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    Die Bodenplatte: Vorteile, Einzelheiten und Preis

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    Die Bodenplatte eines Gebäudes kann auf verschiedene Arten ausgeführt werden. Häufig werden Streifenfundamente errichtet, über denen eine (nichttragende) Bodenplatte gegossen wird. In letzter Zeit werden jedoch vor allem bei Fertighäusern, Niedrigenergie- und Passivhäusern Plattenfundamente ausgeführt. Hinsichtlich der Energieeffizienz ist das sehr sinnvoll, doch was ist mit dem Preis?
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    Die Ausführung der schwimmenden Grundplatte ist ein elegantes und energiesparendes Fundament

    1. Was ist eine schwimmende Bodenplatte?

    Die Bodenplatte ersetzt vollständig die Funktion der Streifenfundamente. An dieser Stelle ist zuerst die Begrifflichkeit zu klären. Heutzutage wird bei praktisch keinem Neubau eines Hauses auf eine Bodenplatte verzichtet, doch Bodenplatte ist nicht gleich Bodenplatte. Die erste Version ist die nichttragende Bodenplatte in Verbindung mit einem Streifenfundament. Die zweite Version ist die tragende Fundamentplatte (Plattenfundament bzw. Sohlplatte). Eine Bodenplatte auf losem Untergrund, die ohne ein Streifenfundament auskommt, wird auch als schwimmende Bodenplatte bezeichnet.

    Die Dicke der tragenden Bodenplatte berechnet man im Hinblick auf die Belastungen, denen die Bodenplatte ausgesetzt sein wird. Die Belastung der Bodenplatte besteht aus dem Eigengewicht des Gebäudes, dem Gewicht seiner Bewohner, des Mobiliars und der anderen Gebäudeausstattung sowie den Witterungseinflüssen (Schnee, Wind) und ggf. Erdbeben. In der Regel beträgt die Dicke der tragenden Bodenplatte eines Wohnhauses zwischen 30 und 40 cm (nichttragende Bodenplatten sind meist 10 bis 15 cm dick). Für die Dämmung der Bodenplatte stehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten zur Verfügung: unterseitige und oberseitige Dämmung. Es gibt keinen Konsens darüber, welche Variante die bessere sei, Hauptsache, die Dämmung erfüllt ihren Zweck. Auf einer Bodenplatte kann entweder ein Fertighaus oder ein Massivbau errichtet werden.

    2. Ausführung der Bodenplatte

    2.1 Fundamentaushub und Leitungsverlegung

    Zunächst wird der Fundamentaushub angelegt. Die Aushubtiefe hängt vom Gelände und der Tragfähigkeit des Bodens ab. Der Bodenaushub wird bis zum tragfähigen Grund vorgenommen. Es folgt das Aufschütten von komprimiertem Geröll mit Kies bis zu der Höhe, auf der die Bodenplatte ausgeführt werden soll. Dabei werden auch bereits die Leitungsrohre verlegt. Auf den angemessen gefestigten Untergrund wird Unterlagenbeton in einer Stärke von 10 cm gegossen.

    2.2 Fundamentabdichtung

    Nun ist die Grundlage für die Verlegung einer doppelten Bauwerksabdichtung mit Bitumenbahnen geschaffen. Es folgt eine 20 cm starke Wärmedämmung mit extrudiertem Polystyrol (schwimmende Bodenplatte). Die erste Dämmschicht muss ungefähr 1 m über den Rand der Bodenplatte ragen.

    2.3 Herstellung der Bodenplatte

    Danach wird die Schalung für das Gießen der Fundamentplatte vorbereitet, die Armatur eingelegt und die Installationsleitungen verlegt. Daraufhin wird der Beton gegossen. Die Dicke der Fundamentplatte wird durch die statische Berechnung festgelegt und beträgt im Regelfall zwischen 30 und 40 cm. Auch die Ränder der Fundamentplatte werden mit Wärmedämmung und Feuchtigkeitsabdichtung versehen. Der Kontakt zwischen der horizontalen und vertikalen Abdichtung darf nicht in einem Winkel von 90 Grad hergestellt werden, da es sonst zu Schäden kommen könnte. Unter Zuhilfenahme von Winkeleisen wird ein 45-Grad-Kontakt hergestellt.

    Expertenrat des Unternehmens DarKo Bau und Handel e.U.

    Wann wird eine Bodenplatte gebraucht?

    Grundsätzlich wird für alle Bauwerke eine Bodenplatte gebraucht. Egal ob für Massivbauweise oder für Fertigteil bzw. Holzriegel, für Garagen, Wintergärten, Terrassen etc.

    Die zwei gängigsten Modelle sind die schwimmende Bodenplatte (ohne Streifenfundament) oder die Fundamentplatte also mit Fundamenten, die auch gleich als Frostschürze dienen.

    Die schwimmende Bodenplatte wird meistens bei ebenem Gelände eingesetzt und die Fundamentplatte bei Neigungen im Gelände und auch bei statisch anspruchsvollen Bauwerken.

    Wie muss eine Bodenplatte aufgebaut sein? Wie ist es mit der Wärmedämmung, wann muss sie unter/über der Bodenplatte angebracht werden?

    Die Bodenplatte sollte so aufgebaut werden, dass sie alle statischen Anforderungen für das geplante Projekt erfüllt.

    Die Bewehrung muss sowohl dem Untergrund als auch dem Objekt angepasst werden. Dasselbe gilt auch für die Betongüte.

    Die Dämmung wird meistens unter der Bodenplatte verlegt. Die gängigste Version ist die druckfeste XPS Platte, sowohl bei schwimmender Ausführung als auch bei der Ausführung mit Fundamenten.

    Eine weitere Möglichkeit ist es, die Bodenplatte mit Glasschaumschotter zu dämmen. Dies wird meistens bei schwimmenden Bodenplatten gemacht.

    Bei der Frage, ob die Dämmung unter die Bodenplatte oder auf sie gehört, scheiden sich die Geister.

    Grundsätzlich wird versucht, die Kälte vom Objekt fernzuhalten, daher wird außen gedämmt. Innenliegende Dämmung wird bei der Sanierung gemacht, aber auch beim Neubau, wo es keine Probleme mit dem Gelände gibt und wo man die Wanddämmung dementsprechend anpassen kann.

    Herr Kovacevic, DarKo Bau und Handel e.U.

    3. Vorteile einer Fundamentplatte

    Eine Fundamentplatte bietet folgende Vorteile:

    - geringere Aushubtiefe

    - weniger Schalung

    - einfachere Armaturen

    - schnellere Ausführung

    - gleichmäßigeres Setzen

    - die Fundamentplatte ist auch für schlechtes Gelände geeignet

    - die beste Wärmedämmung nach unten

    014 - Die Grundplatte, die Vorteile, die Einzelheiten und der Preis 2.jpg
    Eine Bodenplatte aus armiertem (bewehrtem) Beton wird mit einer Betonstahlmatte verstärkt.

    4. Worauf ist bei der Ausführung der Bodenplatte zu achten

    Unterhalb der Bodenplatte darf nur solche Wärmedämmung verlegt werden, die ausreichend druckfest ist und auch nach langjähriger Belastung ihre technischen Charakteristika nicht verliert.

    Die Bodenplatte muss tief genug in die Erde reichen, was vor allem im Winter besonders wichtig ist. Gefrierendes Wasser könnte nämlich die Bodenplatte anheben, während es beim Schmelzen zur Senkung der Bodenplatte kommen könnte. Die Folge wären Schäden an der Konstruktion. Die Unterkante der Bodenplatte muss auch außerhalb der Frostzone liegen, also mindestens in einer Tiefe von 60 cm. Eine andere Möglichkeit ist das Verlegen einer zusätzlichen Wärmedämmung über eine Länge von mindestens 1 m von der Kante der Bodenplatte, wodurch ein ähnlicher Effekt erzielt wird.

    Der Kontakt zwischen der vertikalen und horizontalen Bauwerksabdichtung muss mithilfe von Winkeleisen hergestellt werden. Ein scharfer Bruch in der Abdichtung könnte Schäden verursachen. Das Ganze wird vor dem Verschweißen der Abdichtung durch eine dünne Mörtelschicht geschützt, damit während der Verarbeitung der Abdichtung nichts schmilzt.

    5. Preis der Bodenplatte

    Für eine Kostenschätzung vor der Ausführung der Bodenplatte benötigt man ein Projekt, in dem die Eigenschaften des Geländes, die erforderliche Aushubtiefe, die Zugänglichkeit und die Dicke der Bodenplatte und der Abdichtung berücksichtigt werden. Nehmen wir als Beispiel ein nicht unterkellertes Einfamilienhaus auf flachem Gelände. Die Bodenplatte ist 100 m2 groß und ruht auf einer 20 cm starken Wärmedämmung. Die Kosten für den Aushub stellen rund 15 - 20% der Gesamtinvestition dar.

    Die Kosten für die Feuchtigkeitsabdichtung und Wärmedämmung nehmen etwa 30% der Gesamtkosten in Anspruch. Der Preis der Bodenplatte nimmt mit einer Dicke der Wärmedämmschicht dramatisch zu. Die Kosten für die Schalung, Armierung und das Gießen der Bodenplatte stellen rund 40 – 50 % der Kosten der Gesamtinvestition dar. Die Kosten für den Aushub und eine 25 cm dicke Bodenplatte mit 20 cm Styrodur-Dämmung und der Verlegung von Leitungsrohren für ein klassisches Massivhaus oder ein Fertighaus betragen etwa 240.00 EUR/m2.

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    Autor: DaiBau Magazin
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