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    Bürogebäude am Inn | LORENZATELIERS

    Die Erweiterung des BORA Standortes Niederndorf wurde vom Architekturbüro LORENZATELIERS als kompakte Nachverdichtung konzipiert, die im Verbund mit den beiden Bestandsgebäuden einen „Firmen-Campus“ der kurzen Wege bildet. Der Erweiterungsbau zeichnet sich durch maximale Qualität der Arbeitsplätze, hohe Flexibilität in der Nutzung und die Erfüllung der Anforderungen an zeitgemäße Bürogebäude aus. Die äußere Erscheinung des Neubaus wird wesentlich geprägt von der Lebendigkeit der umlaufenden Absturzsicherung aus verschiedenfarbigen, in unterschiedlichen Höhen und Drehungen versetzten Flachstahl-Stäben.

    1. Durch Nachverdichtung zum „Firmen-Campus“

    Ende November letzten Jahres wurde die Erweiterung Unternehmensstandortes der BORA Vertriebs GmbH in Niederndorf im Unterinntal feierlich eröffnet. Geplant wurde das neue Gebäude von LORENZATELIERS, einem 1980 gegründeten Architekturbüro mit Niederlassungen in Wien, Innsbruck und Triest. Bei LORENZATELIERS betont man, dass ein nachhaltiger und schonender Umgang mit unserem baukulturellen Erbe nicht nur bestehende Bau-, sondern auch Siedlungsstrukturen betrifft. Gerade in Gewerbegebieten ist architektonische und räumliche Qualität in den letzten Jahrzehnten viel zu sehr vernachlässigt worden. Dieses Projekt zeigt, dass auch in Gewerbegebieten flächenschonend nachverdichtet und architektonisch qualitätsvoll neu gebaut werden kann.

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    LORENZATELIERS aktivierten die knappe Baulücke zwischen zwei Gebäuden, um eine flächenschonende Nahverdichtung zu schaffen. (Foto: © Christian Flatscher)

    Anstatt einen flächenintensiven Erweiterungsbau zu errichten, wurden die bereits zuvor versiegelten Flächen des BORA Standortes Niederndorf am Ufer des Inns kompakt nachverdichtet. LORENZATELIERS aktivierten die knappe Baulücke zwischen zwei Gebäuden, die bis dahin als Parkplatz genutzt worden war. Durch die Nachverdichtung dieser Flächen werden sowohl der Bodenverbrauch geringgehalten und wertvolle Grünflächen bewahrt, als auch die betrieblichen Abläufe zwischen den beiden Bestandsgebäuden optimiert. Der Neubau bildet mit bis zu 20 m langen Verbindungsbrücken zu den Bestandsgebäuden einen „Firmen-Campus“ der kurzen Wege. Die Absenkung des Geländeniveaus um den Neubau mittels zweier begrünter „Schnittmauern“ sowie die Erhaltung bzw. Neupflanzung der Baumallee entlang der Innstraße betten das Gebäude zudem in eine parkartige Umgebung.

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    Der Neubau ist mit durch zu 20 m lange Verbindungsbrücken mit den Bestandsgebäuden verbunden. (Foto: © Christian Flatscher)

    2. Hohe Arbeitsplatzqualität im Innenraum

    In der modernen Arbeitswelt ist eine hohe Qualität der Arbeitsplätze ein wichtiges Kriterium im Kampf um die besten Mitarbeitenden. Eine Architektur, die flexibel nutzbare Räume und ausreichend qualitätsvolle Gemeinschaftsflächen anbietet, kann den entscheidenden Faktor darstellen, warum sich Arbeitssuchende für ein Unternehmen entscheiden. Auf ebendiese Aspekte wurde bei diesem Projekt besonders Wert gelegt.

    In den 5 oberirdischen Geschoßen sind Büroräumlichkeiten vorgesehen, die seit Herbst 2023 den Mitarbeitenden zur Verfügung stehen und sich flexibel um eine innenliegende Erschließungs- und Kommunikationszone mit Gemeinschaftseinrichtungen gruppieren. Die Erschließung erfolgt über 2 ineinander verschränkte Treppenhäuser, die gemeinsam mit den Sanitärflächen und der Liftanlage den innenliegenden Kern bilden. Dadurch kommen alle Arbeitsplätze entlang der Außenfassade zu liegen, was – entsprechend den Vorgaben des Auftraggebers – für maximale Qualität der Arbeitsplätze, hohe Flexibilität in der Nutzung und die Erfüllung der Anforderungen an zeitgemäße Bürogebäude sorgt. Durch die Flexibilität des Entwurfes in Stahlbeton-Skelettbauweise ist sogar der Umbau in ein Wohngebäude – eine Umwidmung in Mischgebiet vorausgesetzt – denkbar.

    3. Umlaufende Balkone als prägendes Element

    Diese Obergeschoße werden von auskragenden und schattenspendenden Balkonen umlaufen, die für die Mitarbeitenden als erweiterter „Büroaußenraum“ einen Ort für informelle Gespräche, Telefonate, Lese- oder Lernarbeiten bieten. Im zweiten Obergeschoß erweitern sich diese Balkone – auf der Ostseite und westseitig zur Aulandschaft des Inn – zu großzügigen, auskragenden und überdachten Aufenthaltsräumen. Die äußere Erscheinung des Neubaus wird wesentlich geprägt von der Lebendigkeit der umlaufenden Absturzsicherung, welche verschiedenfarbige in unterschiedlichen Höhen und Drehungen versetzte Flachstahl-Stäbe bilden.

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    Das Erscheinungsbild des Bürogebäudes wird von den verschiedenfarbigen, in unterschiedlichen Höhen und Drehungen versetzten Flachstahl-Stäbe der umlaufenden Absturzsicherung geprägt.
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    Nahansicht der Absturzsicherung. (Foto: © Christian Flatscher)

    4. Thermische Gebäudehülle und Energieversorgung

    Die thermische Hülle besteht in den oberirdischen Geschoßen umlaufend aus einer geschoßhohen Pfosten-Riegel-Fassade mit öffenbaren Elementen auf die umlaufenden Balkone. Zusätzlich wird ein außenliegender Sonnenschutz an den Glasfassaden installiert. Das unterirdische Lager- und Technikgeschoß wird über ein umlaufendes druckwasserdichtes Lichtband mit Tageslicht versorgt, wodurch der Einsatz von künstlichem Licht und somit der Energiebedarf reduziert wird. Das Hauptdach wird vollflächig mit einer PV-Anlage zur Erzeugung regenerativer Energie ausgestattet, ergänzt durch eine Grundwasser-Wärmepumpe zur Heizung/Kühlung des Gebäudes.

    Projekt:

    Name des Projektes: Bürogebäude am Inn
    Architektur, Interieur, Außengestaltung: Architektur: LORENZATELIERS ZT GmbH 
    Innenraumplanung: BORA
    Bauherr: BORA Vertriebs GmbH
    Fotografie: Christian Flatscher
    Planungsjahr: 2020-2022
    Ausführungsjahr: 2021-2023
    Gebäudegröße: ca. 7.400 m² Gesamtfläche
    Stockwerke: 5 oberirdisch
    Grundstücksgröße: ca. 3.000 m²

    Auftragnehmer: 

    Handlaufbeleuchtung: GIFAS ELECTRIC Gesellschaft m.b.H.

    GIFAS-ELECTRIC – das innovative Traditionsunternehmen aus Eugendorf bei Salzburg, gegründet 1957, ist Experte für qualitativ-hochwertige, elektrotechnische Systemlösungen in den Bereichen Stromverteilung und Lichtsysteme und setzt dabei unter anderem auf Langlebigkeit, Funktionalität und vor allem auch auf Sicherheit. 

    Vor mehr als 60 Jahren mit Steckverbindungen aus einer speziellen Butyl-Kautschuk-Mischung auf den Markt gegangen, umfasst das Portfolio des Salzburger Unternehmens heute, neben den bewährten Gummiprodukten (Stromverteiler, Steckverbindungen, Leitungsroller) auch zahlreiche hochmoderne LED-Leuchten wie den beleuchteten LED-Handlauf LaneLED Inox 42. Er verfügt nicht nur über ein anspruchsvolles Design, sondern sorgt obendrein, durch seine innenliegende LED-Beleuchtung für erhöhte Sicherheit. Eingesetzt wird er bei Treppen im Innen- sowie Außenbereich, hier ermöglicht er gleichmäßig ausgeleuchtete Stufen und erhöht somit die Sicherheit und das Wohlbefinden von Passanten. Aufgrund seiner einfachen Montage und Vielzahl von Einzelelementen, wird eine bedarfsgerechte Ausführung für alle denkbaren Montageorte ermöglicht. 

     

    Mehr Informationen über GIFAS und Qualität mit System sowie den beleuchteten LED-Handlauf, unter: www.gifas.at

    Pläne

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    Bürogebäude am Inn, Lageplan. (Pläne: LORENZATELIERS ZT GmbH)
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    Bürogebäude am Inn, Grundriss-E0. Deutlich zu sehen sind die 2 ineinander verschränkten Treppenhäuser, die gemeinsam mit den Sanitärflächen und der Liftanlage den innenliegenden Kern bilden, sodass alle Arbeitsplätze entlang der Außenfassade zu liegen kommen. (Pläne: LORENZATELIERS ZT GmbH)
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    Bürogebäude am Inn, Grundris-E2. Der Neubau ist durch Verbindungsbrücken mit den Bestandsgebäuden verbunden. (Pläne: LORENZATELIERS ZT GmbH)
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    Bürogebäude am Inn, Schnitte. (Pläne: LORENZATELIERS ZT GmbH)

    Galerie

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    Foto: © Christian Flatscher
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    Foto: © Christian Flatscher
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    Foto: © Christian Flatscher
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    Foto: © Christian Flatscher
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    Foto: © Christian Flatscher
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    Foto: © Christian Flatscher

    * Titelfoto: Bürogebäude am Inn. © Christian Flatscher

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    Autor: Daibau Magazin

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