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    Keller mauern oder betonieren?

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    Keller können als Mauerwerkskeller, Dichtbetonkeller oder Fertigkeller errichtet werden. Heutzutage werden die meisten Keller betoniert, da Beton sehr hohe Druckfestigkeit aufweist. Der Dichtbetonkeller, der aus Ortbeton errichtet wird, ist dabei die hochwertigere der beiden aus Beton bestehenden Kellerarten.
    Fachartikel 1979
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    1. Kellerarten

    Ein Keller kann entweder betoniert oder gemauert werden. Die Baustoffe, die dabei zum Einsatz kommen, müssen gegen Verwitterung, Nässe und andere Belastungen widerstandsfähig sein. Grundsätzlich wird in dieser Hinsicht zwischen drei Kellerarten unterschieden: dem Mauerwerkskeller, dem Dichtbetonkeller und dem Fertigkeller. Die erste Variante besteht aus Mauerwerk, die anderen beiden aus Beton.

    2. Gemauerter Keller oder Mauerwerkskeller

    Die traditionelle Variante beim Kellerbau ist der gemauerte Keller bzw. Mauerwerkskeller. Er wird mit Mauersteinen oder verfüllbaren Schalsteinen gebaut, wobei meist Ziegel bzw. Steine aus Naturstein, Kalksandstein, Beton oder Ytong (Porenbeton) verwendet werden. Wenn der Keller mit Hohlraumziegeln gebaut wird, verläuft der Bauprozess schneller und die spätere Wärmedämmung lässt sich einfacher anfertigen. Es kommt auch vor, dass Ortbeton in die Zwischenräume gegossen wird. Dieser Prozess muss äußerst fachmännisch und präzise ausgeführt werden, weil sonst ernste Mängel auftreten können. Da ist es besser, gleich einen Dichtbetonkeller zu bauen.

    Der Bau eines Mauerwerkskellers verläuft relativ schnell und der Keller kann auch gut individualisiert bzw. während des Baus an geänderte Bedürfnisse angepasst werden. Da es sich beim Mauerwerkskeller um ein einfaches Kellermodell handelt, kann dieser auch in Eigenleistung hergestellt werden. Voraussetzung dafür sind entsprechendes handwerkliches Know-how und sehr sorgfältige Arbeit. Es ist z. B. darauf zu achten, dass die Wände dick genug ausgeführt werden, um den statischen Erfordernissen gerecht zu werden. Außerdem darf kein gewöhnlicher Mörtel, sondern nur Zementmörtel verwendet werden. Dem Eindringen und Aufsteigen von Feuchtigkeit wird durch waagrechte und senkrechte Sperrschichten begegnet. Auch eine Drainage ist anzulegen. Als Außenabdichtung wird in der Regel Bitumen eingesetzt (Bitumenanstrich oder Bitumen-Schweißbahnen). Aufgrund der schwarzen Farbe der Bitumen-Abdichtung werden solche Keller auch als Schwarze Wannen bezeichnet.

    Bei einem gemauerten Keller kann zwar problemlos eine hochwertige Außenabdichtung hergestellt werden, doch falls bei der Gebäudeabdichtung ein Fehler gemacht wurde, ist es äußerst schwierig, die undichte Stelle zu finden. Und falls das Gebäude über dem Keller bereits fertiggestellt ist, lassen sich die Kellerwände auch kaum noch freilegen, um sie zu reparieren. Bei Dichtbetonkellern besteht dieses Problem nicht, da Risse in der Kellerwand auch von innen verpresst werden können.

    3. Betonkeller

    Beton ist dank seiner hohen Druckfestigkeit der am häufigsten zum Kellerbau verwendete Baustoff. Die Kellerwände eines Betonkellers können entweder aus Beton-Fertigteilen oder aus Ortbeton, der vor Ort in eine Schalung gegossen wird, errichtet werden. Damit ein Betonkeller dauerhaft wasserdicht bleibt, muss er fachgerecht hergestellt werden. Deshalb sollte man auf keinen Fall versuchen, dies in Eigenleistung durchzuführen. Anders als Mauerwerkskeller sind Betonkeller nicht atmungsaktiv und müssen immer wieder gelüftet werden, da es sonst zu Schimmelbildung kommen kann. Weil Beton schlecht wärmedämmend ist, müssen Keller, die als Wohnräume genutzt werden sollen, entsprechend gedämmt werden. Eine häufige Variante ist die Weiße Wanne, deren Name sich von der hellen Färbung des Betons herleitet.

    Beton verfügt über sehr hohe Druckfestigkeit.
    Beton verfügt über sehr hohe Druckfestigkeit.

    3.1 Geschalter Keller oder Dichtbetonkeller

    Der geschalte Keller ist die massivste und hochwertigste Kellerart. Beim Bau eines Dichtbetonkellers wird auf der Baustelle zuerst eine Schalung errichtet, in die Ortbeton eingelassen und anschließend verdichtet wird. Der Bau eines solchen Kellers dauert etwas länger, da der Beton ungefähr zwei Wochen benötigt, um vollständig auszutrocknen. Erst dann kann die Schalung entfernt werden. Massive Dichtbetonkeller zeichnen sich durch ihre hohe Dichtheit bei stauwasseranfälligen Lehmböden und durch ihre hohe Passgenauigkeit aus. Gegenüber Fertigkellern haben sie den Vorteil, dass sie aus einem Guss gefertigt werden, weshalb sie weniger Fugen und damit weniger Schwachstellen aufweisen. Vor allem dann, wenn eine Nutzung des Kellers als erweiterter Wohnraum geplant ist, sollte man sich für einen Dichtbetonkeller entscheiden.

    Hierbei muss erwähnt werden, dass bei einem Massivkeller nicht nur die Kellerwände aus Dichtbeton bestehen. Heutzutage ist es nicht mehr üblich, Kellerböden als „offene“ Böden aus gestampftem Lehm zu gestalten. Bei Massivkellern heißt das, dass der Kellerboden aus Dichtbeton und die Kellerdecke aus Stahlbeton gefertigt wird.

    Bodenplatte aus Stahlbeton
    Über einem Massivkeller aus Dichtbeton wird eine Bodenplatte aus Stahlbeton errichtet.

    3.2 Fertigkeller

    Die dritte Variante ist der Fertigkeller, der nach dem gleichen Prinzip errichtet wird, wie ein Fertighaus. Er wird aus werkseitig vorgefertigten Fertigteilen zusammengesetzt und kann – richtige Planung vorausgesetzt – an nur einem Tag gebaut werden. Diese Kellervariante ist schnell und preisgünstig. Allerdings dauert die vorangehende Planungsphase mehrere Tage und der Koordinierungsaufwand ist nicht zu vernachlässigen.

    4. Abdichtung gegen drückendes Wasser

    4.1 Weiße Wanne

    Eine Weiße Wanne ist ein Keller ohne Außenabdichtung. Sie wird aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) bzw. einer Stahlbetonkonstruktion hergestellt, weshalb sie keine zusätzliche Abdichtung benötigt.

    4.2 Braune Wanne

    Bei Braunen Wannen wird eine Abdichtung aus Geotextil-Matten mit Bentonit-Füllung errichtet. Bentonit ist ein natürlich vorkommender, hochquellfähiger Ton, der nur in einer dünnen Schicht aufgetragen werden muss, um eine stark abdichtende Wirkung gegenüber Wasser zu erreichen.

    4.3 Schwarze Wanne

    Bei einer Schwarzen Wanne wird die Abdichtung entweder aus einer wasserundurchlässigen Bitumendickbeschichtung oder aus Bitumen- oder Kunststoffbahnen hergestellt. Eine Schwarze Wanne ist teurer als eine weiße Wanne.

    Expertenrat des Unternehmens HK&C Massivbau GmbH

    Wie sieht der Bauprozess eines Massivkellers aus? Kann ein Massivkeller überall gebaut werden?

    Der Prozess beginnt mit der Planung eines Einreichplanes. Dieser wird anschließend bewilligt und die Pläne werden umgesetzt. Ein Massivkeller kann überall gebaut werden.

    Welche Vorbereitungen müssen vor dem Bau getroffen werden? Wie lange dauert der Bau?

    Zu den Vorbereitungen gehören mitunter: Bodenbeschaffenheit, Markierung von Vermessungspunkten, Absteckung der Baustelle, Personalplanung, Materialanschaffung, Einrichtung der Baustelle, Umsetzung bzw. Bau. Der Bau dauert je nach Anforderung und Größe ca. 14 Tage.

    Welche Vorteile bietet ein Massivkeller?

    Die Vorteile sind ganz klar die Stabilität und Wasserundurchlässigkeit.
    Für ein stabiles und standsicheres Fundament sollte immer ein Massivkeller gewählt werden.

    Was beeinflusst den Preis beim Massivkellerbau?

    Die Bodenbeschaffenheit eines Grundstückes ist unter anderem sehr ausschlaggebend für den Preis. Natürlich auch die klassischen Gegebenheiten wie Angebot und Nachfrage sowie Wirtschaftslage. Die individuellen Wünsche des Bauherren sind ein wesentlicher Faktor bei der Preiskalkulation.
    Herr Kuchler, HK&C Massivbau

    Fachartikel 1979
    Autor: DaiBau Magazin
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