Metall lackieren: von der Oberflächenvorbereitung bis zum Schlussanstrich

    Metalle bzw. Metallgegenstände werden lackiert, um sie vor schädlichen Einflüssen zu schützen und um sie optisch aufzuwerten. Richtiges Lackieren ist aber nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Einerseits muss man unter den vielen verschiedenen Lacken ein Produkt auswählen, das sowohl für das zu lackierende Metall als auch für den konkreten Lackierungszweck geeignet ist. Andererseits muss man das Verfahren kennen und beherrschen: von der Oberflächenvorbereitung über das Auftragen einer geeigneten Grundierung bis zur richtigen Lackiertechnik beim Auftragen des Schlussanstrichs.
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    1. Metall und Metalllacke

    Metallgegenstände im Innen- und Außenbereich, aber auch im künstlerischen Bereich werden lackiert, um sie zu schützen und/oder optisch zu verschönern. Lackiert werden Balkone, in die Jahre gekommene Heizungen, Gartentische, Deko-Objekte und andere Genstände aus Metall. Wie man uns im Unternehmen MALEREI FARBO e.U. erklärt, übt die Oberflächenbeschaffenheit von Gegenständen großen Einfluss auf deren Langlebigkeit aus. Durch die fachgerechte Oberflächenbehandlung mit Metalllacken kann Beschädigungen durch äußere Einflüsse wie Hitze, Kälte und Abnutzung durch täglichen Gebrauch gezielt entgegengewirkt werden.

    Beim Lackieren von Metall gibt es zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, um das Material nicht nur zu optisch aufzuwerten, sondern auch zu schützen. Es gibt nämlich viele verschiedene Arten von Metalllacken, die sich für unterschiedliche Einsatzzwecke eignen: Korrosions- bzw. Rostschutzlack, Grundierungslack zur Vorbereitung von farbigen Lackierungen oder Anstrichen, Farb- bzw. Buntlack zur Dekoration, Klarlack oder schützende Effektbeschichtung wie Ofenlack, Hammerschlaglack oder Metalliclack.

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    Metalle im Außenbereich müssen vor Witterungseinflüssen geschützt werden

    Grundsätzlich sind alle Metalle zum Lackieren geeignet, also neben Stahl und Eisen auch Bunt- und Nichteisenmetalle wie Kupfer, Messing und Aluminium sowie Zink bzw. verzinkte Metalloberflächen. Man muss aber vor Arbeitsbeginn genau wissen, welches Metall gestrichen werden soll und zu welchem Zweck, damit man den richtigen Lack auswählen kann. So wird z. B. zum Streichen von Heizkörpern ein gegen Temperaturschwankungen resistenter Lack benötigt, im Außenbereich muss der Lack UV-beständig sein, und Lacke für den Innenbereich oder die Möbellackierung dürfen keine giftigen Stoffe enthalten, die sie an die Raumluft abgeben könnten.

    2. Oberflächenvorbereitung

    Bevor mit dem Lackieren begonnen werden kann, muss die Metalloberfläche vorbereitet werden. Diese muss nämlich frei von Fett, Staub und losen Teilen sein, da sonst der Lack darauf nicht gut haften kann. Vor allem das Lackieren verrosteter oder stark verölter Oberflächen bedarf deshalb sehr umfangreicher Vorbereitungsarbeiten.

    Zu den wichtigsten Vorbereitungsarbeiten gehört Entrostung. Falls der Rost vor dem Lackieren nicht gründlich entfernt wird, kann er unter dem Lack weiterhin „blühen“. In diesem Fall frisst sich der Rost durch die Lackschicht und zerstört sowohl den Untergrund als auch die neue Oberfläche. Zur Rostbeseitigung stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung, die mechanische Entfernung oder die chemische Lösung bzw. Umwandlung unter Einsatz eines Rostlösers oder Rostumwandlers. Mechanische Entfernung wird bei sehr starker Verrostung angewandt. Rostnester können nicht wieder saniert werden und müssen deshalb mit einem Hammer abgeschlagen werden. Nachdem das erledigt ist, muss der restliche grobe Rost mit einer Drahtbürste oder einem Winkelschleifer mit Fächerscheibe und mit Schleifpapier gründlich entfernt werden. Es ist wichtig, den Schleifstaub gründlich abzuwischen und das Material trocknen zu lassen. Rostfraßlöcher und andere Unebenheiten lassen sich mit Füllspachtel auszugleichen. Feiner Rost und nicht tragfähige Altanstriche (etwa abblätternde Lackreste) werden mit der Spachtel, der Drahtbürste oder mit Schleifpapier entfernt. Anders als nicht tragfähige Altanstriche müssen stabile, fest haftende Altlackierungen nicht unbedingt entfernt werden, denn sie lassen sich aufrauen und überlackieren.

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    Bei Heizkörpern benötigt man einen gegen Temperaturschwankungen resistenten Lack

    Einige Gegenstände, wie z. B. alte schmiedeeiserne Zäune mit ihren filigranen Spitzen und Verzierungen, können nicht angeschliffen werden. Deshalb gibt es alternative Verfahren. Beim Verfahren des Sandstrahlens wird die Oberfläche durch das Einwirken von verschiedenen Granulaten, wie Schlacke, Korunt oder Glasperlen von Rost, Farbe oder Verschmutzungen gereinigt. Beim Verfahren des Abbrennens mit der Heißluftpistole lösen sich Lacke oder Klebstoffe unter Hitzeeinwirkung (500° bis 600° C) und müssen nur noch mit einem Spatel abgetragen werden. Beim Verfahren des Abbeizens wird ein flüssiger Lackabbeizer mit dem Pinsel aufgetragen. Dieser weicht nach einer entsprechenden Einwirkzeit den Altlack auf, sodass er nur noch abgekratzt werden muss. Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz eines Rostumwandlers, der sich in einem chemischen Prozess mit dem Untergrund verbindet.

    Neue Metalloberflächen, wie etwa Stahl, sind oft mit einer schützenden Fett- oder Ölschicht überzogen. Auf diesem Fettfilm können keine Grundierungen oder Decklacke haften, weshalb er mit einer Verdünnung, z. B. mit Terpentin oder Testbenzin (Terpentinersatz, Universalverdünnung, Pinselreiniger) entfernt werden muss.

    3. Grundierung

    Nachdem die Metalloberfläche vorbereitet wurde, muss sie noch mit einer Grundierung behandelt werden, bevor der Lack aufgetragen werden kann.

    3.1 Herkömmliche Grundierung

    Der Erstanstrich mit einer Grundierung schützt vor Rost und sorgt dafür, dass der Lack später besser haftet. Der Rostschutzgrund ist vor allem bei neuem und entrostetem Metall wichtig. Auch bei besonders glatten Metalloberflächen ist die richtige Grundierung enorm wichtig, da der Stahllack an solchen Oberflächen ohne Grundierung nicht gut haften kann. Anstatt einer einzelnen Grundierung kann auch ein Kombilack verwendet werden. Dieser besteht aus einer Grundierung, dem Rostschutz und dem eigentlichen Lack.

    Die als Erstanstrich aufgetragene Grundierung muss vollkommen durchtrocknen, bevor der nächste Schritt erfolgen kann. Dieser besteht im Anschleifen bzw. Anrauen der Grundierung mit Schleifpapier mit Körnung 180. Darauf folgt ein zweiter Anstrich mit Rostschutzgrund. Dieser wird mit Schleifpapier mit Körnung 200 geschliffen. Erst nachdem auch dieser zweite Grundierungsanstrich getrocknet ist, kann der eigentliche Metalllack aufgetragen werden.

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    Das Lackieren erfolgt oft Pinsel und Lackrolle

    3.2 Haftgrund

    Metalle wie Zink bzw. verzinkte Oberflächen, Kupferbleche oder Kunststoffe, die mit Metalllack beschichtet werden sollen (z. B. Dachrinnen oder Fallrohre) benötigen vor dem Schlussanstrich noch eine Haftgrundierung. Diese sorgt dafür, dass der Metalllack später gut auf der glatten Fläche haftet. Um die Arbeit zu vereinfachen, gibt es Produkte, die Haftgrund und Rostschutz kombinieren. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn nicht alle diese Produkte sind auch für Zinkoberflächen geeignet.

    3.3 Zaponlack

    Manchmal soll natürliche Optik der Metalloberfläche erhalten bleiben. In solchen Fällen wird das Metall zaponiert, d. h. mit Zaponlack überzogen. Zaponlacke sind dünnflüssige, meist farblose Nitrolacke, die Oxidationsschutz, aber keinen Rostschutz bieten (deshalb sind sie nicht für Eisen oder Stahl geeignet). Bei der Oberflächenveredelung durch Zaponieren wird der Zaponlack ohne Grundierung auf die blanke Metalloberfläche aufgetragen und danach sind keine weiteren Schichten oder Schliffe mehr notwendig. Zaponiert werden Gegenstände aus Kupfer, Bronze, Silber oder Messing, damit sie vor Regen und Abgasen geschützt sind und keine Patina ansetzen.

    4. Schlussanstrich

    Nachdem die Grundierung getrocknet ist, wird der Schlussanstrich (Decklack) aufgetragen. Als Schlusslack sind verschiedene Lackarten geeignet: Metallschutzlack, klassischer Hammerschlaglack sowie Acryl- oder Kunstharzlack. Der Lack kann auf verschiedene Weisen aufgetragen werden: mit Pinsel und Lackrolle, einer Spraydose oder einer Kompressor-betriebenen Lackierpistole.

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    Mit dem richtigen Antrich wird aus der herkömliche Rippenheizkörper zum Hingucker

    Damit beim Lackieren keine Macken und Lacknasen bzw. Lackläufer entstehen, muss die Arbeit schnell vonstattengehen und man sollte auch nicht zu viel Lack auftragen. Lieber sollte man zwei Lackschichten auftragen, damit der Lack gut deckt und eine einwandfreie Oberfläche entsteht. Außerdem sollte die Arbeit stets in einer staub- und zugluftfreien Umgebung erfolgen, den anderenfalls können sich Schmutzpartikel im frischen, klebrigen Lack festsetzen und Lackläuse entstehen.

    Um sichtbare Ansätze und Übergänge zu verhindern, sollte nass-in-nass lackiert werden. Dies bedeutet, dass man die Lackschicht nach dem ersten Lackauftrag nicht vollkommen austrocknen lässt. Stattdessen wird nach kurzem Ablüften eine weitere Lackschicht aufgetragen, und zwar direkt auf die noch nasse, vorherige Lackschicht, ohne Zwischenschliff. Die kurze Ablüftezeit ermöglicht das Entweichen des Lösungsmittels aus dem Lack.

    Eine sehr gute Lackiertechnik, mit der sich perfekte Oberflächen herstellen lassen, ist das sog. Verschlichten. Dabei wird der lack zuerst bahnweise in Längsrichtung aufgetragen und dann diagonal bis rechtwinklig dazu vertrieben, also quer verteilt. Dann wird die Lackschicht in der ursprünglichen Richtung in langen, gleichmäßigen, drucklosen Pinselbewegungen ausgestrichen, erklären uns die Lackierprofis des Unternehmens MALEREI FARBO e.U.

    Beim Sprühlackieren wird nur ein feiner Farbfilm aufgetragen, weshalb die Lackierung sehr gleichmäßig ausfällt. Beim Sprühen sollte man den Sprühstrahl in gleichmäßigen Pendelbewegungen über die Fläche führen, sodass immer nur wenig Lack aufgetragen wird. Diesen Vorgang kann man ein- oder zweimal wiederholen. Auf keinen Fall sollte man beim Sprühen verharren, denn dadurch können schnell Lackläufer durch zu dicken Farbauftrag entstehen. Natürlich müssen auch die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden: die Umgebung des zu lackierenden Gegenstandes muss sorgfältig abgedeckt werden und man muss einen Atemschutz tragen.

    Nachdem der Decklack vollständig durchgetrocknet ist, kann noch ein Klarlack aufgetragen werden, der dem Farblack mehr „Tiefe“ verleiht und die bunte Oberfläche zusätzlich schützt.

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