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    Natursteinmauern: natürlich, modern, vielfältig und immer ein Hingucker

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    Natursteinmauern werden seit Jahrtausenden gebaut. Die entweder als Weidebegrenzungen oder auch als imposante Bauwerke angelegten historischen Mauern haben in modernen Natursteinmauern für den Garten ihre Nachfolger gefunden. Neben dem praktischen Nutzen steht in heutiger Zeit vor allem ihr dekorativer Wert im Vordergrund.
    Fachartikel 1220
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    1. Natursteinmauern

    Natursteinmauern bestehen nur aus natürlichen Steinen. Dadurch unterscheiden sie sich von Mauern, die aus gefertigten, künstlichen Steinen wie etwa Ziegeln bestehen. Sie sind aufwendiger und teurer als Mauern aus Beton oder Backstein, andererseits aber auch sehr langlebig, optisch attraktiv und abwechslungsreich. In Natursteinmauern wird für die Region typischer Stein verbaut. Sehr beliebt ist die Verwendung von Bruchsteinen oder nur minimal bearbeiteten Steinen. Die Ausführung als Trockenmauerwerk ermöglicht eine natürliche Bepflanzung, welche die Mauer vor Witterungseinflüssen schützt. Unter Anwendung von Zement errichtete Mauern bieten ein gleichmäßigeres Erscheinungsbild und verstärkte Stabilität. 

    2. Natursteine

    Für Natursteinmauern werden witterungsbeständige und frostfeste Natursteine verwendet. Geeignete Gesteinsarten sind Granit (sehr hart, widerstandsfähig, in mehreren Farbtönen erhältlich), Basalt (homogen, feinkörnig und robust, aber auch schwer zu bearbeiten), Porphyr (feinkörnig, aber mit groben Einsprenkelungen, sehr robust), Sandstein (vor allem Grauwacke), Quarzit (fein- bis mittelkörnig und äußerst widerstandsfähig) sowie Kalkstein (weich, aber witterungsbeständig, rau, durch die Jahre entsteht darauf eine silbergraue Patina) und Dolomit (noch widerstandsfähiger als Kalk).

    Natursteinmauern fügen sich in jede Umgebung gut ein
    Natursteinmauern fügen sich in jede Umgebung gut ein

     

    Bezüglich des Verarbeitungsgrades wird zwischen Bruchsteinen, Mauersteinen und Systemsteinen unterschieden. Bruchsteine kommen direkt aus dem Steinbruch und sind daher gebrochen, weitgehend unbearbeitet und meist unregelmäßig geformt. Mauersteine sind gespalten und formatiert, haben relativ geraden Seiten und eine ungleichmäßige Oberfläche. Am stärksten bearbeitet (und folglich auch am teuersten) sind Systemsteine. Systemsteine werden gesägt, weshalb sie sehr regelmäßig sind.

    3. Varianten von Natursteinmauern

    3.1. Bauweisen

    Die sehr häufig anzutreffende Trockenmauer besteht aus trocken (ohne Mörtel) aufgeschichteten, nach Größe und Form abgestimmten Natursteinen, die nur durch ihr Eigengewicht halten. Zusätzliche Stabilität wird durch eine leichte Neigung der Mauer nach hinten gewährleistet. Aus Sicherheitsgründen sollten Trockenmauern nicht höher als 120 Zentimeter sein. Eine Sonderform der Trockenmauer ist der Friesenwall. Er besteht aus runden Findlingen oder Geröll. Als Mauerkrone wird oft eine Erdschicht aufgetragen, damit die großen Lücken zwischen den runden Steinen aufgefüllt werden. Friesenwälle sind in der Regel beidseitig mit Steinen belegt, seltener einseitig.

    Vermörtelte Natursteinmauern benötigen ein Betonfundament anstelle des sonst üblichen Schotterbetts. Mit Mörtel errichtete Natursteinmauern können sehr hoch sein, jedoch sollten hohe Mauern – anders als kleine Ziermäuerchen, die auch in Eigenregie errichtet werden können – ausschließlich von Fachkräften ausgeführt werden (manchmal muss auch ein statisches Gutachten angefertigt werden). Für vermörtelte Mauern sind Systemsteine gut geeignet.

    Mit Mörtel und Natursteinen lassen sich auch Betonmauern verblenden, um der Betonmauer das Aussehen einer massiven Natursteinmauer zu verleihen. Außerdem werden Natursteine für Gabionen verwendet, die aber keine Mauern, sondern mit Steinen gefüllte Drahtkörbe sind. Sie werden zur Errichtung von Sicht- oder Lärmschutzanlagen, zur Böschungsbefestigung, als Abfangelemente an Hängen sowie als Alternative zu Trockenmauern verwendet.

    3.2. Mauerwerksverbände

    Ein Natursteinmauerwerk kann als regelmäßiges und unregelmäßiges Schichtenmauerwerk ausgeführt werden. Bei der ersten Variante haben die Steine jeder Schicht die gleiche Stärke, sodass die Lagerfugen exakt waagerecht sind. Um das Aussehen zu beleben, können die Schichten einer Mauer unterschiedlich dick sein. Für regelmäßige Mauern werden Systemsteine verwendet. Für die zweite, auch Wechselmauerwerk genannte Variante kommen auch gebrochene Mauersteine infrage, da solche Mauern aus unterschiedlich großen und hohen Steinen bestehen. Deshalb sind einige der waagerechten Lagerfugen nicht durchgehend, sondern von höheren Steinen unterbrochen. Unregelmäßige Schichtenmauern lassen sich entweder mit Mörtel oder als Trockenmauern bauen. In jedem Fall ist aber darauf zu achten, dass Kreuzfugen vermieden werden, denn diese stellen Schwachpunkte im Mauerwerk dar. Neben dem Schichtenmauerwerk gibt es auch das Bruchsteinmauerwerk. Dieses wird oft als Trockenmauerwerk ausgeführt und besteht aus unregelmäßigen Bruchsteinen, die Fugenansicht ist dabei netzartig. Eine Sonderform des Bruchsteinmauerwerks ist das Zyklopenmauerwerk oder Polygonalmauerwerk, das aus großen, unregelmäßigen Steinen besteht und ebenfalls für die trockene Bauweise geeignet ist.

    Natursteinmauern verschönern jeden Garten
    Natursteinmauern verschönern jeden Garten

     

    4. Anwendungsbereiche

    Natursteinmauern sind langlebig und ästhetisch. Sie fügen sich in jede Umgebung gut ein. Deshalb gibt es dafür sehr vielfältige Einsatzmöglichkeiten, für jeden Bedarf und Geschmack ist etwas dabei. Eine Natursteinmauer kann in Form eines kleinen, dezenten Ziermäuerchens angelegt werden, um als Blickfang zu dienen. In viel größerem Ausmaß werden Natursteinmauern als Grundstücksabgrenzungen herrschaftlichen Stils ausgeführt (hierzu wird vor allem Sand- und Kalkstein verwendet). Sie eignen sich auch hervorragend als Sichtschutz oder zur optisch angenehmen Gliederung des Gartens. Mauern aus Natursteinen können sowohl als freistehende Mauern als auch als Stützmauern gebaut werden. Wo es Höhenunterschiede im Gelände gibt, können diese mit Natursteinmauern überwunden werden und gleichzeitig erreicht man so eine interessante Geländegestaltung.

    Expertenrat des Unternehmens Sculpt Art Bt

    Wo treten bei Steinmauern Probleme auf?

    Ein typisches Problem ist, wenn die Mauer auf einer solchen Stelle steht, wo sich der Boden bewegt. Da muss man bis zu einem fixen Fundament hinunter und die Mauer an das Fundament montieren. Wenn der Boden aber zu beweglich ist, kann man da einfach keine Mauern bauen, ansonsten würde die Mauer einfach mit dem Berg abrutschen. In diesem Fall kann man nichts machen.

    Was ein weiterer Fehler sein kann ist, wenn die Mauer zu schwach ist oder ein zu kleines Fundament hat. Man muss aufpassen, dass sie auch die richtige Stärke hat - es kommt vor, das Mauern als Grenzmauern gebaut werden und es später von einer Seite an sie angeschüttet wird. Wenn die Mauer nicht so gebaut wurde, damit sie diesen aufgeschütteten Druck aushalten kann, oder wenn das Fundament nicht groß genug ist, können diese Mauern umkippen. Das bedeutet, wenn man eine neue Mauer bauen will, muss man genau wissen welche Funktion diese Mauer haben soll.

    Ein weiterer Faktor ist die Frostempfindlichkeit der Steine – es gibt viele schöne Steine, die aber leider den Frost im Winter nicht aushalten können. In Österreich muss man aufpassen, dass die Mauer nicht zufriert – im Burgenland und neben der Donau kann man lockerer bauen und Kalksteine benutzen und diese Mauern werden den Winter überstehen. In höher liegenden Regionen kann man wegen der Kälte Kalksteine nicht verwenden.

    Welche Steinart ist gerade sehr beliebt?

    Also das ist eine ganz persönliche Geschmacksache was wem gefällt und passt – Steinmauern haben im Vergleich zu Fertigsteinen eine ganz andere Estetik, die man schaffen kann und mit dem man sehr persönlich bauen kann - man kann einen herkömmlichen, sagen wir ruhigen Baustil verwenden oder man kann die Mauer verspielter bauen. Es kommt immer zum Gespräch mit dem Kunden, was seine Vorstellungen sind und was an dieser Stelle sinnvoll und machbar ist.

    Herr Cruder,  Sculpt Art

    Fachartikel 1220
    Autor: DaiBau Magazin
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