Im Beitrag:
1. Industriefußboden
1.1 Eigenschaften von Industriefußböden
Industriefußböden sind Böden, die sich für den Einsatz in Bereichen mit sehr schwerer Beanspruchung eignen. Deshalb müssen sie besonders rutschfest und tragfähig, aber auch resistent gegen Abnutzung, Schmutz (Öl, Stoffe aus industrieller Produktion usw.) und mechanische sowie chemische Belastungen sein. Außerdem müssen diese Böden besondere Eigenschaften für die einzelnen Anwendungsbereiche aufweisen: in Lackierbetrieben, Flüssiglagern oder an Tankstellen gibt es eine erhöhte Explosionsgefahr durch elektrostatische Aufladungen; in der Lebensmittelbranche (z. B. Schlachtbetriebe, Fleischverarbeitungsanlagen oder Bäckereien) sind vor allem Hygiene und physiologische Tadellosigkeit gefragt usw. Von herkömmlichen Bodenbelägen unterscheiden sie sich durch ihre ausgesprochen hohe Belastbarkeit und Dauerhaftigkeit.
1.2 Anwendungsbereiche
Zur Anwendung kommen solche Böden vor allem im Industriebereich (Betriebe, Lagerhallen usw.). Dort muss der Boden eine hohe Belastbarkeit aufweisen, weil sein Versagen die Produktion behindern oder sogar vorübergehend still setzen könnte. Die moderne Innenarchitektur verwendet Industriefußböden auch im privaten Bereich. Sie kommen nicht nur in stärker beanspruchten Garagen und Kellern zur Anwendung, sondern auch in Küchen, Vorzimmern, Badezimmern und anderen Räumen mit oder ohne Fußbodenheizung, erklären uns die Experten des Unternehmens AIB Aschenbrenner Industriefußboden GmbH.
2. Sanierungen
Auch der qualitativ hochwertigste Industriefußboden ist nicht für die Ewigkeit bestimmt. Nach langer Beanspruchung zeigen sich Gebrauchsspuren, verschiedenartige Schäden entstehen auch durch Nutzungsänderungen und Belastungserhöhungen, Defekte (Schwinden oder Absacken), Naturschäden (durch Erdbeben, Überschwemmung, Brand) usw. In solchen Fällen spart frühzeitige Sanierung Kosten und sichert den laufenden Betrieb. Damit die betrieblichen Abläufe möglichst wenig behindert werden, wird die Bodensanierung manchmal auch nachts oder am Wochenende ausgeführt.
2.1 Risssanierung
Die Rissbildung in PU Betonböden (Polyurethan Beton) oder modernen Industrieböden kann verschiedene Ursachen haben: extreme Witterungsbedingungen, Schwingungen der Bodenplatten, fehlerhafter Fundamentaufbau, eine ungenügende Vorbereitung des Untergrunds usw. Unsanierte Risse im Industrieboden breiten sich aus und dehnen sich. Im Laufe der Zeit verzweigen sie sich oder es bilden sich parallele Risse. Der Boden verliert seine Festigkeit und wasserdichte oder chemikalienbeständige Böden verlieren ihre Funktion.
Für die Risssanierung kommen je nach Risstiefe und Untergrund verschiedene Instandsetzungsverfahren zum Einsatz: Rissverfüllung, Rissverpressung oder Rissinjektion. Dabei wird der Boden, dem Rissverlauf folgend, aufgeschnitten. Die Breite und Tiefe des Ausschnitts hängen davon ab, ob es sich um einen feinen, oder um einen starken Riss handelt. Das beschädigte Material wird entfernt und die Reparaturstelle verfüllt. Das Verfahren der Rissinjektion ist etwas aufwändiger, da Metallklammern und Injektionspacker eingesetzt werden. Die Sanierungsarbeiten können im laufenden Betrieb vorgenommen werden und der Boden ist bereits nach wenigen Stunden wieder voll belastbar.
2.2 Fugensanierung
Die Aufgabe von Dehnungsfugen ist es, materialbedingte horizontale oder vertikale Bewegungen in Industrieböden und Schwerlastböden auszugleichen. Dehnungsfugen mindern die Rissbildung in großflächigen, starren Bodenflächen. Vor allem Beton ist aufgrund seines hohen Dehnungskoeffizienten anfällig für Rissbildung, wenn es hohen Belastungen ausgesetzt ist. An Übergangsstellen in Torbereichen, an Rampen und zwischen zwei Industriehallen sind die Fugenkanten im täglichen Betrieb besonders hohen Belastungen ausgesetzt. Belastungen durch Gabelstapler, Niederhubwagen oder Lkw-Verkehr führen an diesen Stellen oft zu Ausbrüchen in der Dehnungsfuge. Diese Ausbrüche erhöhen den Verschleiß der Räder und führen zu ungewollten Erschütterungen von Fahrzeug und Ware. Auch die Dehnungsfuge selbst bricht dabei immer weiter aus.
Bei der Fugensanierung wird das brüchige Material ausgeschnitten. Danach werden die Kanten der Dehnungsfuge wiederaufgebaut, verfestigt, verfüllt und versiegelt. Bestehende Dehnungsfugen müssen bei Bodensanierungen unbedingt übernommen werden. Bei starker Rissbildung im Betonboden werden oft auch zusätzliche Dehnungsfugen eingebaut. Bei Fugensanierungen werden je nach Bedarf folgende Arbeiten durchgeführt: Kantenreparatur und Instandsetzung von Dehnungs- und Induktionsfugen, Einbau befahrbarer Bewegungsfugen, Einbau wasserdichter Fugenprofile oder verschleißarmer Schwerlastprofile, sowie Reparatur und Austausch von Induktionsschleifen.
2.3 Imprägnierung und Versiegelung
In zahlreichen gewerblichen oder industriellen Bereichen (z. B. Produktionsräume, Montagehallen, Lagerhallen oder Werkstätten) werden die Böden täglich durch den Verkehr von Transportfahrzeugen aller Art (etwa Gabelstapler, Niederhubwagen oder Lkw-s) stark beansprucht. Die Härte der Oberfläche wird durch den dauerhaften Abrieb der Räder, chemische Einflüsse oder die Alterung des Bodens spürbar beeinflusst. Diese Belastungen verändern die Festigkeit des Bodens und erschweren die Reinigung der Bodenflächen. Folglich werden Waren, Erzeugnisse, Geräte und Maschinen durch Staub belastet. Schlimmstenfalls kann es zur Behinderung der Produktionsabläufe oder sogar zu Schäden kommen. Die Poren einer unbehandelten Oberfläche sind anfällig für das Eindringen von Flüssigkeiten. Die Schäden an Betonböden, Estrichen oder Industrieböden bleiben zunächst unsichtbar. Wenn sie aber nach mehreren Jahren offensichtlich werden, können sie hohe Reparaturkosten oder sogar Produktionsausfälle nach sich ziehen.
Imprägnierungen lassen sich sowohl auf neue, als auch auf alte, zementgebundene Böden auftragen. Lediglich in kunstharzvergütetete Betonflächen kann die Imprägnierung nicht mehr eindringen. Vor einer Imprägnierung muss der Boden gründlich gereinigt werden und er muss trocknen. Außerdem müssen Beschädigungen oder Risse ausgebessert werden. Bei der Imprägnierung wird der Untergrund meist mit gut eindringfähigem Flüssigkunstharz oder einer Kunstharzlösung getränkt. Zum Einsatz kommen Polyurethanharze (PU Harze) oder Epoxidharze (EP Harze). Die Imprägnierung verfestigt die Fußbodenfläche und erhöht ihre Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchung und durch Abrieb verursachte Staubbildung. Eine rechtzeitige Imprägnierung des Industriefußbodens ist eine sehr preiswerte Alternative zu einer kompletten Neubeschichtung.
Wie man uns im Unternehmen AIB Aschenbrenner Industriefußboden GmbH erläutert, können Asphalt- und zementöse Untergründe auch versiegelt werden (etwa mit glatten, einfarbigen PU oder EP Beschichtungen). Dadurch verbessern sich ihre Eigenschaften, wie z. B. die Rutschfestigkeit, die antistatischen Eigenschaften oder die Resistenz gegen UV-Strahlung und Chemikalien. Ein versiegelter Boden ist auch wieder leichter zu reinigen.