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    Gartenbrunnen für die Gartenbewässerung

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    Gartenbrunnen sind dekorativ und praktisch. Wer seinen Garten mit Brunnenwasser vom eigenen Grundstück bewässert, reduziert nicht nur den Verbrauch von kostbarem und teurem Trinkwasser, sondern spart auch noch Geld. Doch was sich so verlockend anhört, ist in der Realität nicht immer durchführbar oder rentabel. Ob sich der Bau eines Brunnens im eigenen Garten lohnt, hängt von der Höhe des Grundwasserspiegels und anderen Faktoren ab. In Eigenheimgärten herrschen drei Brunnentypen vor: Schachtbrunnen, Bohrbrunnen und Schlagbrunnen (Rammbrunnen).
    Fachartikel 2052
    Gartenbrunnen
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    1. Wozu ein Gartenbrunnen?

    So manch ein Hausbesitzer wünscht sich im eigenen Garten einen funktionellen und hübsch gestalteten Gartenbrunnen. Die meisten Menschen denken beim Gartenbrunnen an ein romantisches Gartenelement, das seine gesamte Umgebung optisch aufwertet, doch auch der praktische Aspekt eines eigenen Brunnens gewinnt zunehmend an Bedeutung. Im letzten Jahrzehnt gab es auch hierzulande mehrere Jahre mit langen Trockenperioden im Frühling und Sommer, was sich in den kommenden Jahren zweifellos wiederholen wird. Die Dürre setzt nicht nur Ernten zu, sondern auch Gartenpflanzen. Während einer Trockenperiode ist es besonders wichtig, Rasen und Pflanzen regelmäßig und umfangreich zu bewässern. Doch dies kann den Jahresbetrag für Trinkwasser ziemlich in die Höhe treiben. Wer in solchen Situationen auf kostenlosen Brunnenwasser zurückgreifen kann, kann sich also freuen. Durch das Anlegen eines Gartenbrunnens schafft man also eine nachhaltige und kosteneffiziente Möglichkeit zur Gartenbewässerung.

    2. Lohnt sich ein Gartenbrunnen?

    Wenn man sich als Haus- und Gartenbesitzer einen Gartenbrunnen zulegen möchte, muss man als Erstes klären, ob sich dies überhaupt lohnen würde. Bei dieser Überlegung sind verschiedene Faktoren zu beachten: der eigene Wasserverbrauch, der lokale Wasserpreis, sowie Brunnenbaukosten, Betriebskosten (Strom für die Pumpe) und die zu erwartende Lebensdauer des Gartenbrunnens.

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    Der Bau eines Schachtbrunnens ist aufwendig und teuer.

    2.1 Wie viel Wasser braucht man für die Gartenbewässerung?

    Für die Gartenbewässerung sind jede Woche etwa 20 Liter Wasser pro Quadratmeter Garten notwendig. Dieser Wasserverbrauch erstreckt sich über die gesamte Sommersaison, die bis zu 20 Wochen im Jahr in die Länge ziehen kann. Die Wassermenge lässt sich nicht einmal dann reduzieren, wenn lediglich morgens und abends bewässert wird, um das Verdunsten so gering wie möglich zu halten. Gartenbewässerung mit Trinkwasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz kann also recht teuer werden. Deshalb liegt es natürlich nahe, Beete und Rasen lieber mit Grundwasser zu bewässern, um dadurch teure Trink- und Abwassergebühren zu sparen. Doch was auf den ersten Blick verlockend erscheint, ist in Wahrheit nicht immer rentabel.

    2.2 Wie tief liegt der Grundwasserspiegel?

    Der Anschaffungspreis für einen Brunnen variiert je nach Brunnentyp und kann in einigen Fällen recht hoch werden. Allerdings ist das eine einmalige Investition, während die Betriebskosten eines Brunnens sehr gering sind – sie entstehen einzig aufgrund des Stromverbrauchs der Brunnenpumpe (bei Schlagbrunnen mit handbetriebener Schwengelpumpe entfällt sogar das). Der Preis für den Bau eines Brunnens hängt zu einem großen Teil davon ab, wie tief der Grundwasserspiegel liegt. In den meisten Eigenheimgärten liegt das Grundwasser nicht tiefer als 6 Meter unter der Geländeoberfläche. Bei Tiefen von bis zu 10 Metern kann davon ausgegangen werden, dass sich der Brunnen innerhalb von zwei Jahren rentiert.

    Allgemein kann man sagen, dass sich Brunnenbau im eigenen Garten dann lohnt, wenn sich der Brunnen nach fünf Jahren (oder schneller) amortisiert. Wenn größere Wassermengen benötigt werden, kann sich ein Brunnen auch dann noch lohnen, wenn der Grundwasserspiegel tiefer liegt. Bei großen Gärten ist das Anlegen eines Brunnens grundsätzlich immer rentabel, außer wenn sich das Grundwasser wirklich sehr tief befindet. Wenn Sie wissen möchten, wie hoch der Grundwasserspiegel auf Ihrem Grundstück liegt, fragen Sie bei Ihrem Wasserversorger, der zuständigen Wasserbehörde oder bei einem kompetenten Brunnenmeister nach. Und falls Ihre Nachbarn bereits eien Gartenbrunnen besitzen, können Sie auch diese fragen.

    2.3 Wozu kann Brunnenwasser verwendet werden?

    Brunnenwasser wird in erster Linie zur Gartenbewässerung genutzt, zum Trinken darf es aber keinesfalls einfach so verwendet werden. Häufig wird es auch als Waschwasser für Spül- und Waschmaschinen und als WC-Spülwasser verwendet. Um Grundwasser für diese Zwecke zu nutzen, bedarf es keiner wasserrechtlichen Bewilligung – vorausgesetzt, die Entnahme erfolgt auf eigenem Grund und für den eigenen notwendigen Haus- und Wirtschaftsbedarf. Außerdem muss die Wasserentnahme in einem angemessenen Verhältnis zur eigenen Grundfläche stehen.

    Expertenrat des Unternehmens WH Quell- u. Brunnenbau GmbH

    Welche Brunnenarten eignen sich am besten für die Bewässerung des Gartens? Wieso?

    Welche Art von Brunnen sich am besten für die Gartenbewässerung eignet, ist stark vom Grundwasserstand abhängig. Die am meisten verwendeten Brunnenarten sind aber Schlag- oder Rammbrunnen, Schachtbrunnen und Bohrbrunnen. Alle erwähnten Arten eignen sich prinzipiell für die Gartenbewässerung. Am einfachsten durchzuführen sind Rammbrunnen und Schachtbrunnen.

    Kann in jedem Garten ein Brunnen stehen? Und wie ist es mit den Kosten?

    Bevor ein Brunnen geplant oder gebaut werden kann, muss der Garten von einem Brunnenmeister besichtigt werden. Sehr wichtig beim Brunnenbau ist also die Zusammenarbeit mit einem Experten. Eigentlich ist ein Gartenbrunnen nicht genehmigungspflichtig, außer er liegt im Wasser- oder Naturschutzgebiet. Es gibt also solche Ausnahmen. Was den Preis betrifft, können Pauschalkosten nicht wirklich genannt werden. Es gibt zu viele Faktoren, die den Preis eines Gartenbrunnens beeinflussen.

    Herr Hönegger, WH Quell- u. Brunnenbau GmbH

    3. Gartenbrunnen – welche Brunnentypen sind geeignet?

    3.1 Schachtbrunnen

    Der Schachtbrunnen ist der klassische Brunnentyp. Bei diesem Brunnen wird ein vertikaler Schacht mit einem großen Durchmesser in den Boden bis in den Grundwasserkörper getrieben. Der Schacht wird in der Regel mit Rohrringen aus Beton oder Stahlbeton, den sog. Schachtringen bzw. Brunnenringen ausgekleidet. Alternativ kann er gemauert oder auch betoniert werden. Die Wassergewinnung erfolgt über eine Pumpe, die das Wasser an die Oberfläche befördert. Das Grundwasser tritt über eine offene Sohle in den Brunnen ein. Die Herstellung eines Schachtbrunnens ist aufwendig und teuer.

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    Schlagbrunnen sind eine häufige Wahl von Kleinverbrauchern.

    3.2 Bohrbrunnen

    Bohrbrunnen sind sehr empfehlenswert, weil sie relativ einfach herzustellen sind und auch dann gelingen, wenn sich der Grundwasserspiegel sehr tief unter der Geländeoberfläche befindet. Die Brunnenbohrung wird bis zur und durch die Grundwasser führende Schicht getrieben. Das Grundwasser dringt durch ein gelochtes oder geschlitztes Filterrohr in den Brunnen ein und wird nach oben gepumpt.

    3.3 Schlagbrunnen oder Rammbrunnen

    Beim Ramm- oder Schlagbrunnen wird ein Rohr in den Boden, bis in die wasserführende Schicht gerammt bzw. geschlagen. Zum Pumpen werden meistens Handpumpen oder elektrische Kreiselpumpen verwendet. Schlagbrunnen sind bei Kleinverbrauchern sehr beliebt und werden häufig zur Gartenbewässerung eingesetzt. Der Schlagbrunnen ist die kostengünstigste Brunnenvariante, da er meist nur einige hundert Euro kostet. Sein Nachteil liegt darin, dass die aus Stahl oder Eisen bestehenden Rohre nur einen geringen Durchmesser besitzen und solche Gartenbrunnen deshalb wenig ergiebig sind.

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    Autor: Daibau Magazin

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