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    Quellfassung: die alpine Alternative zum Brunnen

    Die Nutzung von Quellwasser ist in letzter Zeit wieder sehr aktuell. Dabei ist vor allem im alpinen Raum die Quellfassung neben dem Brunnen die bekannteste Art der Wassergewinnung. Sie ermöglicht es, natürlich aus dem Boden austretendes Wasser als Trinkwasser zu nutzen, wodurch tiefer liegende Grundwasserressourcen geschont werden. Jede Quellfassung wird individuell geplant. Der Bau einer Quellfassung ist sehr anspruchsvoll, weshalb damit nur kompetente und erfahrene Fachleute zu beauftragen sind.
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    1. Trinkwassergewinnung durch Quellfassungen

    Seit einigen Jahren gewinnt die Nutzung von Quellwasser wieder zunehmend an Bedeutung. Dabei ist vor allem im alpinen Raum die Quellfassung neben dem Brunnen die bekannteste Art der Wassergewinnung. Bei einer Quellfassung handelt es sich um die künstliche Einfassung einer Quelle zwecks Trinkwassergewinnung. Sie kann an Stellen errichtet werden, wo Wasser von selbst aus einem Hang zutage tritt oder in einer geringen Tiefe vermutet wird. Mithilfe der Quellfassung wird das natürlich aus dem Boden austretende Wasser gesammelt, damit es dauerhaft als Trinkwasser verwendet werden kann. Eine Quellfassung ist eine Art Abschlussbauwerk, welches das Quellwasser vor Verunreinigungen schützt.

    2. Eigenschaften von Quellfassungen

    Der große Vorteil von Quellfassungen besteht darin, dass durch das Fassen und die Nutzbarmachung von oberflächennahem Grundwasser tiefer liegende Grundwasserressourcen geschont werden. Quellfassungsanlagen werden individuell geplant, denn es sind mehrere Einflussfaktoren zu berücksichtigen (z. B. die Wahl des Standortes, der Fassungstiefe und der Fassungsart) und ihr Bau ist anspruchsvoll. Die richtige Ausführung der Quellfassung ist von entscheidender Bedeutung für deren Qualität und Dauerhaftigkeit. Falls die Quelle falsch gefasst wird, ist eine Sanierung meistens unmöglich, stattdessen muss eine neue Quellfassung angelegt werden, was mit großem Aufwand verbunden ist. Schlimmstenfalls kann eine undichte Fassung zu einer Hangrutschung mit unabsehbaren Folgen führen. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, den Bau der Quellfassung kompetenten Fachleuten anzuvertrauen.

    Expertenrat des Unternehmens Ing. Johann Zötsch

    Was ist der Unterschied zwischen einem Schachtbrunnen und einer Quellfassung?

    Mit einfachen Worten werde ich versuchen den Unterschied zwischen Schachtbrunnen und Quellfassungen zu erklären.

    Ein Schachtbrunnen ist ein Bauwerk zur Gewinnung von Wasser im Untergrund.

    Bei einer Quelle tritt Wasser aus dem Untergrund aus und wird anschließend gefasst.

    Bei einer Quellfassung handelt es sich somit um Wassergewinnung eines zu tagetretenden Wasservorkommens oder die Wasserfassung eines in geringer Tiefe befindlichen Wasserlaufes.

    Eine Quellfassung kommt dann zur Anwendung, wenn das Wasser sichtbar ist. Das Wasser wird gefasst, in einen Speicher geleitet und gelangt so zum Verbraucher.

    Besonders hervorheben möchte ich, dass bei einer Quellfassung das Einzugsgebiet einer Quelle nicht von Verbauung, wie z.B.: Industrie, Landwirtschaft oder Verkehr, beeinflusst werden sollte. Das Einzugsgebiet auch Schongebiet genannt sollte frei von jeglicher Schadstoffeintragung sein.

    Kann ein Preis für Quellfassungen eigentlich festgelegt werden?

    Ein Preis für eine Quellfassung kann erst nach einer Projekterstellung veranschlagt werden. Es handelt sich um eine individuell gestaltende Anlage die von einer Vielzahl von Faktoren abhängig ist.

    Die Bauart ist beispielsweise von der Geologie, den Geländeverhältnissen, dem Wasserbedarf und diversen anderen Einflüssen abhängig.

    Jede einzelne Anlage ist ein Unikat.

    Quellfassungen für Einfamilienhäuser, die keine besonderen Schutzmaßnahmen benötigen, sind preislich günstiger als wasserrechtlich bewilligungspflichtige Anlagen für mehrere Verbraucher.

    Herr Ing. Zötsch, Ing. Johann Zötsch

    2. Bau einer Quellfassung

    Einst wurde das Wasser in einem Holzschacht oder Plastikkanister aufgefangen oder durch eine nicht abgedichtete Drainage gefasst. Heute dagegen sind Quellfassungen umfangreiche und komplexe Bauwerke, die mit modernen Methoden errichtet werden. Obwohl, wie oben erwähnt, jede Quellfassung individuell geplant wird, lassen sich dennoch die grundlegenden Merkmale des Baus einer Quellfassung beschreiben.

    Zuerst wird die Quelle fachgerecht begutachtet, um zu bewerten, ob sich das Fassen überhaupt lohnt. Falls der Befund positiv ist, wird eine Quellfassung in Abhängigkeit von der Quellart gebaut. Eine potenzielle Quelle sollte möglichst am natürlichen Austrittsort an der Oberfläche und ohne ein Anstauen gefasst werden, damit das austretende Grundwasser vor Verunreinigungen geschützt bleibt. Beim Bauen der Quellfassung besteht der erste Arbeitsschritt natürlich in der Freilegung der Quelle. Diese erfolgt in der Regel anfangs mit einem Bagger und wenn die entsprechende Quelle ausreichend freigelegt und an der Oberfläche ist, wird in Handarbeit weitergearbeitet (in manchen Fällen muss die Freilegung gänzlich per Handarbeit durchgeführt werden). Mit den Grabungsarbeiten wird an der Quellaustrittstelle begonnen und sie werden immer gegen die Fließrichtung des Wassers weitergeführt. Um die Wasserqualität zu sichern, muss der Fassungsbereich möglichst kurz gehalten werden. Unter der Quelle wird eine wasserundurchlässige Lehmwanne geformt, welche die Versickerung des Wassers verhindert.

    Nun kann die eigentliche Quellfassung gebaut werden. Eine Betonstaumauer wird errichtet. Beim austretenden Wasser wird ein Filterrohr (Drainagerohr) zum Auffangen des Quellwassers verlegt, um dieses in den Fassungsschacht zu leiten. Zu diesem Zweck wird meist ein Kunststoffrohr mit Schlitzen verwendet. Filterrohr und Fassungsschacht werden anschließend mit einer Schüttung Filterkies entsprechend abgestufter Korngrößen abgedeckt.

    Schließlich muss der Fassungsbereich versiegelt werden, um ihn vor dem Eindringen von Oberflächenwasser zu schützen, denn Niederschlagswasser kann Verunreinigungen und Bakterien mit sich führen. Dies wird durch das sorgfältige Aufbringen einer Abdeckung erreicht. Die unmittelbare Abdeckung erfolgt mit Steinplatten, Abdichtfolie, Beton oder Lehm. Die Abdeckung muss unbedingt ein Gefälle aufweisen, um das Abfließen von einsickerndem Niederschlagswasser zu erleichtern. Das wieder eingebrachte Erdmaterial wird verdichtet und der Bereich um die Quellfassung kann erneut begrünt werden. Allerdings sollte er frei von Bäumen und Sträuchern gehalten werden, damit keine Wurzeln in die Bauteile einwachsen können.

    Die Entnahmeleitung führt das Wasser direkt in den Quellsammelschacht. Falls mehrere Quellen gefasst werden, sollte jede Quelle einzeln in den Sammelschacht geleitet werden. Dadurch kann jede Quelle einzeln überprüft werden und im Falle einer Verunreinigung lässt sich deren Wasser ableiten. Beim Quellsammelschacht ist der Überlauf besonders wichtig. Dieser muss immer ein rückstaufreies Auslaufen der Quelle ermöglichen und dient weiter als Sandfang zum Schutz der Ableitung. Bei einem Rückstau bestünde nämlich die Gefahr, dass sich die Quelle einen neuen Weg sucht und somit an dieser Stelle nicht mehr austritt. Zur Auswahl stehen Quellsammelschächte aus Polyethylen Beton, Edelstahl oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GfK). Das geeignete Material wird mit Hinblick auf die örtlichen Gegebenheiten, die Wasserbeschaffenheit und zusätzliche Anforderungen bestimmt.

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    Autor: DaiBau Magazin
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