden aus nach Größe und Form abgestimmten Bruch- bzw. Natursteinen aufgeschichtet. Ihr typisches Merkmal sind die offenen Fugen, die der Trockensteinmauer ihr charakteristisches Aussehen verleihen. Trockenmauerbau hat in Europa – auch in Österreich – Tradition und ist in der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

    2. Bauweise

    Eine Trockenmauer hält nur aufgrund der Reibung der lose aufeinander geschichteten Steine bzw. durch ihr Eigengewicht. Je enger die Fugen, desto haltbarer ist die Mauer. Zusätzliche Stabilität wird durch eine leichte Neigung der Mauer nach hinten erreicht. Deshalb ist sachkundige Errichtung der Mauer ganz besonders wichtig. Das Bauen mit unregelmäßigen Steinen ist schwieriger und dauert deutlich länger als das regelmäßigen Steinen.

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    Trockenmauern sind praktische und dekorative Elemente der Gartengestaltung.

    Unvermörtelte Natursteinmauern sollten aus Sicherheitsgründen nicht höher als 120 cm sein. Die Entwässerung verläuft über die offenen Mauerfugen, die in der Regel etwa ein Viertel der Mauer einnehmen. Weil Trockensteinmauern wasserdurchlässig sind, kann sich das Hangwasser nicht hinter der Mauer stauen und diese nach vorne drücken. Und durch das schnelle Abrinnen des Wassers kann der Trockenmauer auch Frost wenig anhaben. Deshalb schneiden Trockenmauern insbesondere in Hanglage besser ab und sind haltbarer als Natursteinmauern, deren Fugen mit Mörtel geschlossen werden.

    Im Alpenraum gehören Klaubstein-Feldmauern zum Landschaftsbild, die aus plattigem Sedimentgestein errichtet werden. Eine spezielle Form der Trockenmauer ist der Friesenwall, der aus runden Findlingen oder Geröll besteht. Seine Mauerkrone wird häufig mit einer Erdschicht bedeckt, um die großen Lücken zwischen den runden Steinen zu schließen.

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    Zu den Anwendungsmöglichkeiten für Trockenwände zählen auch Einfassungen für Pflanzflächen.

    3. Material

    Als Material für Trockenmauern kommen nahezu alle Natursteinarten infrage. Häufig werden nur grob oder überhaupt nicht behauene Natursteine verwendet, die durch ihre unregelmäßige Größe und Form der Mauer einen rustikalen und natürlichen Charakter verleihen. Hierzu sind Hartgesteine (Granit, Gneis, Quarzit oder Basalttuff) genauso geeignet wie Weichgesteine (Muschelkalkstein, Kalkstein, Kalktuffe, Konglomerat, Sandsteine, oder Schiefer). In der Regel werden Trockenmauerwerke mit Natursteinen aus der Region gebaut. Dies schafft regionale Arbeitsplätze, senkt den Preis und verkürzt die Transportwege. Meistens fügen sich Materialien aus der näheren Umgebung auch harmonischer in die Landschaft ein. Bei uns in Österreich gibt es hervorragende Natursteine, wie z. B. Schwarzachtobler Sandstein (Vorarlberg) oder Neuhauser Granit (Oberösterreich).

    Ihre Trockenmauersteine müssen Sie aber nicht unbedingt im Steinbruch oder im Baustoffhandel kaufen: mit gesammelten Lesesteinen oder Abfallstücken eines Plattenbelags lassen sich ebenfalls alltagstaugliche und optisch ansprechende Trockenmauern errichten.

    Expertenrat des Unternehmens Schnitzer Erdbau & Transporte GmbH

    Welche Natursteine verwenden Sie für Natursteinmauern am häufigsten?

    Je nach Lage der Baustelle, sowie Kundenwunsch werden die Natursteine aus den regionalen Steinbrüchen verwendet.

    Wie hoch kann eine Natursteinmauer sein? Braucht man eine Genehmigung für den Bau?

    Eine Natursteinmauer kann bis zu ca. 4,0-5,0m hoch sein und ab einer Höhe von einem Meter braucht man eine Baubewilligung der jeweiligen zuständigen Behörde.

    Frau Kohlweiß, Schnitzer Erdbau & Transporte GmbH

    4. Anwendungsbereiche

    Trocken aufgemauerte Natursteinmauern werden vor allem im Gartenbau eingesetzt, entweder als niedrige Stützmauern oder als freistehende Wände. Trockenmauern sind nützliche und zugleich dekorative Elemente, die jeden Garten verschönern. Oft werden sie als zur Böschungssicherung in Hanggärten angewandt, sind aber auch als Einfassung für Beete, Pflanzflächen oder Sitzplätze sowie zur Gliederung von Gartenräumen geeignet. Wünschen Sie sich eine Sitzmauer am Schwimmteich oder soll Ihre Treppenanlage von einer Natursteinmauer gesäumt werden? Dann ist eine Trockenmauer mit gerichteten Kleinmauersteinen und Abdeckplatte genau das Richtige für Sie! Jetzt nur noch die passende Beleuchtung dazu und das Ambiente ist perfekt!

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    Die offenen Mauerfugen dienen der Entwässerung und bieten ein ganz eigenes Habitat für Pflanzen und Tiere.

    5. Ökologische Bedeutung

    Die Zwischenräume von unverfugten Steinmauern bieten Flora und Fauna Platz. Der Grund dafür ist neben der Verfügbarkeit von mineralischen und pflanzlichen Nährstoffen vor allem die Wärmekapazität des Mauerwerks. Die trockenen Natursteine wärmen sich in der Sonne rasch auf, speichern Wärme und geben sie in den kühlen Abend- und Nachtstunden wieder ab. Deshalb siedeln sich in Trockenmauern nach einiger Zeit heimische Wildpflanzen wie Stängellosen Enzian, Gelbe Hauhechel, Gelbe Alpenschlüsselblume oder Traubengamander an. Ihre Trockenmauer können Sie auch selber mit ausgewählten Pflanzen verschönern. Auf der Sonnenseite der Mauer gedeihen mediterrane Kräuter (z. B. Thymian, Salbei und Bohnenkraut), polsterbildende Stauden (z. B. Mauerpfeffer und Hauswurz) und andere Gewächse wie Blaukissen, Grasnelke, Kartäusernelke und Kuhschelle. Auf der Schattenseite und am Mauerfuß, wo es kühler ist und sich Wasser sammeln kann, gedeihen Pflanzen wie Hirschzungenfarn, Gelber Lerchensporn und Moossteinbrech.

    Auch zahlreiche Kleinlebewesen finden in den Mauerritzen ihren Lebensraum. Käfer, Wildbienen, Eidechsen, Igel Vögel (Amsel und Zaunkönig) und Blindschleichen können hier überwintern und auch Larven sind auf Steinhaufen oder Totholz als Lebensraum angewiesen. Der zweite ökologische Vorteil von Trockenmauern besteht darin, dass das Material zur Gänze natürlich ist und die Transportwege kurz.

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    Autor: DaiBau Magazin
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