Welche Kosten sind bei einem Hausabriss zu erwarten?

    Ein Hausabriss kann aus unterschiedlichen Gründen vorgenommen werden. Weil dafür schweres Gerät und ein erheblicher Arbeitsaufwand erforderlich sind, muss man auch mit entsprechenden Kosten rechnen. Die Abrisskosten werden durch die Gebäudegröße und andere Faktoren beeinflusst.
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    1. Gründe für einen Hausabriss

    Schlechter Zustand der Immobilie

    Für einen Hausabriss kann es unterschiedliche Gründe geben. Es ist keine Seltenheit, dass Immobilien geerbt oder sehr günstig gekauft werden, die alt sind und sich in einem renovierungsbedürftigen oder manchmal sogar baufälligen Zustand befinden. In solchen Fällen kann es vorkommen, dass der marode Zustand eine Sanierung unmöglich macht. Schwere Baumängel und ein technisch sehr schlechter Zustand des Gebäudes (z. B. in Bezug auf die Statik oder wenn Schadstoffbelastungen vorliegen) zählen zu den häufigsten Gründen für den Abriss eines Hauses. Dies kann bei geerbten Immobilien oder bei klassischen Fehlkäufen der Fall sein.

    Veraltete Bauweise

    Etliche in die Jahre gekommenen Gebäude – vor allem Häuser aus den 50er und 60er Jahren – entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen: die Wohnfläche ist zu klein (das Gleiche gilt für die einzelnen Räume), die Wärmedämmung nicht ausreichend, die Haustechnik veraltet, ein Dachbodenausbau nicht ausführbar. Solche Häuser befinden sich jedoch oftmals auf vielversprechenden Grundstücken – dann entspricht der Grundstückswert allein fast schon dem Kaufpreis der Immobilie. Häufig kommt es vor, dass sich energetische und architektonische Vorstellungen des neuen Eigentümers mit einer Altbausanierung nicht realisieren lassen. In allen angeführten Fällen ist es naheliegend, das Haus abzureißen und an seiner Stelle einen Neubau zu errichten.

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    Bei in die Jahre gekommenen Immobilien, die nicht mehr den heutigen Standards entsprechen, ist ein Abriss naheliegend.

    Finanzieller Aspekt

    Wenn nach gründlicher Überlegung tatsächlich der Beschluss zu einem Abriss getroffen wurde, muss man sich Gedanken zu den Kosten machen. Der Kostenaufwand wird bei Überlegungen zu einem Hausabriss als häufigstes Gegenargument angeführt. Doch durch den Abriss eines alten und den Bau eines neuen Hauses in moderner und solider Bauweise lässt sich ein dauerhafter Wert schaffen. Der Grundstückseigner kann auf diese Weise sein Traumhaus verwirklichen, in dem er jahrzehntelang komfortabel wohnen kann, was in einem sanierten Altbau in viel geringerem Maße möglich wäre (außerdem können auch aufwändige Sanierungen ziemlich teuer werden). Bei energieeffizienten Neubauten lassen sich auch Fördergelder von Bund und Ländern sichern.

    Gesetzliche Vorschriften

    An dieser Stelle ist noch darauf hinzuweisen, dass auch bei einem Hausabriss und anderen großen und kleinen Abbrucharbeiten die gesetzlichen Vorschriften zu beachten sind. Zuerst muss das Abbruchvorhaben bei der Gemeinde gemeldet werden und dann müssen alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten und anfallender Bauschutt ordnungsgemäß entsorgt werden.

    2. Welche Faktoren beeinflussen die Abrisskosten?

    Die Frage nach den Kosten für einen Hausabriss lässt sich kaum pauschal beantworten, da diese Kosten durch mehrere Faktoren beeinflusst werden. Am meisten werden die Kosten durch die fünf Faktoren bestimmt, die hier aufgelistet sind.

    Der wahrscheinlich offensichtlichste Kostenfaktor ist die Gebäudegröße. Sowohl der erforderliche Arbeitsaufwand als auch die Maschinenzeit hängen nämlich von der Größe des Gebäudes ab. Den zweiten Preisfaktor stellen die örtlichen Gegebenheiten bzw. vor allem die Zugänglichkeit der Abrissstelle dar. Wenn das abzureißende Gebäude eng zu anderen Gebäuden steht, gestaltet sich der Abriss schwieriger, als wenn es frei steht und von allen Seiten gut zugänglich ist. Neben der Zugänglichkeit für die Maschinen spielt auch der ggf. benötigte Schutz benachbarter Grundstücke eine Rolle. Weil das Grundstück und seine nähere Umgebung die Schwierigkeit des Abrisses bestimmen, beeinflussen sie auch seine Kosten.

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    Die Kosten werden unter anderem durch die Maschinenzeit beeinflusst.

    Die Lage des Gebäudes beeinflusst auch die Sicherheitsmaßnahmen, die eingehalten werden müssen. Wenn das Gebäude z. B. an einer Straße oder einem Gehweg liegt und aufwendige Sicherheitsmaßnahmen und Absperrungen vorgenommen werden müssen, um die Baustelle vorzubereiten, erhöht sich auch der Preis, da Gebühren für die Sperrung und andere Kosten in die Gesamtkosten mit einfließen. Es gilt die Faustregel: je größer der Aufwand für die Baustelleneinrichtung, desto teurer wird der Abriss.

    Der nächste Kostenfaktor sind die Baumaterialien, die zum Bau des Gebäudes verwendet wurden. Bei unterschiedlichen Baumaterialien fallen nämlich beim Abriss unterschiedlich hohe Entsorgungskosten an. So müssen z. B. gesundheitlich bedenkliche Baustoffe wie Asbest (dieses wurde in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts als Bestandteil der berüchtigten Faserzement- bzw. Eternit-Platten verbaut) gesondert entsorgt werden, was mit höheren Kosten verbunden ist. Als Letztes sind die Kellerräume zu erwähnen. Falls das Abrisshaus über einen Keller verfügt, muss dieser aufwendig ausgebaggert werden. Das dadurch entstehende Loch muss dann aufgefüllt werden. Die Erde muss anschließend so verdichtet werden, dass der Neubau sicher errichtet werden kann.

    Der Abriss gut zugänglicher Gebäude ist kostengünstiger.
    Der Abriss gut zugänglicher Gebäude ist kostengünstiger.

    3. Kostenkalkulation

    Obwohl, wie oben beschrieben, die Kosten für einen Hausabriss von vielen verschiedenen Faktoren abhängen und deshalb pauschal nicht festgelegt werden können, lassen sie sich dennoch grob einschätzen.

    3.1 Planung

    Vor dem Abriss ist die Statik des Gebäudes zu untersuchen. Es ist wichtig, die Wände auf Schadstoffe zu prüfen. Dazu ist ein Experte notwendig, der ein Gutachten erstellen kann. Die Kosten für die Planung beginnen bei etwa 1.000 Euro bzw. 9 Euro pro Quadratmeter.

    3.2 Vorarbeiten

    Auf die Planung folgen die Vorarbeiten. Diese beinhalten die Gebäudeentkernung, bei der Bauelemente von Schadstoffen (z. B. Asbest und sonstige Schadstoffbelastungen) getrennt werden. Alle Giftstoffe müssen vor dem Abriss entsorgt werden. Darüber hinaus umfassen die Vorarbeiten die Entfernung von Wasser- und Stromleitungen und die Entsorgung sperriger Einrichtungselemente. Bei den Vorbereitungsarbeiten ist mit Kosten in Höhe von 2.500 bis 3.000 Euro bzw. 21 bis 23 Euro pro Quadratmeter zu rechnen.

    3.3 Abriss

    Nun geht es an das Abreißen des Hauses selbst. Der Abriss eines alten, durchschnittlich großen, teilweise unterkellerten und frei zugänglich liegenden Einfamilienhauses dauert einige Tage und man muss hierfür mit einem niedrigen fünfstelligen Betrag (grob gesagt, zwischen 10.000 und 25.000 Euro) bzw. 50 bis 100 Euro pro Quadratmeter rechnen. Die Kosten können niedriger ausfallen, wenn das Haus nicht unterkellert ist, der Abriss flächenmäßig größerer Gebäude kann hingegen deutlich teurer werden.

    3.4 Folgekosten

    Wie bereits erwähnt, muss das durch den Abriss entstandene Loch mit Erde aufgefüllt werden, um auf dem Gelände ein neues Gebäude errichten zu können. Für das Fundament des Neubaus muss ein verdichteter Grundstein gelegt werden. Diese Folgekosten betragen in der Regel mindestens 4.000 Euro bzw. 32 bis 35 Euro pro Quadratmeter.

    Der Bauschutt muss vorschriftsgemäß entsorgt werden.
    Der Bauschutt muss vorschriftsgemäß entsorgt werden.

    3.5 Bauschuttentsorgung

    Im Regelfall übernimmt die Abrissfirma auch die Entsorgung des Bauschutts. Die Firmen kennen nämlich die einzuhaltenden Regelungen wie z. B. die Recycling-Baustoff-Verordnung von 2016 und eine Novelle desselben Jahres (darin sind Rückbau, Trennung der Abbruchmaterialien, Entsorgung von Schad- und Störstoffen, Wiedereinbau von Material usw. geregelt) und die ÖNORM B 315 (Regelung der Schad- und Störstofferkundung). Die Kosten für die Bauschuttentsorgung belaufen sich auf etwa 3.000 bis 4.000 Euro bzw. 24 bis 27 Euro pro Kubikmeter. Falls asbesthaltige Materialien oder andere Schadstoffe im Bauschutt enthalten sind, kann es auch deutlich teurer werden.

    Expertenrat des Unternehmens Dzunic Transporte GmbH

    Wie sieht der Prozess des Abbruchs eines Einfamilienhauses aus? Wie lange dauert er?

    Es folgt eine örtliche Aufnahme des Abbruchobjekts. Natürlich muss vor dem Abbruch eine Abbruchsgenehmigung vorhanden sein. Wir besitzen für den Abbruch eigene Großmaschinen und somit ist der Abbruch relativ schnell erledigt. Die Dauer bezieht sich immer auf die Größe des Gebäudes, in der Regel bei einem Einfamilienhaus 7 Arbeitstage.

    Welche Faktoren beeinflussen den Preis von Abbruchsarbeiten?

    Der Preis von Abbrucharbeiten hängt davon ab, ob das Objekt außerhalb oder in der Stadt ist, wegen Sicherheitsmaßnahmen für Fußgänger und andere stehende Gebäude. Ein anderer großer Faktor sind Gefahrenstoffe, die im Haus erhalten sein können. Wenn Gefahrenstoffe im Haus erhalten sind, so muss sowohl auf die Sicherheit der Gefahrenstoffe als auch auf die richtige Trennung der Stoffe geachtet werden.

    Herr Ramakic, Dzunic Transporte GmbH

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    Autor: DaiBau Magazin
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