Brunnenbau: die häufigsten Brunnentypen

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    Bei Brunnen wird zwischen drei Haupttypen unterschieden: Bohrbrunnen, Schachtbrunnen und Rammbrunnen bzw. Schlagbrunnen. Oft werden Brunnen als Gartenbrunnen angelegt. Wenn das Wasser nicht aus der Erde gepumpt werden muss, sondern natürlich aus dem Boden austritt, wird eine Quellfassung angelegt.
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    1. Brunnentypen

    Brunnen können auf verschiedene Arten gebaut werden. Dabei wird üblicherweise grob zwischen Bohrbrunnen, Schachtbrunnen und Ramm- bzw. Schlagbrunnen unterschieden. Diese Brunnentypen sind auch als Gartenbrunnen geeignet. Wenn das Wasser natürlich aus dem Boden austritt, wird zur Wassergewinnung in der Regel eine Quellfassung angelegt, erzählt man uns im Unternehmen Walter Paul Lauer - BBS-Lauer Brunnenbau.

    2. Schachtbrunnen

    Ein Schachtbrunnen ist ein Trinkwasserbrunnen, der im Erdreich ausgeschachtet wird. Dabei wird ein vertikaler Schacht bis in den Grundwasserkörper ausgehoben. Der Schacht kann manuell oder maschinell ausgehoben werden und muss tief genug sein, um die erste oberflächennahe Grundwasserschicht vertikal zu durchstoßen. Deswegen sind Schachtbrunnen nur für Grundwasservorkommen geeignet, die sich relativ nahe der Oberfläche befinden (meist weniger als 40 m). Ein Schachtbrunnen mit größeren Durchmessern lässt sich auch als Wasserspeicher nutzen.

    Schachtbrunnen funktionieren mithilfe einer Pumpe, die das Wasser an die Oberfläche befördert. Es gibt drei Arten, auf die das Grundwasser in den Brunnen eintreten kann: entweder ausschließlich durch die Schachtsohle (den Boden des Schachtes), durch die Sohle und den unteren Teil der Schachtwand, oder nur durch die Schachtwände (wenn die Brunnensohle wasserdicht ausgeführt wurde).

    Schachtbrunnen werden mit Schachtringen gebaut
    Schachtbrunnen werden mit Schachtringen gebaut

    Um qualitativ hochstehendes Grundwasser fördern zu können, muss der Schachtbrunnen korrekt ausgeführt werden. Beim Schachtbrunnenbau werden Schachtringe bzw. Brunnenringe (Rohrringe aus Beton oder Stahlbeton) eingesetzt. Der erste Brunnenring wird auf einem geringen Erdaushub exakt horizontal aufgesetzt. Der Boden unter diesem Schachtring wird ausgehoben und der Schachtring sinkt nach. Nun können weitere Schachtringe aufgesetzt werden. Ein Schachtbrunnen, bei dem nicht die gesamte Grundwasserschicht durch den Brunnenschacht erfasst wird, sondern der unterste Brunnenring oberhalb der dichten, Grundwasser stauenden Schicht endet, wird als „unvollkommener“ Schachtbrunnen bezeichnet. Bei einem „vollkommenen“ Brunnen erschließt die Bohrung den gesamten Grundwasserleiter. Wenn statt der Verwendung von Brunnenringen ein Brunnenkranz gemauert und abgeteuft wird, spricht man von einem Senkbrunnen.

    3. Bohrbrunnen

    Ein Bohrbrunnen wird mithilfe einer Flachbohrung (Flachbohrungen sind Bohrungen bis 500 m Tiefe) errichtet. Die Bohrung wird bis zur und durch die Grundwasser führende Schicht geführt (Bohrbrunnen sind „vollkommene“ Brunnen). In dieser Grundwasserschicht wird das Filterrohr (auch Filterstrecke genannt) eingebaut. Durch dieses Filterrohr tritt das zu fördernde Wasser in den Brunnen ein. Den unteren Abschluss des Bohrbrunnens bildet eine Bodenkappe.

    Bohrbrunnen werden mit schwerem Gerät gebohrt
    Bohrbrunnen werden mit schwerem Gerät gebohrt

    Grundsätzlich wird bei Brunnenbohrungen zwischen verrohrtem und unverrohrtem Brunnenbohrverfahren unterschieden. Das verrohrte Verfahren ist in der Regel einfacher umzusetzen, weshalb es auch kostengünstiger ist. Das verrohrte Bohrverfahren kann entweder als Trockenbohrung oder als Seilkernbohrung ausgeführt werden. Trockenbohrung wird nur bei bindigem, also lehm- oder tonhaltigem Untergrund angewandt. Bei diesem Verfahren wird mithilfe eines Bohrgeräts ein Stahlrohr in den Baugrund eingeführt. Das Rohr wird durch Drehbewegungen oder Vibration in Position gebracht, damit das so gelöste Material (Bohrgut), entnommen werden kann. Bei einer Seilkernbohrung wird das Bohrgut unbeschadet entnommen, weshalb beim Bohren lediglich die notwendige Werkzeugabkühlung, aber keine Spülung vorgenommen wird. Dieses Verfahren wird vor allem in Steinbrüchen verwendet, um den Beschaffenheit des Gesteins festzustellen. Beim unverrohrten Bohrverfahren wird statt eines Rohres eine Stützflüssigkeit verwendet (z. B. eine Betonit-Suspension), um den anstehenden Erddruck aufzunehmen und den Einsturz der Bohrlochwand zu verhindern. Unverrohrtes Bohren kann auf verschiedene Arten vorgenommen werden: Imlochhammerbohrung (Spülbohrverfahren ohne Kerngewinnung), Spülbohrung (das Bohrloch ist nur auf den ersten Metern verrohrt, der Rest wird von der Spülflüssigkeit gehalten), Lufthebebohrung (basierend auf dem Prinzip der Mammutpumpe), Saugbohrung (mittels einer Pumpe, die Flüssigkeit ansaugen kann), Saug-Strahlbohrung (dieses Verfahren wird selten eingesetzt).

    Bohrbrunnen werden zur Baugrunduntersuchung, zur Grundwasserpegelbeobachtung, zur geschlossenen Wasserhaltung für Baugruben und zur Trinkwassergewinnung (für Letzteres muss oft ein Tiefbrunnen gebohrt werden).

    4. Schlagbrunnen (Rammbrunnen)

    Der Ramm- bzw. Schlagbrunnen ist ein Brunnen, bei dem ein Rohr in den Boden gerammt bzw. geschlagen wird bis es auf die wasserführende Schicht trifft. Beim Schlagbrunnenbau wird zunächst mit einem Bohrer bis zum Grundwasserspiegel gebohrt. Anschließend wird das Brunnenstahlrohr mit Rammspitze und Rammbrunnenfilter (dieser ist mit mit Schlitzen oder Löchern versehen) in den Boden bis zur wasserführenden Schicht geschlagen bzw. gerammt. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass das Schlagbrunnenrohr genau in die wasserführende Schicht geschlagen wird. Falls es zu tief geschlagen wird, wird es verstopft und kann somit kein Wasser fördern. Falls es jedoch zu hoch bleibt, zieht die Pumpe Luft.

    Schlagbrunnen
    Schlagbrunnen werden oft von Kleinverbrauchern zur Gartenbewässerung genutzt

    Bei Schlagbrunnen kommen in der Regel Handpumpen oder elektrische Kreiselpumpen zum Einsatz. Diese Brunnenart wird von Kleinverbrauchern für die Gartenbewässerung und zur Wasserversorgung von Weidetieren verwendet.

    5. Quellfassung

    Neben dem Brunnen ist die Quellfassung vor allem im alpinen Raum die bekannteste Art der Wassergewinnung. Eine Quellfassung dient dazu, natürlich aus dem Boden austretendes Wasser zu sammeln und als Trinkwasser zu verwenden. Eine potenzielle Quelle sollte möglichst am natürlichen Austrittsort an der Oberfläche und ohne ein Anstauen gefasst werden, damit das austretende Grundwasser vor Verunreinigungen geschützt bleibt. Weil Quellfassungen oberflächennahes Grundwasser fassen und dieses dauerhaft für die Trinkwasserversorgung verwendbar machen, werden tiefer liegende Grundwasserressourcen geschont.

    Quellfassungsanlagen sind individuell geplant, denn es sind mehrere Einflussfaktoren (z. B. der geologische Standort) zu berücksichtigen und ihr Bau ist anspruchsvoll. In der Regel besteht eine Quellfassung aus folgenden Grundbestandteilen: Fassungsstrang (auch Sickergalerie) in einer durchschnittlichen Tiefe von 4-6 m, Abdichtung gegen Oberflächenwasser, mehrfache Drainage der Fassungskünette, Quellschutzgebiett und Quellsammelschacht. Falls es in einem Gebiet mehrere Quellen gibt, können die Quellfassungen in einem mit Sandfang ausgestatteten Sammelschacht zusammengeführt werden.

    6. Gartenbrunnen

    Gartenbrunnen dienen nicht nur praktischen, sondern auch dekorativen Zwecken. Im Gartenbereich finden sich sowohl Schachtbrunnen und Bohrbrunnen, als auch Schlagbrunnen, hören wir im Unternehmen Walter Paul Lauer - BBS-Lauer Brunnenbau. Als Grundstücksbesitzer muss man zuerst die Frage klären, ob sich das Anlegen eines Brunnens im eigenen Garten überhaupt lohnt. Dabei müssen verschiedene Faktoren bedacht werden: der eigene Wasserverbrauch, der lokale Wasserpreis, sowie Baukosten, Betriebskosten und die zu erwartende Lebensdauer des Gartenbrunnens. Das Brunnenwasser darf nicht ohne weiteres als Trinkwasser verwendet werden. In der Regel wird es als Waschwasser für Spül- und Waschmaschinen, als WC-Spülwasser und und als Gartenwasser (Gießwasser) zum Bewässern der Pflanzen verwendet. Zum Benutzen von Grundwasser ist keine wasserrechtliche Bewilligung erforderlich, wenn die Entnahme auf eigenem Grund für den eigenen notwendigen Haus- und Wirtschaftsbedarf und in einem angemessenen Verhältnis zur eigenen Grundfläche erfolgt.

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    Autor: DaiBau Magazin
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