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    Wie die Dachneigung die Dacheindeckung bestimmt

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    Die Dacheindeckung ist die Außenhaut des Daches. Sie schützt die übrigen Dachschichten vor mechanischen Schäden, verringert den Heizwärmeverlust und verhindert das Eindringen von Wasser in das Gebäude. Am Markt ist ein breites Spektrum unterschiedlicher Dacheindeckungen erhältlich, doch nicht jede ist für alle Klimazonen, Dachformen und Dachneigungen gleich gut geeignet. Dieses Mal haben wir einige Schlüsselfakten zur richtigen Auswahl der Dacheindeckung für unterschiedliche Dachneigungen für Sie zusammengetragen.
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    1. Dacharten hinsichtlich der Dachneigung

    Dächer lassen sich hinsichtlich ihrer Dachneigung in Flachdächer, flach geneigte Dächer und steile Dächer unterteilen. Wie bereits der Name sagt, sind die Dächer der ersten Gruppe flach und verfügen über eine Dachneigung von weniger als 5° (manche Quellen nennen 10°). Zur Gruppe der flach geneigten Dächer zählen jene Dächer, deren Neigung zwischen 5 und 20° beträgt. Falls aber das Dach ein Gefälle von mehr als 20° aufweist, gehört es schon zu den Steildach Dächern. Dies ist eine Grundeinteilung nach dem Kriterium der Dachneigung bzw. des Gefälles und natürlich existieren auch andere Einteilungen, vor allem die Einteilung in Dachformen (Satteldach, Pultdach, Flachdach usw.). Das Gefälle beeinflusst unter anderem die Größe der Dacheindeckungselemente (Dachziegel, Schindeln usw.): Für Flachdächer werden möglichst große Eindeckungselemente verwendet, während für Steildach Dächer eher Dachziegel kleinerer Ausmaße geeignet sind. Lassen Sie sich von einem erfahrenen Dachdecker dazu beraten, welche Eindeckung für Ihr Dach am geeignetsten wäre.

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    Dachziegel sind das typische Eindeckungsmaterial für flach geneigte Dächer.

    2. Dacheindeckungen für unterschiedliche Dachneigungen

    2.1 Flachdach (2-5°)

    Weil das Meteor- bzw. Niederschlagswasser von Flachdächern spürbar langsamer abfließt, muss dafür eine Dachdeckung gewählt werden, die wasserfest ist und das Meteorwasser davon abhält, in die tiefer gelegenen Schichten der Dachkonstruktion vorzudringen. Die Dacheindeckung für ein Flachdach setzt sich aus einer größeren Anzahl von Einzelelementen zusammen. Problematisch sind hierbei die Kontakte zwischen den Dachdeckungselementen, weil sich das Niederschlagswasser an diesen Stellen länger staut, weshalb die Gefahr besteht, dass es die Dacheindeckung durchdringt. Für Dächer mit lediglich einer Minimalneigung werden Blecheindeckungen empfohlen, die aus Trapez- oder Wellblechen bestehen können.

    Bitumen-Schweißbahnen

    Bitumen-Schweißbahnen (voll verschweißte Bitumenbahnen) sind die häufigste Wahl für Flachdächer. Bitumenbahnen gehören zu den wenigen Dacheindeckungen, die für alle Dachneigungen geeignet sind und deshalb sowohl auf Flachdächern als auch auf Steildächern verlegt werden können. Flachdächer finden sich vorwiegend auf modernen Bauten und sind vor allem für niederschlagsarme Gebiete geeignet. Der Grund dafür besteht natürlich darin, dass das Niederschlagswasser langsamer abfließt.

    Blechdach

    Dacheindeckungen aus Blech sind gut für Dächer mit minimalen Neigungen geeignet. Neben den Bitumenbahnen zählt auch das Blechdach zu den vielseitigen Dacheindeckungen, weil damit Dächer mit einem Gefälle zwischen 6 und über 90° eingedeckt werden können. Blechdächer können aus verzinktem Stahlblech, Titanzink, Aluminium, Kupferblech oder Edelstahl bestehen. Zur Auswahl stehen völlig glatte Bleche sowie Well- und Trapezbleche.

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    Auf Flachdächern fließt Regenwasser spürbar langsamer ab, was bei der Wahl des Eindeckungsmaterials zu berücksichtigen ist.

    2.2 Flach geneigte Dächer (5-20°)

    Für flach geneigte Dächer mit einem Gefälle von mehr als 5° eignen sich Blecheindeckungen in Form von Dachziegeln. Dächer mit mehr als 10° Neigung können mit einem beschichteten Blech gedeckt werden. Dächer mit einer Dachneigung von über 20° lassen sich dagegen mit Dachziegeln decken, die ideale Dachneigung für Betondachsteine beträgt 20-45°. Leichte Eindeckungen aus Faserzement (Faserzementplatten) sind für Dächer mit einem Gefälle von mehr als 15° geeignet.

    Dachziegel

    Dachziegel aus Ton gibt es in unterschiedlichen Formen: Hohlfalzziegel, Römerziegel, Mönch- und Nonnenziegel, Doppelmuldenfalzziegel, Reformpfanne, Tonschindel, Flachdachziegel, Verschiebeziegel und Biberschwanz. Auf Dächern 30 bis 40° Neigung wird häufig Biberschwanz mit Falz verlegt. Der Biberschwanz eignet sich für Dächer mit bis zu 60° Neigung, wobei auf die Verlegeweise zu achten ist.

    Faserzementplatten

    Faserzementplatten besitzen ein wesentlich geringeres Gewicht als Dachziegel aus Ton. Glatte Faserzementplatten eignen sich für Dächer mit einem Gefälle von mindestens 15°, während sich mit Wellplatten aus Faserzement auch flacher geneigte Dächer mit einem Mindestgefälle von 7° eindecken lassen.

    Betondachsteine

    Die optimale Dachneigung für Betondachziegel beträgt 20 bis 45°. Der Nachteil einer Dacheindeckung aus Beton besteht natürlich in ihrem hohen Gewicht. Die Dachsteine werden aus einer Mischung aus Zement, Wasser und einem Aggregat hergestellt, der am Ende Farbpigmente beigemischt werden. Der Vorteil von Betondachsteinen liegt in ihrer Frostbeständigkeit und darin, dass sie nur wenig Wasser aufnehmen, weshalb sie sehr beständig sind.

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    Betondachsteine sind widerstandsfähig, aber schwer.

    2.3 Steildach (Dachneigung über 20°)

    Je steiler die Dachneigung, desto kleiner werden die Dimensionen der Dachziegel. Sehr steile Dächer sind typisch für die Alpenregion, wo es das ganze Jahr über viel Niederschlag gibt. Zu den Vorzügen eines steilen Daches gehören neben dem leichten Abfließen von Niederschlagswasser auch das leichtere Abtauen und Abrutschen von Schnee. Neben den oben erwähnten Dacheindeckungen werden Steildächer auch mit Holzschindeln eingedeckt, die sich gut für sehr steile Dächer eignen und sozusagen ein Markenzeichen von Alpendächern sind.

    Holzschindeln

    Wie oben erwähnt, werden Holzschindeln für Dächer mit einer Neigung von 40 bis 60° verwendet, die minimale Dachneigung für Holzschindeln beträgt 20°. Allgemein gelten die Schindeln als eine sehr starke Dacheindeckung, die auch hohen Belastungen standhält. Deshalb kann die Dacheindeckung auch hohe Schneelasten tragen. Schindeldächer werden überwiegend aus Nadelhölzern hergestellt: Lärche, Fichte und Tanne. Lärchenholz ist besonders haltbar und witterungsbeständig, weshalb es als das geeignetste Holz zur Herstellung einer Dachdeckung gilt. Das aus Lärchenbrettern hergestellte Lärchenbrettdach ist eine eigene Variante der Dachdeckung, obwohl sie dem Schindeldach sehr ähnlich sieht.

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    Holzschindeln sind eine Traditionseindeckung für Steildächer.
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    Autor: Daibau Magazin

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