Das Raumprogramm: der erste Schritt der Bauplanung

    Eine Bauplanung beginnt mit dem Raumprogramm, mit dem eine Übersicht der Räume, über die das zu erbauende Gebäude verfügen soll, geschaffen wird. Das Raumprogramm wird in mehreren Schritten zusammengestellt, die sich von der Ermittlung des Raumbedarfs bis zur ersten Kostenschätzung erstrecken.
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    1. Raumprogramm

    Am Anfang einer Bauplanung steht das Raumprogramm. Hierbei handelt es sich um eine Übersicht der Räume, die im späteren Grundriss enthalten sein sollen. Daneben beinhaltet das Raumprogramm die Funktionen und Anforderungen an die Räume. Es wird durch den Architekten im Rahmen der Projektentwicklung zusammengestellt und sein Zweck besteht darin, all Überlegungen, Vorstellungen und Wünsche des Bauherrn systematisch durchzugehen und eine Grundlage für eine gute Grundrissplanung zu schaffen. Deshalb dient das Raumprogramm als Grundlage für den weiteren Verlauf der Gebäudeplanung. Im Weiteren erfahren Sie, wie die Zusammenstellung des Raumprogramms abläuft.

    2. Raumbedarf ermitteln

    Um ermitteln zu können, wie viel Wohnfläche Sie brauchen, müssen Sie sich als Erstes darüber klar werden, wie viele und welche Räume Sie benötigen. Dabei ist es hilfreich, ein Raumbuch anzulegen (ein Raumbuch ist eine tabellarische Auflistung der Räume, in der jedem Raum auch seine Nutzung zugeordnet wird). Bedenken Sie, dass sich kaum jemand beim Hausbau tatsächlich alle Wünsche erfüllen kann und dass es unverzichtbar ist, Prioritäten zu setzen: Sie sollten darüber nachdenken, auf welche Räumlichkeiten Sie und Ihre Familie nicht verzichten können, was Sie aufschieben können und worauf Sie eigentlich sogar verzichten können.

    Anzahl und Art der Räume hängen von mehreren Faktoren ab: ab, wie viele Menschen das Haus bewohnen werden, wie viele Kinder Sie haben, was für einen Lebensstil, ob Sie später vielleicht einen Zubau errichten möchten usw. Deshalb müssen Sie z. B. darüber nachdenken, ob das Haus mehr Platz für die ganze Familie bieten soll oder ob Sie vor allem viel Platz für Ihre Kinder brauchen, ob Sie viel Raum für Ihre Hobbys benötigen, ob das Haus repräsentativ sein soll oder ob es Ihnen vor allem auf Bequemlichkeit ankommt usw. Um das Budget nicht übermäßig zu strapazieren und eventuelle künftige Veränderungen des Raumbedarfs zu berücksichtigen, können Sie auf praktische Lösungen zurückgreifen, wie etwa das Zusammenlegen von Raumfunktionen oder die Schaffung kleinerer Räume mit der Möglichkeit zu späteren Erweiterungen.

    Durch das Zusammenlegen von Raumfunktionen, also die Reduzierung der Raumanzahl, lassen sich die Kosten pro Quadratmeter Wohnfläche spürbar senken, weil weniger Trennwände benötigt werden. So können z. B. Küche und Esszimmer in einer Wohnküche vereint werden, die den Mittelpunkt des Familienalltags bildet (dies ist vor allem für Familien mit kleineren Kindern praktisch, weil die Kinder dort auch spielen können). Wenn die Küche ohnehin der Mittelpunkt des Familienalltags ist, können auch Wohnraum und Küche zusammengelegt werden (in diesem Fall muss für eine Abtrennung zu anderen Räumen gesorgt werden, damit sich die Küchengerüche nicht im ganzen Haus verteilen). Als Zwischenlösung können Wohnraum und Schlafplatz zusammengelegt werden (diese Lösung ist zwar nur kurzfristig, spart aber am meisten Geld und Platz). Bei der Anzahl der Kinderzimmer muss man bedenken, dass sich Kinder unter 10 Jahren problemlos ein Zimmer teilen können, doch dann muss außerhalb des Kinderzimmers ein18 – 20 m2 Raum zum Spielen bereitgestellt werden.

    Wenn sich die Raumfunktionen nicht vereinen lassen. können Sie auch durch die Verkleinerung der einzelnen Räume eine Kostenersparnis erreichen. Jedoch sollten Sie in diesem Fall unbedingt die Möglichkeit einer späteren Anpassung vorsehen und die Voraussetzungen dafür schaffen, die kleineren Räume später zu einem größeren Raum zusammenzulegen oder durch Ausbauten erweitern zu können.

    Expertenrat des Unternehmens Ludwig Riha GesmbH

    Welche Aufgaben haben Sie bei der Planung eines Einfamilienhauses, müssen Sie dabei etwas besonders beachten, zum Beispiel wichtige Informationen? Verwenden Sie dafür Hilfsmittel oder Programme?

    Die Planung eines Einfamilienhauses ist etwas sehr individuelles und auf den jeweiligen Kunden abgestimmte Arbeit. Die Grundbedürfnisse des Wohnens sind zwar grundsätzlich gleich, jedoch gestaltet jede Person ihren täglichen Ablauf anders. Grundsätzlich ist vorab zu klären für welchen Familienbedarf das Objekt zu Planen ist (2 Personen mit oder ohne Kinder usw.). Weiter sind auch die Randbedingungen bei den Planungsgesprächen abzustimmen (Garage, Pool, usw.). Die Lage und Größe des Grundstücks ist natürlich auch wesentlich. Ein wesentlich Zeitaufwand ist die erste Entwurfsphase bei der Größe, Aussehen und Lage des Objekts besprochen werden. Auch die Gesamtkosten sollten immer mit betrachtet werden. Die Bauvorschriften sind vorab einzuholen und von vornherein einzuplanen.

    Die Planung erfolgt auf eigenen CAD-Programmen und reicht von einfachen Grundriss Darstellungen bis zu 3D-Visualisierungen.

    Wie lange dauert der Prozess der Planung und wie sieht es mit den Kosten aus, worauf muss der Kunde achten?

    Für die Planung sollte ein Zeitraum von 2 Monaten angesetzt werden, da auch der Kunden immer wieder Nachdeckpausen benötigt. Die Kosten hängen wesentlich von dem Thema ab, wie weit sich der Kunden mit seinen Wohnbedürfnissen auseinander gesetzt hat. Die erste Arbeit ist ein sogenanntes Raumprogramm (wie viele Räume möchte Kunde und wie Groß sollen sie sein). Die Kosten liegen zwischen 4000 und 7000€ und hängen wesentlich davon ab, wie weit der Kunde sich mit seinem Haus schon beschäftigt hat bzw. wie viele Entwürfe zu zeichnen sind.

    Herr Ing. Riha, Ludwig Riha GesmbH

    2. Raumgröße bestimmen

    Wenn Anzahl und Funktion der Räume festgelegt sind, müssen Sie noch deren Größe bestimmen. Es ist sehr nützlich, wenn Sie sich fachmännische Hilfe über die Richtwerte für durchschnittliche Wohnraumgrößen holen. So ist etwa ein Bad im Regelfall 6 – 10 m2 groß, ein Kinderzimmer 10 – 15 m2, ein Wohnzimmer 20 – 30 m2 und ein Arbeitszimmer 8 – 14 m2. Neben der Wohnfläche müssen Sie auch an die Haustechnikfläche denken: Brennstofflager 4 – 6 m2, Heizungsraum 4 – 6 m2 usw.

    3. Von der ersten Berechnung bis zur ersten Kostenschätzung

    Basierend auf Ihren Vorgaben zu den Räumen und den Richtwerten für durchschnittliche Wohnraumgrößen kann nun eine erste Berechnung durchgeführt werden. Dann ist ein sog. Gegencheck an der Reihe, womit gemeint ist, dass Sie überprüfen müssen, ob Sie wirklich an alles gedacht haben. Hier können Sie ggf. fehlende Räume hinzufügen oder Raumgrößen korrigieren. Bei der Prüfung gibt es einiges zu bedenken. So nimmt der Wohnbereich (Küche, Wohnzimmer, Kinderzimmer usw.) in der Regel gut 70 % der Bruttogrundfläche ein und der Bereich der Haustechnik und Konstruktion (Wasserversorgung Hausanschlüsse und Heizanlage, Wände, Stützen usw.) etwas weniger als 20 %. Verkehrswege und der gemeinsame Erschließungsbereich (Treppen und Flure) nehmen etwa 10 % der Grundfläche in Anspruch.

    Nach dem Gegencheck sollte eine zweite Berechnung durchgeführt werden, um sich zu vergewissern, dass alles passt. Nun können Sie auch eine erste Kostenschätzung vorzunehmen. Der Quadratmeterpreis der Wohnfläche für Neubauten beträgt zwischen 800 € (einfaches Reihenhaus) und 1.700 € (komfortabel ausgestattetes Einfamilienhaus). Falls Sie noch keine genauen Vorstellungen zu Ihrem gewünschten Qualitätsstandard haben, können Sie auch einen Durschnittspreis von 1.300 € nehmen.

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    Autor: DaiBau Magazin
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