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    Flachdach: Dämmung, Abdichtung und mehr

    Das Flachdach ist ein häufig anzutreffender Bestandteil der modernen Architektur. Viele Menschen denken darüber nach, ihr neues Zuhause oder zumindest einen Anbau mit einem Flachdach zu versehen, denn weil es keine Dachschrägen gibt und die Stehhöhe überall gegeben ist, steigert das Flachdach den Wohnkomfort. In diesem Beitrag werden die Vor- und Nachteile eines Flachdachs erörtert.
    Fachartikel 479
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    1. Flachdach

    Das Flachdach tauchte Ende des 19. Jh. in der Architektur auf, als der technologische Fortschritt und die Erfindung des armierten Betons neue Möglichkeiten im Gebäudebau eröffneten. Natürlich gab es auch davor Flachdächer, jedoch nur in warmen und niederschlagsarmen Gebieten. Erst durch den technologischen Fortschritt wurde es möglich, Flachdächer auch in unseren Breitengraden auszuführen.

    Es gibt unterschiedliche Ausführungsweisen von Flachdächern. Moderne Technologien ermöglichen es, für fast jedes Gebäude und jede Situation die richtige Lösung zu finden. Die erste und wichtigste Frage lautet, ob der darunterliegende Raum gedämmt werden soll oder nicht. Falls sich unter dem Flachdach Wohnräume befinden, sind gute Wärmedämmung, präzise Ausführung, hochwertige Flachdachabdichtung und einwandfreie Entwässerung besonders wichtig.

    1.1 Flachdächer in Österreich

    Grundsätzlich dürfen Flachdächer überall dort ausgeführt werden, wo sie nicht durch Denkmalschutzbestimmungen oder andere Einschränkungen verboten sind. Vor allem in urbanen Zentren gehören Flachdächer längst zum Alltag. Fragen Sie bei Ihrem örtlichen Bauamt nach, was für Bestimmungen in Ihrer Gemeinde gelten. Bei der Ausführung sind verschiedene Regelungen zu beachten, z. B. die ÖNORM B 3691 – Planung und Ausführung von Dachabdichtungen.

    2. Ungedämmtes Flachdach

    Flachdächer über unbeheizten Räumen müssen nicht wärmegedämmt werden. Auch in heißen Gefilden, wie z. B. in Südeuropa, ist Wärmedämmung (Flachdachdämmung) nicht notwendig. Wenn Sie Ihre Garage oder einen anderen unbeheizten Raum mit einem Flachdach versehen möchten, muss das Dach lediglich wasserdicht gemacht werden (Flachdachabdichtung). Das Verfahren der Flachdachabdichtung verläuft immer auf ähnliche Weise, egal ob es sich bei der Garage um einen massiven Betonbau oder eine mit OSB-Platten verkleidete Stahlkonstruktion handelt. Die gängigste Variante sind Bitumenbahnen bzw. Bitumenschweißbahnen, die auf besonders beanspruchten Flachdächern dreilagig mit einer großzügigen Naht- und Stoßüberdeckung verlegt werden.

    Die Herstellung eines Flachdachs kostet 75 bis 150 €/m². Der Preis hängt von mehreren Faktoren ab: Ausführungsqualität, verwendete Materialien und Entwässerungssystem.

    Expertenrat des Unternehmens Karawanken-Dach GmbH

    Wie wichtig ist die Wartung von Flachdächern?

    Flachdächer sind im Vergleich zu anderen Dacharten deutlich wartungsintensiver. Der Hauptgrund dafür liegt natürlich in ihrer nicht vorhandener Schräge. Jedes Dach sollte nach zwei Jahren gewartet werden, damit ihre Lebenserwartung verlängert wird. Bei Flachdächern ist die Wartung noch wichtiger, deshalb sollten sie öfter als alle zwei Jahre gewartet werden.

    Zur Wartung von Flachdächern gehört die Reinigung von Gullys, das Säubern des Daches und die Überprüfung des Abflusses, ob alles normal funktioniert oder dieser verstopft ist. Weil Flachdächer wie ihr Name schon sagt flach sind, sammelt sich schnell sehr viel Dreck und Laub auf. Deshalb ist das Säubern des Daches umso wichtiger.

    Herr Wasner, Karawanken-Dach GmbH

    3. Gedämmtes Flachdach

    In Österreich müssen aufgrund der niedrigen Wintertemperaturen und der geforderten Energieeffizienz Flachdächer über Wohnräumen wärmegedämmt werden. Die Ausführung eines gedämmten Flachdachs unterscheidet sich wesentlich von der Ausführung eines ungedämmten Flachdachs. Bei Flachdächern auf Häusern oder Zubauten sind drei Faktoren besonders wichtig: gute Wärmedämmung, Flachdachabdichtung und Entwässerung des Niederschlagswassers.

    3.1 Flachdachdämmung

    Die Flachdachdämmung erfüllt nicht nur die Funktion der Wärmedämmung, sondern bietet auch Schallschutz, der erforderlich ist, wenn Niederschlag auf das Dach prasselt oder Umgebungslärm das Haus erreicht. Darüber hinaus wird durch die Flachdachdämmung der Ansammlung von Kondenswasser in der Konstruktion vorgebeugt, was besonders wichtig ist, wenn der Untergrund aus armiertem Beton besteht. Des Weiteren schützt die Flachdachdämmung die Konstruktion vor übermäßigen Temperaturschwankungen, die an verregneten Sommertagen auch 15 °C betragen können.

    Eine weniger häufige Variante sind belüftete oder kombinierte Flachdächer (z. B. Kaltdach mit einer belüfteten Luftschicht über der Wärmedämmschicht). Einfamilienhäuser werden in der Regel mit Warmdächern ausgestattet, bei denen alle Schichten miteinander verbunden sind.

    Weil immer höhere Energieeffizienz und immer niedrigere Wärmeleitfähigkeit gefordert werden, sollte ein neues Flachdach mit einer mindestens 25 cm dicken Wärmedämmschicht ausgestattet werden. Falls man sich für ein begehbares Flachdach entscheidet, muss man eine Dämmung auswählen, die den beim Begehen des Dachs entstehenden Druck aushalten kann. Die gebräuchlichste Wärmedämmung sind 8 bis 12 cm starke Platten aus Styrodur oder XPS (extrudiertes Polystyrol) mit Stufenfalz, die mehrlagig verlegt werden.

    3.2 Flachdachabdichtung

    Es ist nicht schwer zu erraten, dass der Abdichtung eine Schlüsselrolle beim Bau eines Flachdachs zufällt. Manche meinen noch immer, Flachdächer seien in diesem Bereich weniger zuverlässig als Steildächer und anfälliger für Wasserstau und Wassereinbruch. Das stimmt zwar nicht, allerdings kommt es auf fachgerechte, hochwertige Ausführung an. Moderne Methoden der Flachdachabdichtung schützen zuverlässig vor Niederschlagswasser und Kondenswasser. Bei richtiger Ausführung tauchen nur sehr selten Probleme auf. Die genaue Vorgehensweise hängt von der Bauart des Flachdachs ab. Bei einem Warmdach wird über der Decke zuerst die Dämmung und darauf die Abdichtung aufgebracht. Im Gegensatz dazu befindet sich bei einem Umkehrdach die Abdichtung unter der Dämmung. Bei einem Kaltdach hingegen befindet sich die Dämmung unten, die Abdichtung oben und dazwischen liegt eine Luftschicht. Nebenbei soll erwähnt werden, dass eine anschließende Dachbegrünung bei allen drei Bauarten möglich ist.

    Die Dachabdichtung, die das Flachdach vor eindringendem Wasser schützt, kann aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. Neben den bereits erwähnten Bitumenbahnen, die am häufigsten zum Einsatz kommen, werden auch EPDM-Dichtungsbahnen (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer) sowie Kunststoffdachbahnen (PVC, PE, EVA oder PIB) verwendet. Auch Bitumenanstriche kommen zum Einsatz (als Voranstrich oder Isolieranstrich).

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    Flachdachabdichtung mit Bitumenanstrich

    4. Flachdach – Ausführung

    Wie oben erwähnt, gibt es mehrere Bauarten des Flachdachs, bei denen die einzelnen Dachschichten jeweils anders angeordnet sind. Hier ist der bewehrte Schichtaufbau eines Umkehrflachdachs mit einer zusätzlichen Dachabdichtungsschicht beschrieben:

    1. Schutzschicht: Kies oder Plattenbelag, meistens 70 mm dick
    2. Filterschicht: Filtervlies aus Kunststoff (z. B. Polypropylen) mindestens 135 g/m2
    3. Zusatzdämmung: Styrodur, Extrudierte Polystyrol-Hartschaumplatten (XPS) mit Stufenfalz, Dämmstärke meistens 100 mm
    4. Abdichtungsebene: Elastomer-Bitumen-Schweißbahnen zweilagig verlegt, obere Lage vollflächig verschweißt, untere Lage punktgeschweißt
    5. Wärmedämmung: Styropor minimal 100 kPa, optional mit Dachpappe, auf die Dampfsperre geklebt, 200 mm dick
    6. Dampfsperre: Bitumenschweißbahn einlagig verlegt, mit einer Tragschicht aus Glasvlies
    7. Bitumen-Kaltanstrich
    8. Dachgefälle: Gefällebeton, mindestens 2 %
    9. Konstruktion: Platte aus armiertem Beton, die Plattenstärke wird vom Statiker bestimmt
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    Mit Kies hergestellte Abschlussschicht eines Flachdachs

    5. Flachdach – Preis

    Der Preis eines Flachdachs hängt vor allem von der Ausführungsqualität und den verwendeten Materialien ab. Sie sollten keinen Billigangeboten aufsitzen, denn die Sanierung eines leckenden Flachdachs ist kostspielig und anspruchsvoll. Hochwertige Ausführung ist von überragender Bedeutung.

    Flachdächer kosten in der Regel zwischen 75 und 150 €/m². Begehbare Varianten sind teurer. Der Richtpreis für extensive Dachbegrünung liegt bei etwa 50 €/m².

    Fachartikel 479
    Autor: DaiBau Magazin
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