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    Was ist die optimale Dicke der Fassade?

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    Am Markt gibt es viele Lösungen für klassische Putzfassaden und Wärmedämmverbundsysteme von namhaften Herstellern. In unseren Tipps haben wir bereits die Bedeutung der Dämmstoffdicke bei der Dämmung der Gebäudehülle hervorgehoben. Doch was ist wirklich die optimale Dicke der Fassade bei minimalen Kosten und maximaler Dämmwirkung?
    Fachartikel 17330
    Was ist die optimale Dicke der Fassade
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    1. Optimale Dämmstoffdicke der Fassade

    Zunächst möchten wir erläutern, was die optimale Dicke (Stärke) der Fassadendämmung ist. Es stimmt nämlich nicht, dass die Dämmung so stark wie nur möglich sein sollte. Die optimale Dämmstoffdicke ist jene, bei der die Dämmung das Gebäude gut vor Energieverlusten schützt, ohne einen verschwenderischen und deshalb unwirtschaftlichen Materialaufwand zu erfordern. Eine zu starke Fassadendämmung führt nicht nur zu unnötig hohen Herstellungskosten, sondern auch dazu, dass das Gebäude nicht so atmen kann, wie es sollte. Außerdem ist der Materialverbrauch übermäßig hoch, was nicht umweltfreundlich ist.

    2. Minimale Dicke der Fassadendämmung

    2.1 Fassadendämmstärke nach Vorschrift

    Die in den Verordnungen und Gesetzen vorgeschriebene Mindestdicke der Wärmedämmung ist nicht immer die optimale Lösung. Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass sich mit einer zu dünnen Schicht Styropor, Graphitstyropor oder Steinwolle nicht die Wärmedämmung erreichen lässt, die für eine effiziente Heizkostensenkung nötig wäre. Es stimmt aber auch, dass eine sehr dicke Dämmschicht das Bauen teurer und komplizierter macht - die Wände werden übermäßig dick und die Gebäudehülle kann nicht atmen.

    3. Die minimale Dämmstoffdicke hängt vom Dämmstoff ab

    Natürlich hängt die Dicke der Wärmedämmung in erster Linie von dem Dämmstoff ab, aus dem sie hergestellt wird. XPS (extrudiertes Polystyrol) dämmt besser als beispielsweise Steinwolle, weshalb sich bei geringerer Dämmstoffdicke der gleiche Wärmedämmeffekt erreichen lässt. Verschiedene Arten von Mineralwolle (Stein- und Glaswolle) dämmen etwa gleich gut, weshalb auch die erforderlichen Dämmstoffdicken ungefähr gleich sind. Die beste Dämmung ist Vakuumwärmedämmung, die zur Isolierung von Raumfahrzeugen verwendet wird. Bei der Vakuumdämmung ist eine nur wenige Millimeter dünne Folie ausreichend, doch leider ist diese Dämmung auch extrem teuer, weshalb sie im Bauwesen nur zu speziellen Zwecken verwendet wird.

    Vakuumdämmung-Fassade.jpg
    Vakuumfolie ist die dünnste Fassadendämmung. Mit ihr lassen sich sehr dünne Fassaden ausführen, doch aufgrund ihres hohen Preises wird sie nur zur Dämmung einzelner ausgewählter Details verwendet.

    4. Preislicher Aspekt der Fassadendämmung

    Weil die Preise verschiedener Dämmstoffe sehr unterschiedlich sind, ist bei der Fassadendämmung der preisliche Aspekt ein wichtiger Entscheidungsfaktor. Man darf nicht nur daran denken, wie sich die Dämmschicht möglichst dünn gestalten ließe - die dünnste Dämmstoffdicke hat man bei Vakuumwärmedämmung, die aber so teuer ist, dass mit ihr nur bestimmte Details abgedeckt werden, um Wärmebrücken zu vermeiden. Es ist immer notwendig, ein Gleichgewicht zwischen der Effizienz der Wärmedämmung und ihrem Preis zu finden.

    5. Ästhetischer Aspekt der Fassadendämmung

    Bei der Bestimmung der optimalen Dämmstoffdicke gibt es keine eindeutige Antwort und eines der wichtigen Entscheidungskriterien ist auch das ästhetische Erscheinungsbild des Hauses, nachdem dessen Fassade mit der Wärmedämmung verkleidet wurde. Hat das Haus z. B. relativ kleine Fenster, ist eine sehr dicke Wärmedämmschicht für das Wohngefühl eher von Nachteil. Sie schafft eine tiefe und dicke Fassadenschicht und man hat im Haus das Gefühl, als wäre man in einem dunklen Tunnel gefangen. Zudem wirkt sich eine große Dämmstoffdicke negativ auf die Besonnung der Innenräume aus.

    6. Die Dämmstoffdicke hängt von Hausteil ab

    Man darf auch nicht vergessen, dass die Mindestdicke der Fassadendämmung sehr stark vom jeweiligen Hausteil abhängt. Die Wärmedämmung sollte im Dachbereich am stärksten sein (Dachdämmung – Dachbodendämmung und Dachscrägendämmung), da die meiste Energie über das Dach verloren geht. Deshalb ist die Wärmedämmschicht im Dachbereich 2 bis 2,5 stärker als in anderen Bereichen des Hauses. Auch an den Fundamenten muss die Dämmschicht dicker sein - sie ist ungefähr gleich dick wie im Dachbereich. An den erdberührten Wänden im Keller ist die Dämmstärke normalerweise einige Zentimeter größer als an höher gelegenen Wänden.

    Mineralwolle-Dachbodendämmung.jpg
    Im Dachbereich (hier ist Dachbodendämmung zu sehen) sollte die Dämmstoffdicke mindestens doppelt so stark sein wie an den Außenwänden.

    7. Der Preis ist nicht der einzige Entscheidungsfaktor

    7.1 Dünnere Fassaden können teurer sein

    Bei der Wahl einer Fassade blickt man verständlicherweise zunächst auf den Preis. Doch eine günstigere Fassade bedeutet eine dünnere Dämmung und folglich eine höhere Wärmeleitfähigkeit, was bereits im ersten Jahr durch hohe Wärmeverluste offensichtlich wird. Eine sehr dicke Fassade ist jedoch auch nicht immer die richtige Lösung. Ab einem bestimmten Punkt kann die Wärmeübertragung nicht mehr nennenswert reduziert werden, auch wenn eine 30 cm dicke Fassade montiert wird. Die hohen Investitionskosten für die Fassadendämmung sind dann nicht zu rechtfertigen. Jeder weitere Zentimeter Dämmstärke kostet nämlich gleich viel.

    7.2 Der Fassadenpreis hängt nicht nur von der Dämmung ab

    Bei einer 20 cm dicken Fassade macht die Investition in die Dämmung nur etwa 30 % der Gesamtkosten der Fassade aus. Man sollte nämlich wissen, dass der Fassadenpreis auch die Kosten für den Transport, das Gerüst und dessen Miete (der Mietpreis liegt bei etwa 5 €/m2) sowie die Bearbeitung der Fassade um Fenster- und Türöffnungen herum umfasst. Eine 20 cm dicke Dämmschicht ist nur 20 % teurer als eine 15 cm dicke Dämmschicht.

    8. Was ist also die optimale Dicke der Fassade?

    Im Regelfall liegt die optimale Dicke der Fassade bei 20 bis 25 cm. Wenn XPS-Dämmung verwendet wird, kann man es auch wagen, die Fassadendicke auf weniger als 20 cm zu reduzieren. Im Dachbereich und an den Fundamenten ist eine viel größere Dämmstoffdicke erforderlich, etwa 30 bis 40 cm. An den erdberührten Kellerwänden reicht die gleiche Dämmstoffdicke wie an anderen Gebäudeteilen, jedoch ist hier eine Bauwerksabdichtung gegen eindringendes Wasser dringend erforderlich.

    Mit einer solchen Fassadendicke werden optimale Dämmwerte zu einem akzeptablen Preis erreicht. Die Fassade kostet in diesem Fall rund 85 €/m2.

    Für einen genaueren Fassadenpreis empfehlen wir Ihnen, uns eine Anfrage abzugeben, die wir an erfahrene Fassadenarbeiter im System Daibau weiterleiten werden.

    Fachartikel 17330
    Autor: Daibau Magazin

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